Weingut Bürgerspital zum Heiligen Geist

Das Bürgerspital wurde 1316 von Johannes und Mergardis von Steren als Spital gegründet, Im Jahr 2016 konnte man also groß feiern – 700 Jahre Bürgerspital. 1321 erhielt man durch Schenkungen die ersten Weinberge. Heute gehört das Bürgerspital zu den größten Weingütern in Deutschland. Seit 2007 führt Robert Haller als Gutsdirektor den Betrieb. Das Gros der Weinberge, fast 80 Hektar, liegt in Würzburg. Fast 30 Hektar besitzt man im Würzburger Stein, die Einzellage Stein-Harfe im Zentrum des Steins gehört dem Bürgerspital im Alleinbesitz. Neben den Würzburger Lagen Innere Leiste, Pfaffenberg und Abtsleite erweitern Weinberge in Randersacker (Teufelskeller, Pfülben, Marsberg), Frickenhausen (Kapellenberg), in Veitshöchheim (Sonnenschein) und in Thüngersheim (Scharlachberg) das Lagenportfolio. Silvaner hat mittlerweile den Riesling als wichtigste Rebsorte überholt, nimmt knapp ein Drittel der Rebfläche ein, es folgt Riesling mit einem Anteil von 27 Prozent, dann kommen die Burgundersorten und Müller-Thurgau, dazu gibt es Scheurebe, Bacchus, Rieslaner und Gewürztraminer. An roten Sorten werden Domina, Blaufränkisch und Spätburgunder angebaut. Mit dem Jahrgang 2012 hat man das Sortiment neu strukturiert in Gutsweine, Ortsweine, Erste Lagen sowie Große Lagen und Premiumweine. Mit dem Jahrgang 2020 gab es eine Änderung: Der Würzburger Stein wird nun ausschließlich als Erste Lage genutzt, für das Große Gewächs, den bisher „Hagemann“ genannten Riesling wird nun die neue Lagenbezeichnung Würzburger Stein-Berg genutzt. Die zweite signifikante Änderung ist, dass es aus jeder großen Lage nun nur noch einen Wein gibt, das heißt aus der Lage Stein-Berg gibt es nur den Riesling, dafür aus der Stein-Harfe nur noch Silvaner und keinen Riesling mehr; ein zweiter Großes Gewächs-Riesling kommt nun aus dem Pfülben. In der Vinifikation wird zunehmend mit Maischestandzeiten, Holzfassausbau und Spontangärung gearbeitet, je nach Wein und Jahrgang in unterschiedlichen Anteilen.

Kontakt. 

Theaterstraße 19
97070  Würzburg

Öffnungszeiten

Mo.-Do. 8-17 Uhr, Fr. 8-15 Uhr; Weinhaus (Ecke Theaterstraße/Semmelstraße) Mo. 9-18 Uhr, Di.-Do. 9-22 Uhr, Fr.-Sa. 9-24 Uhr, So. 11-18 Uhr

Besonderheiten

Bürgerspital-Weinstuben (Pächter: Familie Wiesenegg) täglich 10-24 Uhr

Besitzer

Stiftung des öffentlichen Rechts

Betriebsleiter

Gutsdirektor: Robert Haller

Kellermeister

Karl Brand, Elmar Nun
Franken
120 Hektar
820.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Blaufränkisch "R" trocken Würzburger Stein

2021

13 %

88

Chardonnay trocken Würzburger Stein

2022

12,5 %

89

Gewürztraminer trocken Würzburger Stein

2022

13 %

88

Grauer Burgunder trocken Würzburger Pfaffenberg

2022

13 %

84

Riesling trocken "GG" Randersackerer Pfülben

2022

12,5 %

92

Riesling trocken "GG" Würzburger Stein-Berg

2022

12,5 %

91

Riesling trocken Randersackerer Marsberg

2022

12 %

88

Riesling trocken Würzburger Abtsleite

2022

12 %

87

Riesling trocken Würzburger Stein

2022

12 %

88

Riesling trocken „GG“ Würzburger Stein-Harfe

2019

13 %

91

Lagen

Stein (Würzburg)
Stein-Harfe (Würzburg)
Stein-Berg (Würzburg)
Abtsleite (Würzburg)
Innere Leiste (Würzburg)
Pfaffenberg (Würzburg)
Pfülben (Randersacker)
Teufelskeller (Randersacker)
Marsberg (Randersacker)
Sonnenschein (Veitshöchheim)

Rebsorten

Silvaner (32%)
Riesling (27%)
Burgunder (10%)
Robert Haller & Team
© Weingut Bürgerspital zum Heiligen Geist

