Weingut Steintal

Jahr für Jahr gibt es Veränderungen zu vermelden im Weingut Steintal, das einst Weingut der Stadt Klingenberg hieß (und bereits 1912 gegründet wurde), dann Weingut Benedikt Baltes. Benedikt Baltes zog es zurück an die Ahr, wo seine Familie lebt, seine Ehefrau Julia ihr Weingut Julia Bertram betreibt, das inzwischen in Weingut Bertram-Baltes umbenannt wurde. Inzwischen haben Philipp Aufderheide und Jonas Hirn die Verantwortung im Weingut Steintal übernommen. Philipp Aufderheide hatte seine Winzerlehre im Weingut absolviert und kehrte nach seinem Weinbaustudium als Außenbetriebsleiter und Kellermeister nach Klingenberg zurück. Er wird dabei von seinem Studienkollegen Jonas Hirn als Vertriebsleiter unterstützt, der bereits seit 2018 in Kontakt mit dem Weingut steht. Der Fokus bleibt weiterhin ganz auf Spätburgunder und eine natürliche Weinbereitung „ohne Zusätze und Schnickschnack“; bereits 2016 wurde mit der Umstellung auf biologischen Weinbau begonnen. Die Weinberge liegen im Klingenberger Schlossberg und im Großheubacher Bischofsberg, beides Lagen mit überwiegend Terrassen-Weinbergen, 2016 sind dann Weinberge in Bürgstadt hinzugekommen. Es wird hauptsächlich Spätburgunder angebaut, derzeit liegt der Anteil bei 90 Prozent, dazu gibt es noch ein wenig Portugieser, Riesling, Cabernet Franc und Müller-Thurgau. Seit dem Jahrgang 2016 gibt es neben den Lagenweinen aus Schlossberg (Großes Gewächs) und Bischofsberg (seit 2016 als Großes Gewächs) zwei weitere Lagenweine aus dem Bürgstadter Berg (Erste Lage) und dem Bürgstadter Hundsrück (Großes Gewächs). Die Basis des Sortiments bilden die Buntsandstein-Weine mit Spätburgunder, Portugieser und Blanc de Noir sowie einer roten Cuvée, dann folgen die Ortsweine, der Klingenberger Spätburgunder und der Großheubacher Spätburgunder sowie der Klingenberger Cabernet Franc. Die Weine werden etwas kaltmatzeriert und spontanvergoren, sie werden weder angereichert noch geschönt, der Ausbau erfolgt überwiegend in 300 Liter-Fässern, ein kleiner Teil wird in 500 Liter-Fässern ausgebaut, die Eiche hierfür stammt aus der Region.

Kontakt. 

Wilhelmstraße 107
63911  Klingenberg

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Besitzer

Weingut Klingenberg GmbH

Betriebsleiter

Philipp Aufderheide
Franken
11 Hektar
40.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Spätburgunder "Alte Reben" Klingenberg

2021

11,5 %

88

Spätburgunder "Buntsandstein"

2021

11 %

85

Spätburgunder "GG" Klingenberg Schlossberg

2021

11,5 %

91

Spätburgunder Bürgstadt Berg

2021

11,5 %

89

Lagen

Schlossberg (Klingenberg)
Bischofsberg (Großheubach)
Hundsrück (Bürgstadt)
Berg (Bürgstadt)

