Weingut Chat Sauvage

Das Weinbauprojekt Chat Sauvage („wilde Katze“) wurde vom Hamburger Unternehmer Günter Schulz ins Leben gerufen und wird heute von Verena Schöttle geleitet, einer jungen Önologin, die zuvor schon den Außenbetrieb leitete und nun die Nachfolge von Michael Städter angetreten hat. Im Jahr 2000 beschloss Günter Schulz seinen eigenen Wein zu produzieren, 2001 wurde aus zugekauften Spätburgundertrauben der erste Wein vinifiziert, gleichzeitig wurden eigene Weinberge gekauft, zwischen Winkel und Lorch. Günter Schulz versteigerte bei Christies einen Großteil seiner Burgunder-Sammlung, mit dem Erlös wurde ein Kellerneubau samt Vinothek inmitten der Weinberge in Johannisberg errichtet, der 2010 bezogen wurde. Die Weinberge liegen im Assmannshäuser Höllenberg, im Rüdesheimer Drachenstein, im Lorcher Kapellenberg sowie im Lorcher Schlossberg und in der Johannisberger Hölle, aber auch im Dachsberg in Winkel und im Assmannshäuser Frankenthal. Im Rüdesheimer Berg Roseneck wurde ein vorher mit Riesling bestockter Weinberg mit Chardonnay neu bepflanzt, im Lorcher Bodental-Steinberg kam ein halber Hektar hinzu, eine Steillage, die mit Spätburgunder bepflanzt wurde. Zwei Drittel der Weinberge befinden sich in Steillagen. Chat Sauvage erinnert eher an ein Gut in Burgund als im Rheingau, denn man konzentriert sich ganz auf Spätburgunder, der vier Fünftel der Rebfläche einnimmt, sowie Chardonnay. Der erste Chardonnay wurde 2006 im Winkeler Dachsberg angepflanzt, später kam Chardonnay im Rüdesheimer Berg Roseneck hinzu. Der Spitzen-Chardonnay „Clos de Schulz“ stammt aus dem Winkeler Dachsberg. Die Weine werden achtzehn Monate in französischen Barriques ausgebaut und ohne Filtration abgefüllt.

Kontakt. 

Hohlweg 23
65366  Geisenheim-Johannisberg

Öffnungszeiten

Do.-So. 12-17 Uhr und nach Vereinbarung

Besitzer

Günter Schulz, Verena Schöttle

Betriebsleiter

Verena Schöttle

Kellermeister

Verena Schöttle

Außenbetrieb

Verena Schöttle
Rheingau
8 Hektar
25.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Pinot Noir "Le Schulz"

2020

14,5 %

92

Pinot Noir Assmannshausen Höllenberg

2020

13,5 %

92

Pinot Noir Johannisberg Hölle

2020

14 %

91

Pinot Noir Lorch Kapellenberg

2020

14 %

90

Pinot Noir Lorch Schlossberg

2020

14 %

93

Pinot Noir Lorch

2020

14,5 %

89

Pinot Noir Rüdesheim Drachenstein

2020

14,5 %

90

Lagen

Dachsberg (Winkel)
Hölle (Johannisberg)
Drachenstein (Rüdesheim)
Höllenberg (Assmannshausen)
Frankenthal (Assmannshausen)
Kapellenberg (Lorch)
Schlossberg (Lorch)

