Frost ist immer wieder einmal ein Problem in Franken, und das war auch 2024 wieder so. Aber ungeachtet solcher Probleme können wir auch in diesem Jahr wieder feststellen: Franken ist top!
Und jedes Jahr kommen neue Winzer hinzu, auch wenn es dieses Mal nicht ganz so viele sind wie in den Vorjahren. Alexa & Martin Kreglinger aus Segnitz am Main präsentieren eine ganz starke Kollektion, in der sie nicht nur mit Silvaner, Weißburgunder und edelsüßem Rieslaner glänzen, sondern auch mit einem hervorragenden Blaufränkisch.
Vom Steigerwald stammt eine weitere spannende Neuentdeckung mit völlig anderen Weinen: Pia Karamarko & Christopher Karamarko-Seybold erzeugen im Ebracher Ortsteil Buch eine spannende kleine Kollektion mit authentischen Naturweinen auf hohem Niveau; ihr Projekt respektive Weingut nennt sich KarSey-Winemaking.
Eher klassische Weine erzeugt Michael Schlereth in Sommerach, Silvaner spielt die Hauptrolle im Betrieb. Und auch in Churfranken sind wir fündig geworden bei einem ganz jungen Kleinbetrieb: Manuela & Johannes Till erzeugen in ihrer Weinmanufaktur Till sowohl Weiß- als auch Rotweine auf hohem Niveau.
Und auch einige spannende Aufsteiger gibt es zu vermelden. Christian Stahl in Auernhofen ist nicht nur als Koch kreativ, sondern auch als Winzer, Carsten Höfer in Würzburg macht nicht mehr nur Sekt für andere, sondern seit einigen Jahren auch unter eigenem Namen, Florian Engelmann vom Weingut Leininger in Eibelstadt hat sein Programm neu strukturiert, in der Qualität weiter zugelegt, und mit Laura Seufert aus Iphofen findet sich auch bei den Aufsteigern auf vier Sterne ein Naturweinbetrieb. Und hinter diesen genannten Weingütern gibt es eine Vielzahl weiterer Betriebe, die ihre bis dato beste Kollektion vorgestellt haben. Franken ist in Bewegung!
Auch sonst sind fränkische Winzer an prominenter Stelle mit dabei. Sebastian Fürst hat die stärkste rote Kollektion des Jahrgangs in Deutschland, ist aber auch bei Riesling, Weißburgunder und Chardonnay top. Bei Weißburgunder und Chardonnay trumpft wie im Vorjahr Richard Östreicher groß auf, und beim Sekt sind Schloss Sommerhausen, BurkhardtSchür und Carsten Höfer wieder ganz stark.
Und der ausführliche Schluss sei dem Silvaner gewidmet, der fränkischen Paradesorte par excellence. Einige Winzer experimentiren mit mehr oder weniger Holz, auch Reduktionsnoten sind schon hin und wieder zu finden. Experimente sind gut, aber vergessen wir nicht: Auch im Edelstahl ausgebauter Silvaner kann exzellent reifen. An der Spitze stehen auch im Jahrgang so in etwa die selben Winzer wie in den vergangenen Jahren: Rainer & Christian Müller aus Volkach, Daniel Sauer vom Weingut Rainer Sauer in Escherndorf, die Luckerts vom Zehnthof in Sulzfeld, Rudolf May aus Retzstadt, dazu Harald Brügel, das Bürgerspital, Tobias Nagel, Richard Östreicher, Horst Sauer usw., und auch hier ist mit Stefan Vetter aus Gambach ein Naturweinwinzer ganz vorne mit dabei.