Weingut Fritz Haag

Oliver Haag hat das Weingut 2005 von seinem Vater Wilhelm übernommen, führt es heute zusammen mit Ehefrau Jessica. Er hatte seine Lehre bei Dönnhoff und beim Karthäuserhof gemacht, dann in Geisenheim studiert, anschließend war er fast fünf Jahre Betriebsleiter des Rheingauer Wegeler-Gutes, bevor er zurück an die Mosel kam. Sein Vater Wilhelm Haag hatte den Betrieb seit den fünfziger Jahren geführt, dem Gut zu internationalem Renommee verholfen. Oliver Haag kümmert sich selbst um die Vinifikation, Nico Rieb ist für den Außenbetrieb zuständig. Oliver Haags Weinberge, sind vor allem mit Riesling bepflanzt – allerdings gibt es auch eine kleine Menge Weißburgunder –, liegen in den besten Lagen von Brauneberg, in der Juffer und in der Juffer-Sonnenuhr, dem Herzstück der Juffer. Die Weine werden mit den natürlichen Hefen vergoren und teils im Holz, teils im Edelstahl ausgebaut. Im trockenen Segment gibt es Gutswein und Ortswein, an der Spitze standen lange die beiden Großen Gewächse aus Juffer und Juffer-Sonnenuhr, inzwischen sind weitere dazugekommen. Einerseits der Riesling aus dem Falkenberg der Juffer-Sonnenuhr, andererseits ein Wein aus dem Kestener Paulinshofberg, inzwischen wurde auch ein Großes Gewächs aus dem Monzeler Kätzchen vorgestellt. Im feinherben Segment gibt es ebenfalls Guts- und Ortswein, dazu einen Wein aus der Juffer. Auch wenn die trockenen Weine zunehmend an Bedeutung und an Profil gewinnen, sind es doch die restsüßen Rieslinge, für die das Weingut weltweit bekannt ist, vor allem für seine immer wieder großartigen Serien von Spät- und Auslesen; zur Differenzierung der Auslesen werden die Top-Selektionen als Goldkapsel oder lange Goldkapsel gekennzeichnet.

Kontakt. 

Dusemonder Straße 44
54472  Brauneberg

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Besitzer

Oliver Haag

Kellermeister

Oliver Haag

Außenbetrieb

Nico Rieb
Mosel
27 Hektar
175.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "feinherb" Brauneberger Juffer

2022

12 %

91

Riesling "feinherb"

2022

11 %

86

Riesling "Tradition" Brauneberger

2022

11,5 %

89

Riesling Auslese Brauneberger Juffer

2022

7,5 %

93

Riesling Auslese Brauneberger Juffer-Sonnenuhr

2022

7,5 %

94

Riesling Auslese Goldkapsel Brauneberger Juffer

2022

7,5 %

95

Riesling Auslese Goldkapsel Brauneberger Juffer-Sonnenuhr

2022

7,5 %

95

Riesling Kabinett Brauneberger Juffer

2022

8 %

90

Riesling Kabinett Brauneberger Juffer-Sonnenuhr

2022

8 %

92

Riesling Spätlese "#14" Brauneberger Juffer-Sonnenuhr

2022

7,5 %

94

Lagen

Juffer-Sonnenuhr (Brauneberg)
Juffer (Brauneberg)
Paulinshofberg (Kesten)
Kätzchen (Monzel)