Rebsorten

Spätburgunder (95%)
Cabernet Franc
Pinot Meunier
© Weingut Klingenberg GmbH

Winzer

Jahr für Jahr gibt es Veränderungen zu vermelden im Weingut Steintal, das einst Weingut der Stadt Klingenberg hieß (und bereits 1912 gegründet wurde), dann Weingut Benedikt Baltes. Benedikt Baltes zog es zurück an die Ahr, wo seine Familie lebt, seine Ehefrau Julia ihr Weingut Julia Bertram betreibt, das inzwischen in Weingut Bertram-Baltes umbenannt wurde. Inzwischen haben Philipp Aufderheide und Jonas Hirn die Verantwortung im Weingut Steintal übernommen. Philipp Aufderheide hatte seine Winzerlehre im Weingut absolviert und kehrte nach seinem Weinbaustudium als Außenbetriebsleiter und Kellermeister nach Klingenberg zurück. Er wird dabei von seinem Studienkollegen Jonas Hirn als Vertriebsleiter unterstützt, der bereits seit 2018 in Kontakt mit dem Weingut steht. Der Fokus bleibt weiterhin ganz auf Spätburgunder und eine natürliche Weinbereitung „ohne Zusätze und Schnickschnack“; bereits 2016 wurde mit der Umstellung auf biologischen Weinbau begonnen. Die Weinberge liegen im Klingenberger Schlossberg und im Großheubacher Bischofsberg, beides Lagen mit überwiegend Terrassen-Weinbergen, 2016 sind dann Weinberge in Bürgstadt hinzugekommen. Es wird hauptsächlich Spätburgunder angebaut, derzeit liegt der Anteil bei 90 Prozent, dazu gibt es noch ein wenig Portugieser, Riesling, Cabernet Franc und Müller-Thurgau. Seit dem Jahrgang 2016 gibt es neben den Lagenweinen aus Schlossberg (Großes Gewächs) und Bischofsberg (seit 2016 als Großes Gewächs) zwei weitere Lagenweine aus dem Bürgstadter Berg (Erste Lage) und dem Bürgstadter Hundsrück (Großes Gewächs). Die Basis des Sortiments bilden die Buntsandstein-Weine mit Spätburgunder, Portugieser und Blanc de Noir sowie einer roten Cuvée, dann folgen die Ortsweine, der Klingenberger Spätburgunder und der Großheubacher Spätburgunder sowie der Klingenberger Cabernet Franc. Die Weine werden etwas kaltmatzeriert und spontanvergoren, sie werden weder angereichert noch geschönt, der Ausbau erfolgt überwiegend in 300 Liter-Fässern, ein kleiner Teil wird in 500 Liter-Fässern ausgebaut, die Eiche hierfür stammt aus der Region.

Aktuelle Kollektion

Eine kleine Kollektion von vier 2021er Spätburgundern konnten wir dieses Jahr verkosten, ein erneut verkosteter 2017er zeigt, dass stilistisch seither deutliche Veränderungen vorgenommen wurden. Wir haben bewusst einen 2017er zum Vergleich herangezogen, einmal, weil 2017 wie 2021 ein eher kühlerer Jahrgang war, zum anderen, weil die Weine der dazwischen liegenden Jahrgänge von extremen Reduktionsnoten dominiert waren. Im Jahrgang 2021 sind diese Reduktionsnoten weniger extrem, bei allen vier verkosteten Weinen, allen vier gemeinsam ist eine gewisse Kargheit, verbunden mit kräftigen Tanninen. Der Spätburgunder Buntsandstein, ist frisch und fruchtbetont im Bouquet, zeigt rote Früchte, ist im Mund sehr karg, lebhaft, geradlinig, zupackend, hat Grip. Fruchtbetont und intensiv ist der Klingenberger von alten Reben spontigeprägt, im Mund ist er frisch, klar, präzise und zupackend. Der Spätburgunder vom Bürgstadter Berg zeigt rauchige Noten, ist dominant, intensiv, im Mund frisch, klar und zupackend, aber ebenfalls sehr karg und ein wenig hart. Die ausgeprägtesten Reduktionsnoten („Sponti-Stinker“) besitzt das Große Gewächs aus dem Schlossberg, ist intensiv, eindringlich, ein wenig floral, im Mund ist der Wein klar, frisch und präzise, sehr karg und tanninbetont. Der im Vergleich dazu verkostete 2017 stammt aus dem Bischofsberg, ist im Vergleich zum 2021er fast schon üppig zu nennen, er ist ebenfalls frisch, präzise, sehr klar, aber deutlich weniger karg als der 2021er Schlossberg. So lobenswert niedrige Alkoholwerte sind, das oberste Ziel sollten sie nicht darstellen, sonst müsste man in aller Konsequenz auf alkoholfreien Wein setzen.