Es wird nicht langweilig in der Pfalz! Es ist schon erstaunlich, mit welcher Regelmäßigkeit jedes Jahr neue Namen auftauchen, die uns mit ihren Qualitäten überzeugen können. Erfreulicherweise verteilen sich die Neuvorstellungen über die ganze Pfalz: Dennis Wolf aus Großkarlbach hat uns mit einer kleinen, absolut eigenständigen Kollektion überrascht, auch wenn er leider aus persönlichen Gründen nach den jetzt vorgestellten Weinen erst in einigen Jahren wieder Wein in der Pfalz machen wird, Erpolzheim war bisher ein weißer Fleck auf unserer Pfalzweinkarte, das ändert sich jetzt mit dem Bioweingut Kohl, Karsten Peter aus Bad Dürkheim ist kein Unbekannter, war sowohl mit seinem elterlichen Weingut Castel Peter als auch als Geschäftsführer und Kellermeister des Guts Hermannsberg an der Nahe schon im Buch vertreten, in sein neues Weingut fließen also jede Menge Erfahrung und Können. In der Südpfalz überzeugt Marcel Fischer vom St. Georgenhof in Billigheim-Ingenheim nicht nur mit einer ungewöhnlichen Cuvée aus Chenin Blanc und Sauvignon Blanc, ein paar Kilometer weiter nutzt die Familie Kast in ihrem Kaiserberghof das Potential ihrer guten Lagen an der Ilbesheimer Kalmit und im Kirrweiler Weinhaus Zöller kann sich Junior Felix Zöller im Keller profilieren. Dann ist da noch unsere Entdeckung des Jahres in der Pfalz, das Weingut Stolleis in Neustadt, ein Weingut mit reichlich Tradition, das Hans-Christoph Stolleis, seit er 2021 den Betrieb übernahm, konsequent auf Qualität ausrichtet – mit Erfolg, wie wir meinen. Zudem konnten wir etliche spannende Weingüter, die jeweils mehrere Jahre nicht an unseren Verkostungen teilgenommen hatten, jetzt wieder im Buch begrüßen, zum Teil auch direkt mit Aufwertungen: Krebs aus Freinsheim, das Weingut am Nil in Kallstadt, Jaillet aus Ruppertsberg, Mehling aus Deidesheim, Eugen Wambsganß aus Landau-Nußdorf und Siener aus Birkweiler melden sich alle mit sehr überzeugenden Kollektionen zurück.
Unter den Aufwertungen in der Betriebsbewertung haben in diesem Jahr gleich drei Weingüter den Aufstieg in die Vier-Sterne-Kategorie geschafft. Bei allen freut uns, dass junge Winzer am Werk sind, von denen in der Zukunft noch einiges zu erwarten sein dürfte: In Godramstein setzen Friedrich und Nico Keßler neue Akzente bei den weißen Burgundersorten im immer schon verlässlich guten Weingut Münzberg, Lukas Reinhardt erzeugt in Ruppertsberg nicht nur spannende Rieslinge und sehr gute Sekte und auch Gabriel und Simon Scheuermann in Niederkirchen, sind Allrounder, überzeugen mit Riesling, Chardonnay, Pinot Noir und immer mehr auch mit ihren Sekten. Deshalb küren wir Sie zu unserem Aufsteiger des Jahres in der Pfalz. Die Wahl zum Weingut des Jahres in der Pfalz fiel uns leicht: Kein anderer Betrieb hat in diesem Jahr rundum so überzeugt wie das Weingut Rings aus Freinsheim. Steffen und Andreas Rings haben sich längst nicht nur in der Pfalz, sondern auch bundesweit in der Spitze etabliert. Kein Grund für die Beiden stillzustehen, sondern eher Ansporn, sich immer weiterzuentwickeln – in diesem Jahr unter anderem mit einem faszinierenden Chardonnay und einem enorm beeindruckenden Sekt.