Weingut Jürgen Ellwanger

Weinbau wird schon seit dem 16. Jahrhundert in der Familie betrieben, das heutige Weingut Ellwanger wurde 1949 von Gottlob Ellwanger gegründet. Jürgen Ellwanger vergrößerte den Betrieb und machte das Gut über Württemberg hinaus bekannt, war als Mitglied der 1986 gegründeten Hades-Gruppe einer der Pioniere des Barriqueausbaus in Deutschland. Heute führen seine Söhne Jörg und Felix Ellwanger den Betrieb. Die Weinberge verteilen sich auf mehrere Gemeinden im Rems­tal. Wichtigste Lagen sind Winterbacher Hungerberg, Grunbacher Berghalde und Klingle, Hebsacker Lichtenberg und Schnai­ter Altenberg, auch in Beutelsbach (Altenberg) und in Schorndorf (Grafenberg) besitzen die Ellwangers Weinberge. Die Ellwangers bauen zu 65 Prozent rote Sorten an, vor allem Lemberger, Trollinger und Spätburgunder, aber auch Zweigelt, Merlot (dem Hauptbestandteil im Nicodemus) und Syrah, sowie etwas Samtrot, Dornfelder, Regent, Cabernet Dorsa und Muskat-Trollinger. Mit Abstand wichtigste weiße Rebsorte ist Riesling, dazu gibt es Weißburgunder, Grauburgunder, Kerner und Chardonnay, seit einigen Jahren auch Sauvignon Blanc. Der Riesling aus dem Schnaiter Altenberg und der Weißburgunder aus dem Winterbacher Hungerberg, erstmals 2015 erzeugt, bilden zusammen mit den Hades-Weinen wie dem Grauburgunder und dem Nikodemus Candidus, einer Cuvée aus Kerner und Chardonnay, die Spitze des weißen Segments. An der Spitze des roten Segments stehen die Großen Gewächse aus den Gewannen Linnenbrunnen und Berg im Hebsacker Lichtenberg, Spätburgunder (den früher erzeugten Hades-Spätburgunder gab es zuletzt 2009) und Lemberger, sowie Hades-Rotweine wie Lemberger, Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, und natürlich den Klassiker Nicodemus, eine Cuvée aus Merlot, Lemberger und Cabernet. Wenn es der Jahrgang erlaubt, werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt, Eisweine und/oder Trockenbeerenauslesen.

Kontakt. 

Bachstraße
73650  Winterbach

Öffnungszeiten

Di.-Fr. 9-12 + 15-19 Uhr, Sa. 9-15 Uhr und nach Vereinbarung

Besitzer

Jörg & Felix Ellwanger
Württemberg
27 Hektar
200.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Grauburgunder trocken "Hades"

2021

13 %

Lemberger "GG" Hebsacker Berg

2021

13,5 %

Lemberger trocken "Hades"

2019

13 %

Merlot trocken "Hades"

2019

14 %

Riesling "GG" Schnaiter Altenberg

2022

13 %

Riesling trocken Winterbach

2022

12,5 %

Sauvignon Blanc trocken

2022

12,5 %

Spätburgunder "GG" "Linnenbrunnen" Hebsacker Lichtenberg

2020

13 %

Weißburgunder "GG" Winterbacher Hungerberg

2021

13 %

Weißburgunder „GG“ Winterbacher Hungerberg

2017

12,5 %

Lagen

Hungerberg (Winterbach)
Altenberg (Schnait)
Linnenbrunnen (Hebsack)
Berg (Hebsack)
Berghalde (Grunbach)
Altenberg (Beutelsbach)

Rebsorten

Riesling (20%)
Trollinger (15%)
Lemberger (15%)
Spätburgunder (10%)
Weißburgunder (10%)
Grauburgunder (10%)
Zweigelt (10%)
Kerner (5%)
Merlot (5%)
Jürgen, Jörg & Felix Ellwanger
© Weingut Jürgen Ellwanger

