Weingut Dr. Crusius

Die Familie betreibt seit dem 16. Jahrhundert Weinbau in Traisen, das Gutsgebäude stammt aus dem Jahr 1888. Hans Crusius entwickelte den landwirtschaftlichen Mischbetrieb in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum reinen Weingut mit 7,5 Hektar Reben, 1955 wurde die Produktion komplett auf Flaschenweine umgestellt. Sein Sohn Peter Crusius, der heutige Besitzer, erweiterte durch Neuanlagen und Zukäufe das Weingut auf die heutige Größe, hat zuletzt weitere 8 Hektar rund um den Rotenfels hinzubekommen. 70 Prozent der Weinbergsfläche sind vom VDP, dem das Weingut seit 1984 angehört, als „Große Lage“ oder „Erste Lage“ klassifiziert. Die Weinberge befinden sich in den Traiser Lagen Bastei, die Peter Crusius nun zu zwei Dritteln gehört (rotes Porphyrverwitterungsgestein) und Rotenfels (Porphyrverwitterungsböden) mit der Gewanne Mühlberg, in Schlossböckelheim im Felsenberg (bis zu 60 Prozent steiler Südhang mit schwarz-grauem Melaphyr-Vulkangestein) und in der Kupfergrube (schwarz-graues Melaphyr-Vulkangestein mit hohem Feinerde und Gesteinsanteil), im Norheimer Kirschheck (graue Schieferverwitterung mit Sandeinlagerungen) sowie im Niederhäuser Felsensteyer (Gehängelehmboden mit hohem Schieferanteil). Crusius baut gut zur Hälfte Riesling an, hinzu kommen an weißen Rebsorten Weißburgunder, Grauburgunder, Auxerrois, Chardonnay und Müller-Thurgau, auf 10 Prozent der Fläche stehen die roten Rebsorten Spätburgunder, Frühburgunder und Schwarzriesling. Die Weine werden teils spontan, teils mit Reinzuchthefen vergoren, teils im Edelstahl und teils im Holz ausgebaut. Peter Crusius und seine Frau Birgitta werden mittlerweile von ihren Töchtern Judith und Rebecca im Betrieb unterstützt, Judith kümmert sich um Marketing, Export und Vertrieb, Rebecca ist 2019 in das Weingut eingestiegen, hatte zuvor in Geisenheim Önologie studiert und bei den Weingütern Max Müller, Dreissigacker, Georg Breuer und Poplar Grove im kanadischen Okanagan Valley gearbeitet.

Kontakt. 

Hauptstraße 2
55595  Traisen

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung Mo.-Fr. 9-12 Uhr + 13.30 – 17.00 Uhr, Sa. 10-16 Uhr

Besitzer

Dr. Peter Crusius

Betriebsleiter

Dr. Peter Crusius & Rebecca Crusius

Kellermeister

Dr. Peter Crusius & Rebecca Crusius
Nahe
22 Hektar
120.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "GG" Felsenberg

2022

12,5 %

Riesling "GG" Kupfergrube

2022

12,5 %

Riesling "GG" Mühlberg

2022

12,5 %

Riesling Auslese Kirschheck

2022

7 %

Riesling trocken "GG" Bastei

2022

12,5 %

Riesling trocken "Top of the Rock"

2022

12,5 %

Riesling trocken "Vom Fels" Traisen

2022

12,5 %

Riesling trocken Norheimer in der Kirschheck

2022

12,5 %

Riesling trocken Traiser Rotenfels

2022

12,5 %

Weißburgunder Chardonnay trocken "RC"

2022

13 %

Lagen

Bastei (Traisen)
Rotenfels (Traisen)
Mühlberg (Traisen)
Felsenberg (Schlossböckelheim)
Kupfergrube (Schlossböckelheim)
Kirschheck (Norheim)
Felsensteyer (Niederhausen)

Rebsorten

Riesling (55%)
weiße Burgunder (35%)
rote Sorten (10%)
Rebecca & Peter Crusius
© Weingut Dr. Crusius

