Weingut Gunderloch

Das Weingut Gunderloch wurde 1890 vom Bankier Carl Gunderloch mit dem Erwerb von Weinbergen im Rothenberg gegründet, 1932 eröffnete er eine Straußwirtschaft, die jedoch später wieder aufgegeben wurde. 1979 traten Fritz und Agnes Hasselbach in den Betrieb ein, den sie anfangs mit ihren Eltern, seit 1986 dann alleine drei Jahrzehnte lang führten, in dieser Zeit vergrößerten sie den Betrieb, unter anderem 1996 durch die Übernahme des Niersteiner Weingutes Balbach Erben. 2013 ist Sohn Johannes Hasselbach in den Betrieb eingestiegen, hat ihn im Jahr 2015 übernommen. Er hatte Wirtschaftswissenschaften studiert, bei einer Weinweltreise bei Weingütern in Kanada, Chile, Neuseeland und Australien Station gemacht. Seine Weinberge liegen im Nackenheimer Rothenberg sowie in den Niersteiner Lagen Pettenthal und Hipping, also alle im Roten Hang, wo die Reben auf rotem Tonschiefer wachsen. 85 Prozent der Rebfläche nimmt Riesling ein, hinzu kommen Silvaner und Grauburgunder, sowie ein klein wenig Sauvignon Blanc, Spätburgunder und Weißburgunder. Johannes Hasselbach hat das Sortiment zweigeteilt in Weine aus dem Weingut Gunderloch und Weine der Carl Gunderloch Weingutsverwaltung. Das Sortiment des Weingutes Gunderloch ist dreistufig gegliedert in Gutsweine, die Ortsweine aus Nackenheim und Nierstein und die Großen Gewächse aus Rothenberg, Pettenthal und Hipping zu denen sich mittlerweile ein weiteres gesellte, nämlich aus dem Fenchelberg, einer Gewanne im Rothenberg; dieses Große Gewächs wird ausschließlich als Versteigerungswein angeboten. Wenn es der Jahrgang erlaubt werden edelsüße Rieslinge bis hin zur Trockenbeerenauslese erzeugt. Seit 2013 wird mit längeren Maischestandzeiten gearbeitet, für jede Lage wird durch eine kleine Vorlese fünf Tage vor der Ernte ein eigener Gäransatz aus den jeweiligen Weinbergen entwickelt. Mit dem „Virgo“ („Vergoren Im Rothenberg Ganz Ohne“) genannten Wein hat Johannes Hasselbach 2013 ein spannendes Experiment gestartet: Die Trauben werden mit den Füßen eingemaischt, im Weinberg gepresst, der Wein wird ohne jede Zusatzstoffe im Weinberg, aus dem er stammt, also dem Rothenberg, vergoren und ausgebaut. 2016 wurde mit der Renovierung und Erweiterung des Gutshofes begonnen, im August 2017 wurde die Eröffnung des neuen Baus gefeiert; inzwischen wurde die Bio-Zertifizierung begonnen, 2022 war der erste bio-zertifizierte Jahrgang.

Kontakt. 

Carl-Gunderloch-Platz 1
55299  Nackenheim

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 9-16 Uhr, Sa. 11-14 Uhr

Besitzer

Johannes Hasselbach

Betriebsleiter

Johannes Hasselbach

Kellermeister

Johannes Hasselbach, Johannes Maleton
Rheinhessen
29 Hektar
190.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Grauburgunder "vom Löss" trocken

2022

12,5 %

84

Riesling "GG" Nackenheim Rothenberg

2022

12 %

91

Riesling "GG" Nierstein Hipping

2022

12,5 %

91

Riesling "GG" Nierstein Pettenthal

2022

12 %

90

Riesling Kabinett "Jean-Baptiste"

2022

10,5 %

86

Riesling trocken "vom Roten Schiefer"

2022

11,5 %

85

Riesling trocken Nackenheim

2022

12,5 %

88

Riesling trocken Nierstein

2022

12,5 %

87

Sauvignon Blanc trocken "vom Stein"

2022

12,5 %

84

Weißburgunder trocken "vom Kalk"

2022

12 %

85

Lagen

Rothenberg (Nackenheim)
Pettenthal (Nierstein)
Hipping (Nierstein)
Fenchelberg (Nackenheim)

Rebsorten

Riesling (85%)
Weißburgunder
Grauburgunder
Sauvignon Blanc
Silvaner
Spätburgunder
Johannes Hasselbach
© Weingut Gunderloch