Winzer

Weinbau wird schon seit dem 16. Jahrhundert in der Familie betrieben, das heutige Weingut Ellwanger wurde 1949 von Gottlob Ellwanger gegründet. Jürgen Ellwanger vergrößerte den Betrieb und machte das Gut über Württemberg hinaus bekannt, war als Mitglied der 1986 gegründeten Hades-Gruppe einer der Pioniere des Barriqueausbaus in Deutschland. Heute führen seine Söhne Jörg und Felix Ellwanger den Betrieb. Die Weinberge verteilen sich auf mehrere Gemeinden im Rems­tal. Wichtigste Lagen sind Winterbacher Hungerberg, Grunbacher Berghalde und Klingle, Hebsacker Lichtenberg und Schnai­ter Altenberg, auch in Beutelsbach (Altenberg) und in Schorndorf (Grafenberg) besitzen die Ellwangers Weinberge. Die Ellwangers bauen zu 65 Prozent rote Sorten an, vor allem Lemberger, Trollinger und Spätburgunder, aber auch Zweigelt, Merlot (dem Hauptbestandteil im Nicodemus) und Syrah, sowie etwas Samtrot, Dornfelder, Regent, Cabernet Dorsa und Muskat-Trollinger. Mit Abstand wichtigste weiße Rebsorte ist Riesling, dazu gibt es Weißburgunder, Grauburgunder, Kerner und Chardonnay, seit einigen Jahren auch Sauvignon Blanc. Der Riesling aus dem Schnaiter Altenberg und der Weißburgunder aus dem Winterbacher Hungerberg, erstmals 2015 erzeugt, bilden zusammen mit den Hades-Weinen wie dem Grauburgunder und dem Nikodemus Candidus, einer Cuvée aus Kerner und Chardonnay, die Spitze des weißen Segments. An der Spitze des roten Segments stehen die Großen Gewächse aus den Gewannen Linnenbrunnen und Berg im Hebsacker Lichtenberg, Spätburgunder (den früher erzeugten Hades-Spätburgunder gab es zuletzt 2009) und Lemberger, sowie Hades-Rotweine wie Lemberger, Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, und natürlich den Klassiker Nicodemus, eine Cuvée aus Merlot, Lemberger und Cabernet. Wenn es der Jahrgang erlaubt, werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt, Eisweine und/oder Trockenbeerenauslesen.

Aktuelle Kollektion

Drei Weißweine aus dem Jahrgang 2022 konnten wir in diesem Jahr verkosten. Der Sauvignon Blanc ist frisch und fruchtbetont im Bouquet, klar und geradlinig im Mund. Der Winterbacher Riesling ist ebenfalls sehr geradlinig, frisch und lebhaft, hat viel Biss. Auch der Riesling Großes Gewächs stammt aus dem Jahrgang 2022, kommt allerdings nicht aus Winterbach, sondern aus Schnait: Der Altenberg-Riesling ist sehr würzig und eindringlich im Bouquet, zeigt viel reife Frucht, ist frisch und zupackend, reintönig, besitzt feine süße Frucht und Grip. Aus dem Winterbacher Hungerberg und dem Jahrgang 2021 stammt der Weißburgunder Großes Gewächs, zeigt gute Konzentration und viel reife Frucht, gelbe Früchte, ist füllig und saftig im Mund, besitzt gute Struktur und Substanz; prächtige Form präsentiert auch der 2017er, der kompakt und noch jugendlich ist bei guter Komplexität. Gute Substanz und viel Konzentration besitzt der Hades-Grauburgunder, ist aber allzu sehr vom Holz geprägt. Der 2021er Zweigelt ist reintönig, etwas floral, besitzt feine Frische, Frucht und Biss. Der 2020er Hades-Zweigelt ist sehr offen im Bouquet, zeigt rote und dunkle Früchte, ist füllig und saftig bei reifer süßer Frucht. Deutlich tanninbetonter sind die 2019er Hades-Rotweine. Der Lemberger zeigt viel Intensität, Gewürze, viel reife Frucht, ist füllig und stoffig im Mund, besitzt Kraft, viel reife Frucht und Substanz. Viel Intensität und eindringliche Gewürznoten zeigt der Merlot im Bouquet, er besitzt im Mund ebenfalls viel Fülle, Kraft, reife Frucht und Substanz. Der stoffigste unter den Hades-Rotweinen, aber auch derjenige mit den kräftigsten Tanninen ist der 24 Monate im neuen Barrique ausgebaute Nicodemus, eine Cuvée aus Merlot, Cabernet und Lemberger, zeigt gute Konzentration im Bouquet, viel reife Frucht, etwas Vanille, ist füllig und stoffig im Mund, besitzt reife Frucht, Substanz und derzeit noch ein wenig harte Tannine; dass dies nicht so bleiben muss, zeigt der kraftvolle, immer noch sehr jugendliche 2017er. Vom Lemberger gibt es nicht nur den Hades-Wein aus dem Jahrgang 2019, sondern auch das zwei Jahre jüngere Große Gewächs aus dem Hebsacker Berg, das ebenfalls kräftige Tannine besitzt, reife Frucht, gute Struktur, Fülle und Kraft, im Bouquet sich sehr offen und intensiv zeigt. Der Spätburgunder Großes Gewächs stammt aus dem westlich von der Gewanne Berg liegenden Linnenbrunnen, ist ebenfalls offen im Bouquet, zeigt rote Früchte, ist klar und zupackend, besitzt gute Struktur, Tannine und Grip.