Winzer

Das Bürgerspital wurde 1316 von Johannes und Mergardis von Steren als Spital gegründet, Im Jahr 2016 konnte man also groß feiern – 700 Jahre Bürgerspital. 1321 erhielt man durch Schenkungen die ersten Weinberge. Heute gehört das Bürgerspital zu den größten Weingütern in Deutschland. Seit 2007 führt Robert Haller als Gutsdirektor den Betrieb. Das Gros der Weinberge, fast 80 Hektar, liegt in Würzburg. Fast 30 Hektar besitzt man im Würzburger Stein, die Einzellage Stein-Harfe im Zentrum des Steins gehört dem Bürgerspital im Alleinbesitz. Neben den Würzburger Lagen Innere Leiste, Pfaffenberg und Abtsleite erweitern Weinberge in Randersacker (Teufelskeller, Pfülben, Marsberg), Frickenhausen (Kapellenberg), in Veitshöchheim (Sonnenschein) und in Thüngersheim (Scharlachberg) das Lagenportfolio. Silvaner hat mittlerweile den Riesling als wichtigste Rebsorte überholt, nimmt knapp ein Drittel der Rebfläche ein, es folgt Riesling mit einem Anteil von 27 Prozent, dann kommen die Burgundersorten und Müller-Thurgau, dazu gibt es Scheurebe, Bacchus, Rieslaner und Gewürztraminer. An roten Sorten werden Domina, Blaufränkisch und Spätburgunder angebaut. Mit dem Jahrgang 2012 hat man das Sortiment neu strukturiert in Gutsweine, Ortsweine, Erste Lagen sowie Große Lagen und Premiumweine. Mit dem Jahrgang 2020 gab es eine Änderung: Der Würzburger Stein wird nun ausschließlich als Erste Lage genutzt, für das Große Gewächs, den bisher „Hagemann“ genannten Riesling wird nun die neue Lagenbezeichnung Würzburger Stein-Berg genutzt. Die zweite signifikante Änderung ist, dass es aus jeder großen Lage nun nur noch einen Wein gibt, das heißt aus der Lage Stein-Berg gibt es nur den Riesling, dafür aus der Stein-Harfe nur noch Silvaner und keinen Riesling mehr; ein zweiter Großes Gewächs-Riesling kommt nun aus dem Pfülben. In der Vinifikation wird zunehmend mit Maischestandzeiten, Holzfassausbau und Spontangärung gearbeitet, je nach Wein und Jahrgang in unterschiedlichen Anteilen.

Aktuelle Kollektion

Der Würzburger Silvaner ist frisch und süffig – ansonsten wurden ausschließlich Lagenweine präsentiert. Das Erste Lagen-Silvaner-Trio ist wieder stark: Pfaffenberg recht offen, füllig und saftig, mit Struktur und Frische, Innere Leiste reintönig, herrlich eindringlich, saftig und frisch, Stein etwas druckvoller und präziser, ihm gilt unsere leichte Präferenz. Das Riesling-Trio steht den Silvanern nicht nach, der Wein aus der Abtsleite ist fruchtbetont, frisch und zupackend, der Stein ist ein wenig kraftvoller, besitzt Frische und Grip, der sehr würzige Marsberg setzt noch mehr auf Struktur und Grip. Der Weißburgunder vom Stein ist intensiv im Bouquet, frisch und ganz dezent bitter im Mund, der Grauburgunder vom Pfaffenberg ist geradlinig, spannender sind auch bei den anderen Erste Lage-Weißweinen die Stein-Weine: Der Gewürztraminer punktet mit viel Intensität und Konzentration, zeigt Gewürze und Rosen im Bouquet, ist saftig und dominant im Mund bei viel Substanz, der Chardonnay ist fruchtbetont und reintönig, frisch und zupackend, besitzt gute Struktur, Frucht und Grip. Auch die roten Erste Lage-Weine, Jahrgang 2021, sind stark, der Stein-Blaufränkisch ist würzig, kraftvoll, besser gefällt uns in diesem Jahr der Spätburgunder aus dem Sonnenschein, der sehr harmonisch und strukturiert ist – auch der 2018er punktet mit Harmonie und Länge. An der Spitze der Kollektion stehen einmal mehr die Großen Gewächse. Der Silvaner aus der Stein-Harfe ist relativ offen im Bouquet, fruchtbetont, reintönig, ein wenig würzig, er ist füllig im Mund, besitzt viel reife Frucht, Substanz und eine jugendliche Bitternote. Den Riesling aus der Stein-Harfe gibt es ja nicht mehr, was man angesichts des prächtigen 2019er bedauern mag, andererseits begrüßen wir das klare Konzept von Robert Haller. Der Stein-Berg-Riesling ist ebenfalls recht offen und würzig, zeigt gute Konzentration, ist füllig und saftig im Mund, besitzt herrlich viel Frucht, aber auch gute Struktur und Grip. Unsere ganz leichte Präferenz gilt seinem Kollegen aus dem Pfülben, der etwas gelbe Früchte und Pfirsiche im Bouquet zeigt, auch Apfel, ebenfalls viel Substanz und reife Frucht besitzt und einen feinen Zitrusbiss im Finish. Starke Vorstellung!