Weingut Dr. Frey

Es ist nicht verwegen zu sagen, dass sich dieses Weingut deutlich von vielen anderen Betrieben an der Saar unterscheidet. Katharina Frey-Treseler und Cord-Henrich Treseler betreiben ökologischen Weinbau, konnten brachliegende Flächen neu bepflanzen, widmen sich der Mischkultur und haben, neben dem immer noch dominierenden Riesling und dem Weißburgunder, auch pilzwiderstandsfähige Sorten gepflanzt: Pinotin, Sauvignac und Donauriesling. Seit der Gründung des Weingutes durch Heinrich Josef Patheiger 1887 hat sich also einiges geändert; die zwischenzeitliche Mitgliedschaft im Verein der Naturweinversteigerer respektive im VDP ist längst erloschen. Nach wechselvollen Jahren begann 1994 mit Annette Frey, einer Urenkelin des Gründers, die neue Zeit.

Kontakt. 

Alter Weg 9
54441  Kanzem

Öffnungszeiten

Mo.-Do. + Sa. 9-13 Uhr, Di.-Sa. 15-18 Uhr (mit Bitte um Anruf), andere Zeiten nach Vereinbarung

Besonderheiten

kommentierte Weinproben mit kleinen Speisen, geführte Weinwanderungen mit Verpflegung, Kanu-Wein-Wanderungen

Besitzer

Katharina Frey-Treseler

Betriebsleiter

Cord-H. Treseler & Katharina Frey-Treseler

Kellermeister

Cord-H. Treseler

Außenbetrieb

Cord-H. Treseler
Mosel
3,5 Hektar
21.000 Flaschen

Aktuelle Weine

"Nexus"

2021

12,5 %

81

"Pétillant Naturel"

2020

11,5 %

84

"Zwo von der" Saar

2021

11 %

81

Riesling Kabinett Wawerner Jesuitenberg

2020

9,5 %

85

Riesling Schodener Saarfeilser Marienberg

2021

11,5 %

86

Riesling Sekt brut

2018

12,5 %

84

Riesling Spätlese "Alte Rebe" Kanzemer Sonnenberg

2021

10,5 %

86

Riesling Spätlese Wawerner Jesuitenberg

2021

10 %

85

Riesling trocken Kanzemer Sonnenberg

2021

13 %

84

Riesling trocken Wawerner Jesuitenberg

2021

12,5 %

84

Lagen

Jesuitenberg (Wawern)
Sonnenberg (Kanzem)
Saarfeilser Marienberg (Schoden)
Schlangengraben (Wiltingen)
Ritterpfad (Wawern)

Rebsorten

Riesling (73%)
Weißburgunder (16%)
Sauvignac (4,6%)
Pinotin (4,4%)
Donauriesling (2%)
© Weingut Dr. Frey

Winzer

Es ist nicht verwegen zu sagen, dass sich dieses Weingut deutlich von vielen anderen Betrieben an der Saar unterscheidet. Katharina Frey-Treseler und Cord-Henrich Treseler betreiben ökologischen Weinbau, konnten brachliegende Flächen neu bepflanzen, widmen sich der Mischkultur und haben, neben dem immer noch dominierenden Riesling und dem Weißburgunder, auch pilzwiderstandsfähige Sorten gepflanzt: Pinotin, Sauvignac und Donauriesling. Seit der Gründung des Weingutes durch Heinrich Josef Patheiger 1887 hat sich also einiges geändert; die zwischenzeitliche Mitgliedschaft im Verein der Naturweinversteigerer respektive im VDP ist längst erloschen. Nach wechselvollen Jahren begann 1994 mit Annette Frey, einer Urenkelin des Gründers, die neue Zeit.

Aktuelle Kollektion

Die zum Debüt vorgestellten Weine stammen aus 2018, 2020 und 2021 und zeigen durchweg eine beachtliche Würze, bisweilen auch eine gewisse Fülle; die Frucht ist oft eher im Hintergrund angesiedelt, während sich beim ersten Hineinriechen vielfach Anklänge an Kräuter finden. Der Pétillant Naturel aus 2020 und der Sekt aus 2018 zeigen noch viel Frische und eine gute Balance. Der Zwo aus Riesling und Weißburgunder ist leicht buttrig in der Nase, eher schlank, leicht verständlich. Klare Frucht und saftige, ganz leicht füllige Art weist der Weißburgunder auf. Der trockene Riesling aus dem Sonnenberg zeigt dezente Steinobstnoten, ist im Mund würzig mit eher verhaltener Säure und gewisser Fülle. Vergleichsweise verhalten ist die Säure beim Nexus aus Sauvignac und Donauriesling, der Wein wirkt in der Nase eher neutral, weist eine leicht nussig wirkende Frucht auf, im Mund ist er recht schlank. Deutlich spannender sind zwei 2021er Rieslinge mit leichter Süße: der Alte-Reben-Wein aus dem Sonnenberg, duftig und straff, sowie die Spätlese aus dem Jesuitenberg mit Anklängen an Birne und hellen Kandis, saftig mit gut integrierter, dezenter Süße.