Weingut Grans-Fassian

Gerhard Grans übernahm 1982 das Weingut von seinem Vater Matthias, vergrößerte den Betrieb von damals 4 Hektar deutlich und begann mit der Selbstvermarktung, sein Vater hatte nur für den Eigenverbrauch Flaschen abgefüllt. Er verfügt über Weinberge in einigen der besten Lagen der mittleren Mosel: Die Leiwener Laurentiuslay ist eine südwest-exponierte Steillage gegen­über von Leiwen mit tiefgründigem, verwittertem Grauschieferboden; die Apotheke, gegenüber von Trittenheim gelegen, ist eine Steillage mit grau-blauem Schiefergestein; der Dhroner Hofberg, in einem Seitental zwischen Trittenheim und Piesport gelegen, ist eine steile Südlage mit rötlichem Schiefergestein; das Piesporter Goldtröpfchen ist eine Südlage mit grau-blauem Schieferverwitterungsboden, der mit Quarz und Mineralien durchsetzt ist. Knapp die Hälfte der Fläche liegt in diesen Steillagen, dazu ist Grans im Trittenheimer Altärchen und im Leiwener Klostergarten vertreten. Neben dem dominierenden Riesling baut Gerhard Grans ein wenig Weißburgunder und Grauburgunder an. Tochter Catherina hat mit dem Jahrgang 2016 die Nachfolge des Vaters angetreten, was die Verantwortung für die Weinproduktion angeht, und übernahm 2018 auch die Leitung des Gutes. Das Gut verfügt heute über eine Rebfläche von 13 Hektar. Als Kellermeister firmiert Catherina Grans. 2011 hatte sie erstmals einen eigenen Wein kreiert, als „Steiles Stück“ bezeichnet, der von 90 Jahre alten Reben in der Laurentiuslay stammt. Catherina Grans studierte in Geisenheim, hat inzwischen die Ausbildung zum European Master of Science in Viticulture & Enology mit einem Studium in Frankreich und Portugal abgeschlossen. Das Programm ist auch weiterhin überschaubar. Im trockenen Teil des Sortiments gibt es den „Mineralschiefer“ genannten Gutsriesling, sein Pendant im feinherben Bereich nennt sich mittlerweile „Flussterrassen“, die Alten Reben von über 50 Jahre alten Reben in der Laurentiuslay sowie seit 2005 Große Gewächse, inzwischen sind es vier – aus Laurentiuslay, Apotheke, Goldtröpfchen und Hofberg. Für die trockenen Rieslinge wird nur absolut gesundes Lesegut verwendet, je nach Jahrgang wird mit mehr oder weniger langer Maischestandzeit gearbeitet, die Moste werden bei 20 bis 25 Grad vergoren, die Weine werden ohne Schwefel recht lange auf der Hefe ausgebaut. Süß und edelsüß erzeugt Catherina Grans, so es der Jahrgang erlaubt, die ganze Bandbreite von Kabinett und Spätlese über Auslese bis hin zur Trockenbeerenauslese.

Kontakt. 

Römerstraße 28
54340  Leiwen

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Besitzer

Catharina Grans

Kellermeister

Catharina Grans
Mosel
13 Hektar
100.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling Auslese Trittenheim Apotheke

2022

8 %

91

Riesling Kabinett Trittenheim Apotheke

2022

8,5 %

88

Riesling trocken "Alte Reben" Leiwen

2022

12,5 %

89

Riesling trocken "GG" Dhron Hofberg

2022

12,5 %

90

Riesling trocken "GG" Leiwen Laurentiuslay

2022

12,5 %

90

Riesling trocken "GG" Piesport Goldtröpfchen

2022

12,5 %

91

Riesling trocken "GG" Trittenheim Apotheke

2022

12,5 %

92

Riesling trocken "Mineralschiefer"

2022

12 %

85

Weißer Burgunder trocken

2022

12,5 %

85

Lagen

Laurentiuslay (Leiwen)
Apotheke (Trittenheim)
Goldtröpfchen (Piesport)
Hofberg (Dhron)

Rebsorten

Riesling (88%)
Weißburgunder (10%)
Grauburgunder (2%)
Gerhard & Catherina Grans
© Weingut Grans-Fassian

