Wein- und Sektgut Bernhart

Das Weingut Bernhart in Schweigen an der Grenze zum Elsass wird heute in vierter Generation von Gerd Bernhart geführt, der schon lange für den Keller verantwortlich ist. Sein Vater Willi gab 1971 die bis dahin betriebene Vieh- und Ackerwirtschaft auf, konzentrierte sich als Autodidakt ganz auf den Weinbau und begann mit der Flaschenweinvermarktung. Zwei Drittel der Rebfläche liegen auf elsässischem Boden, darunter auch die beste Parzelle des Weinguts, der Rädling, ein Kernstück des Schweigener Sonnenbergs in einem windgeschützten Seitental mit einer Südost ausgerichteten Hangneigung bis zu 35 Prozent, geprägt von Kalkmergel mit Kalkfelsen im Untergrund. Von hier stammen die beiden Großen Gewächse, die mit „RG“ gekennzeichnet sind, da Bernhart die Verwendung der Bezeichnung Rädling momentan von der Weinkontrolle untersagt ist. Seit dem Jahrgang 2016 gibt es ein drittes Großes Gewächs aus einem weiteren Teilstück des Sonnenbergs, dem direkt oberhalb von Wissembourg gelegenen, nach Süden ausgerichteten Kostert, für den Bernhart die Bezeichnung „KT“ verwendet. Der Boden ist sehr stark vom Kalkstein geprägt, enthält aber auch Ton und Kalkmergel. Mit dem Jahrgang 2018 kam ein viertes Großes Gewächs zum Sortiment dazu, ein Riesling aus dem Sonnenberg. Wichtigste Sorte im Betrieb ist ungewöhnlicherweise der Spätburgunder mit einem Flächenanteil von 26 Prozent, es folgen 18 Prozent Weißburgunder, 15 Prozent Riesling und 10 Prozent Grauburgunder, dazu kommen Chardonnay und Silvaner sowie kleinere Anteile von Auxerrois, Gewürztraminer, Muskateller, Sauvignon Blanc sowie St. Laurent, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Rotweine kommen grundsätzlich ins Holz, teilweise in große Fässer und die besten Partien bis zu 24 Monate in Barriques. Seit dem Jahrgang 2012 (2011 bei den Rotweinen) setzt Gerd Bernhart konsequent das vierstufige VDP-Klassifikationsmodell um.

Kontakt. 

Hauptstraße 8
76889  Schweigen-Rechtenbach

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 9-12:30 + 14-17 Uhr, Sa. 10-16 Uhr

Besonderheiten

Weinstube „Alter Zollberg“

Besitzer

Gerd Bernhart
Pfalz
21 Hektar
130.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Chardonnay trocken "Réserve"

2021

13 %

Grauburgunder trocken "FG" Schweigener Sonnenberg

2022

13,5 %

Grauburgunder trocken "Kalkmergel" Schweigen

2022

13,5 %

Riesling "GG" Sonnenberg

2022

12,5 %

Riesling trocken "Kalkmergel" Schweigen

2022

12,5 %

Spätburgunder "GG" Sonnenberg "KT"

2021

13 %

Spätburgunder "GG" Sonnenberg "RG"

2021

13 %

Spätburgunder trocken "FG" Schweigener Sonnenberg

2021

13,5 %

Spätburgunder trocken "WB" Schweigener Sonnenberg

2021

13 %

Weißburgunder "GG" Sonnenberg "RG"

2022

13,5 %

Lagen

Sonnenberg (Schweigen)
Rädling (Schweigen)
Wormberg (Schweigen)
Finstergasse (Schweigen)
Kostert (Schweigen)

Rebsorten

Spätburgunder (26%)
Riesling (15%)
Weißburgunder (18%)
Grauburgunder (10%)
Chardonnay (5%)
Marius Bernhart & Gerd Bernhart
© Wein- und Sektgut Bernhart

