Weingut Schäfer-Fröhlich

Bockenau liegt im Tal des Ellerbachs, eines Nebenflusses der Nahe. Seit Anfang der siebziger Jahre wird das Weingut Schäfer-Fröhlich von Hans und Karin Fröhlich geführt, seit 1995 ist ihr Sohn Tim Fröhlich für den Weinausbau verantwortlich. Neben Weinbergen in Bockenau (mit ihrer Paradelage Felseneck, aber auch dem Bockenauer Stromberg) besitzen sie auch Weinberge in Schlossböckelheim (Felsenberg, Kupfergrube) und Monzingen (Halenberg, Frühlingsplätzchen). Sie bauen zu 85 Prozent Riesling an, hinzu kommen 15 Prozent Burgundersorten: Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder. Das Programm ist gegliedert in Guts-, Orts- und Lagenweine, insgesamt sechs Große Gewächse hat Tim Fröhlich im Programm. Eine breite Palette an rest- und edelsüßen Rieslingen – je nachdem, was der Jahrgang erlaubt – bis hin zu Trockenbeerenauslesen oder einem Eiswein, ergänzen das Sortiment.

Kontakt. 

Schulstraße 6
55595  Bockenau

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Besitzer

Tim Fröhlich
Nahe
21 Hektar
120.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Chardonnay "R" trocken

2022

13 %

90+

Riesling "GG" Bockenauer Felseneck

2022

12,5 %

92+

Riesling "GG" Bockenauer Stromberg

2022

12,5 %

91+

Riesling "GG" Monzinger Frühlingsplätzchen

2022

12,5 %

90+

Riesling "GG" Monzinger Halenberg

2022

12,5 %

91+

Riesling "GG" Schlossböckelheimer Felsenberg

2022

12,5 %

92

Riesling "GG" Schlossböckelheimer Kupfergrube

2022

12,5 %

91+

Riesling Kabinett Bockenauer Felseneck

2022

7 %

90

Riesling Spätlese Goldkapsel Bockenauer Felseneck

2022

7,5 %

91

Riesling trocken "Schiefergestein"

2022

12 %

89+

Lagen

Felseneck (Bockenau)
Stromberg (Bockenau)
Halenberg (Monzingen)
Frühlingsplätzchen (Monzingen)
Felsenberg (Schlossböckelheim)
Kupfergrube (Schlossböckelheim)

Rebsorten

Riesling (85%)
Weißburgunder (5%)
Grauburgunder (5%)
Spätburgunder (5%)
Tim Fröhlich
© Weingut Schäfer-Fröhlich

Winzer

Bockenau liegt im Tal des Ellerbachs, eines Nebenflusses der Nahe. Seit Anfang der siebziger Jahre wird das Weingut Schäfer-Fröhlich von Hans und Karin Fröhlich geführt, seit 1995 ist ihr Sohn Tim Fröhlich für den Weinausbau verantwortlich. Neben Weinbergen in Bockenau (mit ihrer Paradelage Felseneck, aber auch dem Bockenauer Stromberg) besitzen sie auch Weinberge in Schlossböckelheim (Felsenberg, Kupfergrube) und Monzingen (Halenberg, Frühlingsplätzchen). Sie bauen zu 85 Prozent Riesling an, hinzu kommen 15 Prozent Burgundersorten: Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder. Das Programm ist gegliedert in Guts-, Orts- und Lagenweine, insgesamt sechs Große Gewächse hat Tim Fröhlich im Programm. Eine breite Palette an rest- und edelsüßen Rieslingen – je nachdem, was der Jahrgang erlaubt – bis hin zu Trockenbeerenauslesen oder einem Eiswein, ergänzen das Sortiment.