Winzer

Das Weingut Gunderloch wurde 1890 vom Bankier Carl Gunderloch mit dem Erwerb von Weinbergen im Rothenberg gegründet, 1932 eröffnete er eine Straußwirtschaft, die jedoch später wieder aufgegeben wurde. 1979 traten Fritz und Agnes Hasselbach in den Betrieb ein, den sie anfangs mit ihren Eltern, seit 1986 dann alleine drei Jahrzehnte lang führten, in dieser Zeit vergrößerten sie den Betrieb, unter anderem 1996 durch die Übernahme des Niersteiner Weingutes Balbach Erben. 2013 ist Sohn Johannes Hasselbach in den Betrieb eingestiegen, hat ihn im Jahr 2015 übernommen. Er hatte Wirtschaftswissenschaften studiert, bei einer Weinweltreise bei Weingütern in Kanada, Chile, Neuseeland und Australien Station gemacht. Seine Weinberge liegen im Nackenheimer Rothenberg sowie in den Niersteiner Lagen Pettenthal und Hipping, also alle im Roten Hang, wo die Reben auf rotem Tonschiefer wachsen. 85 Prozent der Rebfläche nimmt Riesling ein, hinzu kommen Silvaner und Grauburgunder, sowie ein klein wenig Sauvignon Blanc, Spätburgunder und Weißburgunder. Johannes Hasselbach hat das Sortiment zweigeteilt in Weine aus dem Weingut Gunderloch und Weine der Carl Gunderloch Weingutsverwaltung. Das Sortiment des Weingutes Gunderloch ist dreistufig gegliedert in Gutsweine, die Ortsweine aus Nackenheim und Nierstein und die Großen Gewächse aus Rothenberg, Pettenthal und Hipping zu denen sich mittlerweile ein weiteres gesellte, nämlich aus dem Fenchelberg, einer Gewanne im Rothenberg; dieses Große Gewächs wird ausschließlich als Versteigerungswein angeboten. Wenn es der Jahrgang erlaubt werden edelsüße Rieslinge bis hin zur Trockenbeerenauslese erzeugt. Seit 2013 wird mit längeren Maischestandzeiten gearbeitet, für jede Lage wird durch eine kleine Vorlese fünf Tage vor der Ernte ein eigener Gäransatz aus den jeweiligen Weinbergen entwickelt. Mit dem „Virgo“ („Vergoren Im Rothenberg Ganz Ohne“) genannten Wein hat Johannes Hasselbach 2013 ein spannendes Experiment gestartet: Die Trauben werden mit den Füßen eingemaischt, im Weinberg gepresst, der Wein wird ohne jede Zusatzstoffe im Weinberg, aus dem er stammt, also dem Rothenberg, vergoren und ausgebaut. 2016 wurde mit der Renovierung und Erweiterung des Gutshofes begonnen, im August 2017 wurde die Eröffnung des neuen Baus gefeiert; inzwischen wurde die Bio-Zertifizierung begonnen, 2022 war der erste bio-zertifizierte Jahrgang.

Aktuelle Kollektion

Natürlich spielt Riesling die klare Hauptrolle im Betrieb, aber Johannes Hasselbach zeigt auch in diesem Jahr wieder drei Gutsweine von anderen Rebsorten, Weißburgunder, Grauburgunder und Sauvignon Blanc. Der Grauburgunder vom Löss ist würzig und etwas floral, frisch, geradlinig und zupackend. Eindringlich ist der Weißburgunder vom Kalk, zeigt feine Würze und klare Frucht, ist frisch, zupackend, eine feine Säure hält die Restsüße in Balance. Lebhaft und frisch präsentiert sich der Sauvignon Blanc vom Stein, besitzt feine Frucht und Grip. Von den sieben vorgestellten Rieslingen sind sechs trocken ausgebaut, nur der Jean-Baptiste ist ein Kabinett mit recht moderater Süße, und er gefällt uns sehr gut im Jahrgang 2022, zeigt feine Frische und Frucht im Bouquet, ist frisch und zupackend, besitzt reintönige Frucht und Grip. Der Gutsriesling vom roten Schiefer ist würzig und eindringlich, zeigt feine rauchige Noten, ist frisch und zupackend, besitzt Struktur und Grip – ein feiner Einstiegswein! Bei den Ortsweinen aus Ersten Lagen gilt unsere Präferenz auch 2022 wieder dem Wein aus Nackenheim, der sehr offen ist und viel reife Frucht im Bouquet zeigt, füllig und saftig im Mund ist bei viel Substanz. Der Niersteiner Riesling ist ebenfalls sehr offen, würzig und eindringlich, besitzt gute Fülle und Harmonie, reife Frucht und Substanz. An der Spitze der Kollektion von Johannes Hasselbach stehen auch im Jahrgang 2022 wie gewohnt die Großen Gewächse. Der Wein aus dem Hipping ist würzig und konzentriert im Bouquet, zeigt feinen Duft, er ist frisch, klar und zupackend im Mund, besitzt Fülle und Saft, gute Struktur und reintönige Frucht. Der Pettenthal-Riesling ist recht würzig und eindringlich im Bouquet, sehr geradlinig im Mund, besitzt viel Frische und Grip, ist noch sehr jugendlich – wie seine beiden Kollegen auch. Besonders spannend aber noch sehr unruhig ist das Große Gewächs aus dem Rothenberg, ist würzig und dominant, sehr spontigeprägt und eindringlich, besitzt Frische und Grip im Mund, schöne Präzision, Druck und Nachhall, etwas Flaschenreife wird ihm guttun