2024 war ein betrüblicher Jahrgang für Sachsens Winzer, der Regen, auch während der Ernte, stellte sie vor große Herausforderungen, aber es waren vor allem die heftigen Frühjahrsfröste, die die größten Sorgen bereiteten und dafür verantwortlich waren, dass die Erntemenge sehr gering ausfiel.
Und diese Frühjahrsfröste sind auch dafür verantwortlich, dass wir in diesem Jahr nur ein einziges Weingut aus dem Anbaugebiet vorstellen, das Weingut Schloss Proschwitz.
Schloss Proschwitz hat überwiegend Weine der Jahrgänge 2023 und 2022 präsentiert, aber mit dem Traminer vom Weingut Schloss Proschwitz auch einen ganz starken 2024er. Lange Zeit hatte man bei Schloss Proschwitz vor allem auf die Burgundersorten gesetzt, und oft waren die Spätburgunder die betriebsinternen Spitzenweine, im weißen Segment oft Weißburgunder und Grauburgunder. Unter neuer Führung wurden neue Weine eingeführt, nicht nur die Traminer vom erwähnten Seusslitzer Closterberg, der vom VDP als Erste Lage klassifiziert wurde, sondern auch die neuen „unexpected“ genannten Weine mit Chardonnay und Scheurebe. Und wir konnten einen Riesling Großes Gewächs Schloss Proschwitz verkosten, der sich zusammen mit dem Traminer an die Spitze des weißen Teils der Kollektion setzt.