Rebsorten

Riesling (98%)
Weißburgunder (2%)
Oliver Haag
© Weingut Fritz Haag

Winzer

Oliver Haag hat das Weingut 2005 von seinem Vater Wilhelm übernommen, führt es heute zusammen mit Ehefrau Jessica. Er hatte seine Lehre bei Dönnhoff und beim Karthäuserhof gemacht, dann in Geisenheim studiert, anschließend war er fast fünf Jahre Betriebsleiter des Rheingauer Wegeler-Gutes, bevor er zurück an die Mosel kam. Sein Vater Wilhelm Haag hatte den Betrieb seit den fünfziger Jahren geführt, dem Gut zu internationalem Renommee verholfen. Oliver Haag kümmert sich selbst um die Vinifikation, Nico Rieb ist für den Außenbetrieb zuständig. Oliver Haags Weinberge, sind vor allem mit Riesling bepflanzt – allerdings gibt es auch eine kleine Menge Weißburgunder –, liegen in den besten Lagen von Brauneberg, in der Juffer und in der Juffer-Sonnenuhr, dem Herzstück der Juffer. Die Weine werden mit den natürlichen Hefen vergoren und teils im Holz, teils im Edelstahl ausgebaut. Im trockenen Segment gibt es Gutswein und Ortswein, an der Spitze standen lange die beiden Großen Gewächse aus Juffer und Juffer-Sonnenuhr, inzwischen sind weitere dazugekommen. Einerseits der Riesling aus dem Falkenberg der Juffer-Sonnenuhr, andererseits ein Wein aus dem Kestener Paulinshofberg, inzwischen wurde auch ein Großes Gewächs aus dem Monzeler Kätzchen vorgestellt. Im feinherben Segment gibt es ebenfalls Guts- und Ortswein, dazu einen Wein aus der Juffer. Auch wenn die trockenen Weine zunehmend an Bedeutung und an Profil gewinnen, sind es doch die restsüßen Rieslinge, für die das Weingut weltweit bekannt ist, vor allem für seine immer wieder großartigen Serien von Spät- und Auslesen; zur Differenzierung der Auslesen werden die Top-Selektionen als Goldkapsel oder lange Goldkapsel gekennzeichnet.

Aktuelle Kollektion

Der trockene Basisriesling als Einstieg ins 2022er Sortiment begeistert mit Frische, Anklängen an Apfel und Kräuter sowie beachtlicher Struktur, ist spannender und macht mehr Spaß als so mancher an der Mosel erzeugte trockene Lagenwein. Deutlich mehr Würznoten in der Nase weist der J genannte Wein aus Brauneberg auf, er ist fest, straff, vibrierend. Dann die Großen Gewächse. Der Wein aus der Juffer zählt gewiss zu den spannendsten trockenen Weinen der Mosel in diesem Jahrgang, ist offen und leicht hefig mit feinen Kernobstnoten, zupackend, leicht salzig und kräuterwürzig. Die Juffer-Sonnenuhr ist verschlossener in der Nase, im Mund noch etwas salziger, präziser, zeigt sich aber derzeit nicht ganz, dürfte sich mit großer Wahrscheinlichkeit ausgezeichnet entwickeln. Duftig ist der Paulinshofberg, fein, verspielt – ein eigenständiger, sehr feiner Stil, auch wenn dieser Wein nicht ganz so nachhaltig ausfällt wie die beiden zuvor genannten Rieslinge. Verschlossen wirkt derzeit der Riesling aus dem Monzeler Kätzchen, der sich allerdings sehr gut entwickeln wird: Die Anlangen sind jedenfalls da, der Wein ist straff und würzig, sehr präzise und lang. Herrlich saftig fällt der Traditionsriesling aus; er besitzt eine sehr offene Frucht und lediglich einen Hauch von Süße, der kaum zu spüren ist. Noch etwas komplexer wirkt der feinherbe Juffer-Riesling. Wunderschön kühl und fein ist der Kabinettriesling aus der Juffer, der Einstieg in das süße Sortiment des Gutes. Dieser Wein zeigte eine sehr offene, komplexe, insgesamt kühle Aromatik mit Noten von Pfirsich, Mirabellen und Hefe. Kräuteriger wirkt der enorm komplexe, rassige Versteigerungskabinett aus der Juffer-Sonnenuhr. Unter den zwei vorgestellten Spätlesen aus der Juffer-Sonnenuhr einen Favoriten zu finden, ist schwierig; die Nuancen zwischen den beiden Weinen sind gering, beide besitzen eine bemerkenswerte geschmackliche Präzision; etwas kühler, eleganter und zugänglicher als diese beiden ist die Juffer-Spätlese. Auch die vier vorgestellten Auslesen rangieren auf einem sehr hohen Niveau. Die Juffer-Auslese ist zupackend, der Vertreter der Juffer-Sonnenuhr ein klein wenig rassiger; beide besitzen eine immer noch kühl wirkende Frucht mit Anklängen an frische Pfirsiche, aber auch Nuancen von getrocknetem Apfel und Kräuternoten. Es handelt sich um wunderschön klare, feine, nachhaltige Auslesen. Ihre Goldkapsel-Pendants sind deutlich cremiger, die Frucht ist bereits in der Nase reifer, aber es dominieren auch hier die frischen Fruchtnoten und eine straffe, animierende Art im Mund.