Winzer

Das Weingut Bernhart in Schweigen an der Grenze zum Elsass wird heute in vierter Generation von Gerd Bernhart geführt, der schon lange für den Keller verantwortlich ist. Sein Vater Willi gab 1971 die bis dahin betriebene Vieh- und Ackerwirtschaft auf, konzentrierte sich als Autodidakt ganz auf den Weinbau und begann mit der Flaschenweinvermarktung. Zwei Drittel der Rebfläche liegen auf elsässischem Boden, darunter auch die beste Parzelle des Weinguts, der Rädling, ein Kernstück des Schweigener Sonnenbergs in einem windgeschützten Seitental mit einer Südost ausgerichteten Hangneigung bis zu 35 Prozent, geprägt von Kalkmergel mit Kalkfelsen im Untergrund. Von hier stammen die beiden Großen Gewächse, die mit „RG“ gekennzeichnet sind, da Bernhart die Verwendung der Bezeichnung Rädling momentan von der Weinkontrolle untersagt ist. Seit dem Jahrgang 2016 gibt es ein drittes Großes Gewächs aus einem weiteren Teilstück des Sonnenbergs, dem direkt oberhalb von Wissembourg gelegenen, nach Süden ausgerichteten Kostert, für den Bernhart die Bezeichnung „KT“ verwendet. Der Boden ist sehr stark vom Kalkstein geprägt, enthält aber auch Ton und Kalkmergel. Mit dem Jahrgang 2018 kam ein viertes Großes Gewächs zum Sortiment dazu, ein Riesling aus dem Sonnenberg. Wichtigste Sorte im Betrieb ist ungewöhnlicherweise der Spätburgunder mit einem Flächenanteil von 26 Prozent, es folgen 18 Prozent Weißburgunder, 15 Prozent Riesling und 10 Prozent Grauburgunder, dazu kommen Chardonnay und Silvaner sowie kleinere Anteile von Auxerrois, Gewürztraminer, Muskateller, Sauvignon Blanc sowie St. Laurent, Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Rotweine kommen grundsätzlich ins Holz, teilweise in große Fässer und die besten Partien bis zu 24 Monate in Barriques. Seit dem Jahrgang 2012 (2011 bei den Rotweinen) setzt Gerd Bernhart konsequent das vierstufige VDP-Klassifikationsmodell um.

Aktuelle Kollektion

Gerd Bernhart kennen und schätzen wir seit vielen Jahren als Burgunderspezialisten, aber überraschenderweise steht in diesem Jahr das Riesling Große Gewächs aus dem Sonnenberg an der Spitze seiner Kollektion: 2022 ist der bislang stärkste Jahrgang dieses Weins, er zeigt Noten von gelbem Apfel, Stein, Brotkruste und Schwarztee im komplexen Bouquet und besitzt eine leicht cremige Textur und kräutrige Würze, ist enorm salzig, druckvoll und nachhaltig. Knapp dahinter liegt der insgesamt noch sehr jung wirkende Weißburgunder RG aus dem Sonnenberg, der sich mit etwas Reife noch steigern könnte, er zeigt dezentes Holz, Birne, feine nussige Noten und etwas Zitruswürze im Bouquet, besitzt Kraft und Druck, ist konzentriert, animierend und sehr nachhaltig. Hervorragend sind auch der Chardonnay Réserve, der rauchige Noten, geröstete Haselnüsse, Ananas und Blutorange im Bouquet zeigt und auch am Gaumen noch deutlich vom Holz geprägt ist, gute Substanz, Grip und Länge besitzt, der Weißburgunder WB, der ebenfalls noch deutliche Holzwürze besitzt, kraftvoll und nachhaltig ist und nach Kräutern, hellen Blüten und etwas Ananas duftet und der Grauburgunder FG, der im Bouquet florale Noten, erdige Würze, etwas Birne und Aprikose zeigt und Schmelz, Kraft, Grip und Länge besitzt. Auch bei den Ortsweinen liegt das Niveau sehr hoch, allen voran beim Weißburgunder Kalkmergel, der Birne, florale Noten und etwas Zitruswürze im Duft zeigt und kraftvoll, konzentriert und animierend ist, der hell roséfarbene Grauburgunder Kalkmergel ist etwas dezenter im Bouquet, zeigt Birne, Aprikose und etwas Zitrusnoten, besitzt Kraft und Schmelz und der Riesling Kalkmergel ist im Bouquet noch leicht reduktiv, zeigt etwas Schießpulver und Ananas und besitzt Grip, Druck und Länge. Die beiden Spätburgunder Großen Gewächse bewerten wir in diesem Jahr gleich stark, sie sind elegant und besitzen eine gute Struktur mit einer frischen Säure und noch jugendlichen Tanninen, der KT ist schon etwas offener, besitzt ein charmantes, komplexes Bouquet mit Aromen von Hagebutte, Kräutern, Schwarztee und etwas Gummi und ist sehr nachhaltig, beim RG ist das Holz noch etwas präsenter, er zeigt rauchige Noten, Süßkirsche, Hagebutte, Kräuter und etwas Mokka im Duft und ist ebenfalls sehr nachhaltig. Der Spätburgunder WB zeigt Süß- und Schwarzkirsche, etwas rote Johannisbeeren und Waldboden im Duft, besitzt sehr dezente Holzwürze, ist elegant und frisch, der Spätburgunder FG ist dagegen etwas kräutriger im Bouquet, zeigt etwas Minze, Hagebutte und Sanddorn, ist kraftvoll und frisch.