Aktuelle Kollektion

In diesem Jahr steigen wir mit den weißen Burgundern in die Verkostung des Bockenauer Weingutes ein. Der Weißburgunder Gutswein macht es uns leicht, frisch, aromatisch und leichtfüßig, bietet er eingängigen Trinkgenuss. Strukturiert wirkt der kompakte Weißburgunder S, besitzt kompakten Schmelz, ist stoffig, derzeit noch etwas reserviert, hat neben würziger Kraft auch Feinheiten zu bieten, besitzt feine Frische im Abgang, wird sich bald öffnen. Der Weißburgunder R ist noch vom Holz geprägt, ist würzig bei pointierter Frische, griffig und cremig zugleich, bietet einen spannenden Mix von Aromen – etwas Flaschenreife wird ihm guttun. Wildwürzig im Bukett, reduktiv, pointiert frisch und auf diese Art etwas an die Rieslinge erinnernd, ist der Chardonnay R sehr originell, seine frische Saftigkeit ist frappierend, mit viel Luft offenbart er feinen Schmelz und detailliertes Spiel, ein Chardonnay mit Saft und filigraner Ader, der sich noch entwickeln kann. Der Gutsriesling ist saftig und frisch, animierend und geradlinig bei feiner Salzigkeit. Vergärungswürzig durch und durch, ist der reduktive Vulkangestein-Riesling griffig und rassig bei herber Frische. Sehr kompakt und zurückgenommen ist der Schiefergestein-Riesling, offeriert subtilen Druck und Stoffigkeit, ist lang und sehr würzig. Beide geben in ihrer verschlossenen Art einen Vorgeschmack auf die Großen Gewächse, die ein gewohnt einheitliches Bild abgeben, alle zeigen neben weingutstypischen Vergärungsaromen und jugendlicher Reserviertheit ihre differenzierten lagentypischen Eigenschaften. Das Frühlingsplätzchen ist absolut typisch: Feinfruchtig, saftig, verspielt und mit feinen mineralischen Akzenten versehen, das agilste der Großen Gewächse, schon sehr präsent, seine Frucht von weißen Pfirsichen ist attraktiv, es entwickelt rasante Frische am Gaumen, bleibt leichtfüßig. Der Wein aus dem Felsenberg ist saftig, dabei mineralisch unterfüttert, im Duft entfalten sich typisch würzige Gärnoten, die an Brotkruste erinnern, die Frucht von reifen roten und gelben Äpfeln ist mineralisch konturiert, die salzige Frische am Gaumen wechselt sich in rasantem Spiel mit reifer, milder Saftigkeit ab. Noch mehr von der Vergärung geprägt ist der Wein vom Stromberg, auch deutlich verschlossener im Bouquet, insgesamt kühler und reservierter, dabei griffig, mit viel Substanz – ein Riesling, der noch etwas reifen sollte. Das Große Gewächs aus der Kupfergrube ist dicht, saftig und konzentriert, zeigt rote Äpfel, Apfelschalen, ist verschlossen, deutet seine Kraft nur an, ist würzig und nachhaltig. Schliff und kühle Mineralität sind die prägenden Eigenschaften des Halenberg, alles ist hier kompakt, die Kraft hinter einer Wand von frischen Gerbstoffen verborgen, um sein Potenzial zu entfalten, wird etwas Geduld erforderlich sein, alle Anlagen sind da. Der kompletteste trockene Riesling der Kollektion ist wieder einmal der aus dem Felseneck: Fein, kühl, zugleich reif, kraftvoll und sublim, dieser Wein fügt Widersprüche zu einem stimmigen Ganzen, klare Zitrusaromen, geradlinig, ätherisch, ein raffinierter Riesling mit viel Leichtigkeit, den man deshalb nicht unterschätzen sollte – der Primus inter Pares. Der Kabinett ist ein Klassiker, der rasanten Trinkgenuss bietet. Das gilt auch für die Goldkapsel-Spätlese, die immens würzig, griffig und fantastisch frisch ist. Der kräftige, ätherische Spätburgunder R ist ebenso fein wie ausgewogen, würzig und stoffig.