Winzer

Die Familie betreibt seit dem 16. Jahrhundert Weinbau in Traisen, das Gutsgebäude stammt aus dem Jahr 1888. Hans Crusius entwickelte den landwirtschaftlichen Mischbetrieb in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum reinen Weingut mit 7,5 Hektar Reben, 1955 wurde die Produktion komplett auf Flaschenweine umgestellt. Sein Sohn Peter Crusius, der heutige Besitzer, erweiterte durch Neuanlagen und Zukäufe das Weingut auf die heutige Größe, hat zuletzt weitere 8 Hektar rund um den Rotenfels hinzubekommen. 70 Prozent der Weinbergsfläche sind vom VDP, dem das Weingut seit 1984 angehört, als „Große Lage“ oder „Erste Lage“ klassifiziert. Die Weinberge befinden sich in den Traiser Lagen Bastei, die Peter Crusius nun zu zwei Dritteln gehört (rotes Porphyrverwitterungsgestein) und Rotenfels (Porphyrverwitterungsböden) mit der Gewanne Mühlberg, in Schlossböckelheim im Felsenberg (bis zu 60 Prozent steiler Südhang mit schwarz-grauem Melaphyr-Vulkangestein) und in der Kupfergrube (schwarz-graues Melaphyr-Vulkangestein mit hohem Feinerde und Gesteinsanteil), im Norheimer Kirschheck (graue Schieferverwitterung mit Sandeinlagerungen) sowie im Niederhäuser Felsensteyer (Gehängelehmboden mit hohem Schieferanteil). Crusius baut gut zur Hälfte Riesling an, hinzu kommen an weißen Rebsorten Weißburgunder, Grauburgunder, Auxerrois, Chardonnay und Müller-Thurgau, auf 10 Prozent der Fläche stehen die roten Rebsorten Spätburgunder, Frühburgunder und Schwarzriesling. Die Weine werden teils spontan, teils mit Reinzuchthefen vergoren, teils im Edelstahl und teils im Holz ausgebaut. Peter Crusius und seine Frau Birgitta werden mittlerweile von ihren Töchtern Judith und Rebecca im Betrieb unterstützt, Judith kümmert sich um Marketing, Export und Vertrieb, Rebecca ist 2019 in das Weingut eingestiegen, hatte zuvor in Geisenheim Önologie studiert und bei den Weingütern Max Müller, Dreissigacker, Georg Breuer und Poplar Grove im kanadischen Okanagan Valley gearbeitet.

Aktuelle Kollektion

Der Riesling Vom Fels bietet einen stimmigen Einstieg in eine Riesling-Kollektion mit kräftigen, würzigen Charakteren. Er ist aromatisch, saftig, frisch und griffig. Der Riesling aus dem Rotenfels wirkt dagegen strukturierter, entwickelt Würze und Kühle, besitzt Substanz und eine feine Salzigkeit, bleibt zurückhaltend, deutet seine Fülle nur an, wird sich in der Flasche aber fein weiterentwickeln. Ganz anders im Charakter ist der offene und geradlinige Riesling aus der Kirschheck, sehr saftig, zeigt rote Äpfel und weißen Pfirsich, ist mild, dezent schalenwürzig, lang. Harmonisch, füllig und sehr aromatisch, schlägt der Top of the Rock Riesling die Brücke zu den Großen Gewächsen, ist würzig, offenbart eine gewisse Opulenz, ohne dabei an Tiefe zu missen. Die Spitzenrieslinge sind wieder sehr konzentriert, zeigen hohes Niveau – mit spürbaren Unterschieden. Das Große Gewächs aus dem Mühlberg duftet einladend nach Cassis und reifen Quitten, besitzt Fülle, Kraft und würzige Länge, ein sehr attraktiver Riesling, für den jungen Genuss. Sehr saftig, dabei mineralisch unterlegt, ist das Große Gewächs aus dem Schlossböckelheimer Felsenberg, aber noch etwas reserviert. Das liegt auch am griffigen Schalenbiss, der sich im Nachhall bemerkbar macht. Man spürt die Kraft, die dieser würzige Riesling besitzt – etwas Flaschenreife wird ihm guttun. Das gilt noch mehr für das Große Gewächs aus der Schlossböckelheimer Kupfergrube: Griffig, kompakt und frisch, zeigt es mit etwas Luft reife rote Äpfel und frische Zitrusfrüchte, ist sehr animierend, auch wenn im Nachhall die Phenole derzeit noch etwas trocknend nachwirken, der Wein bietet eindringliche Mineralität und würzigen Grip, auch hier ist etwas Geduld gefragt. Nach tropischen Früchten und süßen Äpfeln duftet das Große Gewächs aus der Traiser Bastei, ist satt, mild und würzig, reif und cremig bei dezenter Süße, Länge und Nachhall, zeigt sich in echter Frühform. Der Weißburgunder Chardonnay RC duftet nach Haselnüssen und weißem Steinobst, ist geschliffen, changiert zwischen reifer, saftiger Frucht und feiner Würze, er besitzt Struktur und gute Länge. Cremig und von würzigem Saft strotzend, ist der Weißburgunder Kaffel schon sehr präsent, er besitzt Frische und feine Länge. Den Abschluss der Kollektion bildet die satte rotbeerige Auslese aus der Norheimer Kirchheck, ihr Spiel von süßen und herben Aromen ist animierend, sie besitzt würzigen Schalenbiss und feine Zitrusaromen im Nachhall.