Weingut Friedrich Becker

Friedrich Becker begann 1973 mit der Selbstvermarktung. Seit 2005 ist sein Sohn Friedrich Wilhelm Becker jun. im Betrieb und übernahm die Verantwortung im Keller, mittlerweile leitet er das Weingut, die offizielle Betriebsübergabe vom Vater zum Sohn fand im Sommer 2020 statt. Auf 80 Prozent der Weinberge stehen Burgundersorten (einschließlich Chardonnay), dazu kommen Riesling sowie etwas Silvaner, Muskat Ottonel, Gewürztraminer, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Weinberge liegen in Schweigen, teils jenseits der Grenze in Frankreich. Die Beckers erzeugen drei Große Gewächse: Drei Spätburgunder aus den im Sonnenberg gelegenen Gewannen Kammerberg, Sankt Paul und Heydenreich, die allesamt auf der französischen Seite der Grenze liegen und daher nicht als eigenständige Gewanne in die deutsche Weinbergsrolle eingetragen werden können. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz hat deswegen die Verwendung der Gewannnamen auf den Etiketten untersagt, mittlerweile dürfen Sankt Paul und Heydenreich als Weinnamen wieder genannt werden, Kammerberg wird auf den Etiketten weiterhin durch die Aufschrift „zensiert“ unkenntlich gemacht. Im Kammerberg stehen 1,2 Hektar Spätburgunder, 1967 gepflanzt, aus denen das Große Gewächs erzeugt wird, Sankt Paul lag lange brach, wurde in den neunziger Jahren gerodet und neu bepflanzt. Seit dem Jahrgang 2012 ist auch der Heydenreich, der aus einer direkt oberhalb von Sankt Paul gelegenen Gewanne stammt, als Großes Gewächs klassifiziert, vorher kam er als Pinot Noir Tafelwein in den Verkauf. Der Steinwingert stammt ebenfalls aus einer Parzelle auf der französischen Seite des Sonnenbergs, ist von Heydenreich und Sankt Paul durch ein kleines Wäldchen getrennt, der Herrenwingert liegt hingegen auf der deutschen Seite. Seit einigen Jahren gibt es auch einen Pinot Noir-Ortswein aus Schweigen, mit dem Jahrgang 2017 ergänzte erstmals ein Orts-Chardonnay das Sortiment, der wie auch der Chardonnay „Mineral“ aus pfälzischen und elsässischen Weinbergen stammt, der mit dem Jahrgang 2019 neue Orts-Weißburgunder aus Schweigen stammt dagegen nur aus elsässischen Weinbergen.

Kontakt. 

Hauptstraße 29
76889  Schweigen-Rechtenbach

Öffnungszeiten

Fr. 14-16 Uhr, Sa. 12-16 Uhr und nach Vereinbarung

Besitzer

Friedrich Wilhelm Becker

Kellermeister

Friedrich Wilhelm Becker
Pfalz
29 Hektar
keine Angabe

Aktuelle Weine

Chardonnay trocken Schweigen

2021

13,5 %

89

Grauer Burgunder trocken "Kalkmergel"

2022

13 %

89

Petit Rosé

2022

11,5 %

84

Pinot Noir "GG" "Heydenreich"

2020

13,5 %

93

Pinot Noir "GG" "KB"

2020

13,5 %

91+

Pinot Noir "GG" "Sankt Paul"

2020

13,5 %

91+

Pinot Noir trocken Schweigen

2019

13,5 %

88

Riesling trocken "Muschelkalk"

2022

12,5 %

88

Weißer Burgunder trocken "Kalkgestein"

2021

13 %

88

Lagen

Sonnenberg (Schweigen)