Winzer

Gerhard Grans übernahm 1982 das Weingut von seinem Vater Matthias, vergrößerte den Betrieb von damals 4 Hektar deutlich und begann mit der Selbstvermarktung, sein Vater hatte nur für den Eigenverbrauch Flaschen abgefüllt. Er verfügt über Weinberge in einigen der besten Lagen der mittleren Mosel: Die Leiwener Laurentiuslay ist eine südwest-exponierte Steillage gegen­über von Leiwen mit tiefgründigem, verwittertem Grauschieferboden; die Apotheke, gegenüber von Trittenheim gelegen, ist eine Steillage mit grau-blauem Schiefergestein; der Dhroner Hofberg, in einem Seitental zwischen Trittenheim und Piesport gelegen, ist eine steile Südlage mit rötlichem Schiefergestein; das Piesporter Goldtröpfchen ist eine Südlage mit grau-blauem Schieferverwitterungsboden, der mit Quarz und Mineralien durchsetzt ist. Knapp die Hälfte der Fläche liegt in diesen Steillagen, dazu ist Grans im Trittenheimer Altärchen und im Leiwener Klostergarten vertreten. Neben dem dominierenden Riesling baut Gerhard Grans ein wenig Weißburgunder und Grauburgunder an. Tochter Catherina hat mit dem Jahrgang 2016 die Nachfolge des Vaters angetreten, was die Verantwortung für die Weinproduktion angeht, und übernahm 2018 auch die Leitung des Gutes. Das Gut verfügt heute über eine Rebfläche von 13 Hektar. Als Kellermeister firmiert Catherina Grans. 2011 hatte sie erstmals einen eigenen Wein kreiert, als „Steiles Stück“ bezeichnet, der von 90 Jahre alten Reben in der Laurentiuslay stammt. Catherina Grans studierte in Geisenheim, hat inzwischen die Ausbildung zum European Master of Science in Viticulture & Enology mit einem Studium in Frankreich und Portugal abgeschlossen. Das Programm ist auch weiterhin überschaubar. Im trockenen Teil des Sortiments gibt es den „Mineralschiefer“ genannten Gutsriesling, sein Pendant im feinherben Bereich nennt sich mittlerweile „Flussterrassen“, die Alten Reben von über 50 Jahre alten Reben in der Laurentiuslay sowie seit 2005 Große Gewächse, inzwischen sind es vier – aus Laurentiuslay, Apotheke, Goldtröpfchen und Hofberg. Für die trockenen Rieslinge wird nur absolut gesundes Lesegut verwendet, je nach Jahrgang wird mit mehr oder weniger langer Maischestandzeit gearbeitet, die Moste werden bei 20 bis 25 Grad vergoren, die Weine werden ohne Schwefel recht lange auf der Hefe ausgebaut. Süß und edelsüß erzeugt Catherina Grans, so es der Jahrgang erlaubt, die ganze Bandbreite von Kabinett und Spätlese über Auslese bis hin zur Trockenbeerenauslese.

Aktuelle Kollektion

Wie immer ist das Programm dieses Weinguts sehr überschaubar, leicht verständlich und vergleichsweise zugänglich. Was nicht bedeutet, dass die Weine einfach gestrickt wären, sondern lediglich, dass man hier seinen Stil gefunden hat und auf Experimente verzichtet. Geradlinig und frisch präsentiert sich der Mineralschiefer-Wein, der Einstieg in das Sortiment der trockenen Rieslinge. Saftig wirkt in diesem Jahr der Weiße Burgunder: er ist schlank und kühl, wirkt nicht puristisch, ist aber schön zugänglich. Dann ein Klassiker, der die Brücke schlägt zwischen Einstiegsweinen und Großen Gewächsen: Der Alte-Reben-Riesling wirkt schon recht offen, ist fest, aber nicht unnahbar, saftig, besitzt viel Substanz. Dann die nicht weniger als vier Großen Gewächse, von denen wir den Eindruck haben, dass sie sich deutlicher voneinander unterscheiden als in den Vorjahren. Der Riesling aus der Laurentiuslay wirkt duftig und offen, der Wein ist im Mund schön saftig, vibrierend, relativ zugänglich und überdurchschnittlich würzig. Verhaltener wirkt der Riesling aus der Apotheke, bei dem eine helle, recht kühle Hefenote dominant ist; dieser Wein ist fest, straff, hat Zug und eine durchaus kernige Säure, wirkt angenehm trocken, wenngleich nicht puristisch, hat von allen vorgestellten Weinen wohl am meisten Potenzial. Eine etwas dunklere Hefenote weist der Hofberg-Wein auf, der im Mund noch sehr verschlossen wirkt und fest ist, auch Würze und Grip aufweist; die Frucht ist im Hintergrund versteckt. Der Goldtröpfchen-Riesling wirkt sehr straight und straff, zeigt sich kaum; es ist gut möglich, dass er sich ähnlich gut entwickeln wird wie der Apotheke-Riesling. Das süße Segment beschränkt sich auf den Kabinettwein und eine Auslese, die beide überzeugen und beide aus der Trittenheimer Apotheke stammen. Der erste Wein ist offen, zeigt Noten von Kernobst, aber auch einen Hauch von schwarzen Beeren, ist eher elegant als rassig. Die Auslese wirkt reifer mit Noten von Aprikose und kandiertem Apfel, ist leicht cremig und sehr elegant.