Rebsorten

Spätburgunder (80%)
Chardonnay (20%)
Verena Schöttle
© Weingut Chat Sauvage

Winzer

Das Weinbauprojekt Chat Sauvage („wilde Katze“) wurde vom Hamburger Unternehmer Günter Schulz ins Leben gerufen und wird heute von Verena Schöttle geleitet, einer jungen Önologin, die zuvor schon den Außenbetrieb leitete und nun die Nachfolge von Michael Städter angetreten hat. Im Jahr 2000 beschloss Günter Schulz seinen eigenen Wein zu produzieren, 2001 wurde aus zugekauften Spätburgundertrauben der erste Wein vinifiziert, gleichzeitig wurden eigene Weinberge gekauft, zwischen Winkel und Lorch. Günter Schulz versteigerte bei Christies einen Großteil seiner Burgunder-Sammlung, mit dem Erlös wurde ein Kellerneubau samt Vinothek inmitten der Weinberge in Johannisberg errichtet, der 2010 bezogen wurde. Die Weinberge liegen im Assmannshäuser Höllenberg, im Rüdesheimer Drachenstein, im Lorcher Kapellenberg sowie im Lorcher Schlossberg und in der Johannisberger Hölle, aber auch im Dachsberg in Winkel und im Assmannshäuser Frankenthal. Im Rüdesheimer Berg Roseneck wurde ein vorher mit Riesling bestockter Weinberg mit Chardonnay neu bepflanzt, im Lorcher Bodental-Steinberg kam ein halber Hektar hinzu, eine Steillage, die mit Spätburgunder bepflanzt wurde. Zwei Drittel der Weinberge befinden sich in Steillagen. Chat Sauvage erinnert eher an ein Gut in Burgund als im Rheingau, denn man konzentriert sich ganz auf Spätburgunder, der vier Fünftel der Rebfläche einnimmt, sowie Chardonnay. Der erste Chardonnay wurde 2006 im Winkeler Dachsberg angepflanzt, später kam Chardonnay im Rüdesheimer Berg Roseneck hinzu. Der Spitzen-Chardonnay „Clos de Schulz“ stammt aus dem Winkeler Dachsberg. Die Weine werden achtzehn Monate in französischen Barriques ausgebaut und ohne Filtration abgefüllt.

Aktuelle Kollektion

In den vergangenen Jahren konnten die Weine stets mit ihrer Intensität und Konzentration punkten, die aus Chat Sauvage-Pinots zuverlässige, lagerfähige Rotweine macht. Die Spätburgunder aus dem Jahrgang 2020 weisen recht hohe Alkoholgehalte auf, ähnlich wie zuletzt 2018; doch die Weine kommen fast immer gut damit zurecht. Die Weine sind sehr offensiv und dominant, wirken aber nicht alkoholisch, auch wenn meist 14 oder 14,5 Volumenprozent auf dem Etikett stehen. Der Lorcher Ortswein ist sehr dunkel, kraftvoll und konzentriert, zeigt intensiv Schwarzkirschen im Bouquet, besitzt aber auch eine gute Säurestruktur. Die Lagenweine sind sehr eigenständig und weisen klare Unterschiede auf, alle sind füllig und strukturiert. Der Spätburgunder aus der Johannisberger Hölle ist der saftigste und zugänglichste Lagenwein der Kollektion, obwohl auch er viel Kraft und Intensität besitzt. Er zeigt frische rote Früchte, dunkle Beeren und feine Würze, ist füllig und harmonisch. Der Spätburgunder aus dem Höllenberg zeigt ebenfalls viel Frucht im Bouquet, ganz deutlich schwarze Johannisbeeren, besitzt aber auch viel Würze und kräftige Tannine – ein Rotwein, der durch das Zusammenspiel von Cassisnoten und Grafit sehr typisch für den Höllenberg ist. Der Spätburgunder aus dem Lorcher Kapellenberg zeigt Holunderbeeren und Herzkirschen im Bouquet, ist klar, kraftvoll und strukturiert im Mund. Noch eine Spur mehr Power besitzt der Wein aus dem Rüdesheimer Drachenstein, der kraftvolle Tannine, viel Struktur und gute Fülle besitzt, dunkle Früchte, Brombeeren, Holunderbeeren und viel Grafit im Bouquet zeigt – ein Spätburgunder mit viel Intensität, der jedoch in diesem jugendlichen Stadium aufgrund seines hohen Alkoholgehalts nicht ganz die Eleganz und Finesse früherer Jahrgänge besitzt. „Le Schulz“ besitzt ebenfalls viel Power und Durchschlagskraft, ist wunderbar reintönig, konzentriert und nachhaltig. Der Barriqueausbau ist hier sehr evident, was den Wein rauchig und gewürzduftig macht, ihm eine gute Struktur, viel Intensität und Komplexität verleiht. Noch stärker als „Le Schulz“, der in den vergangenen Jahren immer an der Spitze stand, ist in diesem Jahr der Spätburgunder aus dem Lorcher Schlossberg. Der Wein ist etwas eigenwillig, aber spannend: Stoffig, konzentriert und offensiv einerseits, lebhaft, frisch, präzise, säurebetont und herb andererseits. Neben Grafit, einer expressiven Frucht mit roten Johannisbeeren, Holunder und Sanddorn, kennzeichnet den Wein eine kräftige, im positiven Sinn wilde Säure, wodurch der deutlich vom Barriqueausbau geprägte Wein trotz seiner enormen Substanz, Konzentration und Intensität faszinierend komplex und frisch ist – der Höhepunkt einer Kollektion, die klar auf Konzentration und Reife setzt.