Rebsorten

Burgundersorten (80%)
Friedrich Wilhelm Becker
© Weingut Friedrich Becker

Winzer

Friedrich Becker begann 1973 mit der Selbstvermarktung. Seit 2005 ist sein Sohn Friedrich Wilhelm Becker jun. im Betrieb und übernahm die Verantwortung im Keller, mittlerweile leitet er das Weingut, die offizielle Betriebsübergabe vom Vater zum Sohn fand im Sommer 2020 statt. Auf 80 Prozent der Weinberge stehen Burgundersorten (einschließlich Chardonnay), dazu kommen Riesling sowie etwas Silvaner, Muskat Ottonel, Gewürztraminer, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Weinberge liegen in Schweigen, teils jenseits der Grenze in Frankreich. Die Beckers erzeugen drei Große Gewächse: Drei Spätburgunder aus den im Sonnenberg gelegenen Gewannen Kammerberg, Sankt Paul und Heydenreich, die allesamt auf der französischen Seite der Grenze liegen und daher nicht als eigenständige Gewanne in die deutsche Weinbergsrolle eingetragen werden können. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz hat deswegen die Verwendung der Gewannnamen auf den Etiketten untersagt, mittlerweile dürfen Sankt Paul und Heydenreich als Weinnamen wieder genannt werden, Kammerberg wird auf den Etiketten weiterhin durch die Aufschrift „zensiert“ unkenntlich gemacht. Im Kammerberg stehen 1,2 Hektar Spätburgunder, 1967 gepflanzt, aus denen das Große Gewächs erzeugt wird, Sankt Paul lag lange brach, wurde in den neunziger Jahren gerodet und neu bepflanzt. Seit dem Jahrgang 2012 ist auch der Heydenreich, der aus einer direkt oberhalb von Sankt Paul gelegenen Gewanne stammt, als Großes Gewächs klassifiziert, vorher kam er als Pinot Noir Tafelwein in den Verkauf. Der Steinwingert stammt ebenfalls aus einer Parzelle auf der französischen Seite des Sonnenbergs, ist von Heydenreich und Sankt Paul durch ein kleines Wäldchen getrennt, der Herrenwingert liegt hingegen auf der deutschen Seite. Seit einigen Jahren gibt es auch einen Pinot Noir-Ortswein aus Schweigen, mit dem Jahrgang 2017 ergänzte erstmals ein Orts-Chardonnay das Sortiment, der wie auch der Chardonnay „Mineral“ aus pfälzischen und elsässischen Weinbergen stammt, der mit dem Jahrgang 2019 neue Orts-Weißburgunder aus Schweigen stammt dagegen nur aus elsässischen Weinbergen.

Aktuelle Kollektion

Die drei Großen Gewächse vom Spätburgunder verkosten wir immer über mehrere Tage hinweg, da sie jung viel Luft brauchen und noch ganz jugendliche, straffe und feste Tannine besitzen. Aus der Verkostung älterer Jahrgänge wissen wir aber auch, dass die Weine mit einigen Jahren Reifezeit immer harmonischer und faszinierender werden und dass die Tannine mit der Zeit fein abschmelzen. Bei der parallelen Verkostung der drei Weine zeigt sich auch immer wieder, dass der Heydenreich tiefer und vielschichtiger als Sankt Paul und Kammerberg ist, was auch bei den 2020ern wieder deutlich wird: Der Heydenreich zeigt ein komplexes Bouquet mit Noten von Sauer- und Schwarzkirsche, sehr feinem Holz, Kräutern, Minze und Waldboden, am Gaumen besitzt er eine jugendliche Struktur, ist sehr kraftvoll, aber auch elegant, besitzt viel Potential und ist einmal mehr ganz für die Reife gemacht. Der Kammerberg zeigt viel dunkle Kirschfrucht, Minze, feine Krokantwürze und auch dezente mineralische Noten, etwas Eisen, ist im Mund kraftvoll und nachhaltig, aber noch ganz unzugänglich, der Sankt Paul zeigt ebenfalls Schwarzkirsche, Kräuter, Stein, Waldboden und etwas Gummi im Bouquet, besitzt auch am Gaumen klare, dunkle Frucht, eine frische Säure und gutes Potential. Der vierte Pinot Noir, der Schweigener Ortswein, zeigt dunkle Frucht, Schwarzkirsche, Kräuter und etwas Lakritze im Duft, ist kraftvoll und konzentriert mit noch straffen Tanninen. Auch der Schweigener Chardonnay ist zunächst noch leicht verhalten im Bouquet, öffnet sich dann mit Noten von Melone, Blutorange und Ananas, besitzt am Gaumen dezentes Holz, feine Zitrusnoten, Kraft und gute Länge, der hell kupferroséfarbene Grauburgunder Kalkmergel ist offener und präsenter im Bouquet, zeigt Aromen von Birne, Aprikose, Kirsche und hellen Blüten, besitzt auch am Gaumen klare Frucht und Schmelz, ist frisch und nachhaltig. Der Weißburgunder Kalkgestein zeigt im Bouquet, dezentes Holz, dazu Birne, Melone und Ananas und besitzt am Gaumen Schmelz, animierende Zitrusnoten und Frische, der Riesling Muschelkalk zeigt ebenfalls viel klare Frucht mit Noten von Aprikose, Limette und Orangenschale und besitzt am Gaumen herbe Zitrusnoten, guten Säuregrip und Länge. Die kleine verkostete Auswahl wird vom Petit Rosé aus Dornfelder, Acolon und Schwarzriesling komplettiert, der klare rote Frucht zeigt, Johannisbeere, Hagebutte und etwas Zitrusnoten und am Gaumen saftig, schlank, animierend und frisch ist.