Weingut Karl Haidle

Moritz Haidle setzt neue Akzente und hat entscheidende Veränderungen in die Wege geleitet, seit er den Betrieb übernommen hat. Karl Haidle begann 1949 mit damals einem halben Hektar Reben mit der Selbstvermarktung. Hans Haidle, der den Betrieb 1968 mit damals eineinhalb Hektar übernahm, hat zusammen mit Ehefrau Susanne die Rebfläche vergrößert und das Weingut als Spitzen-Betrieb in Württemberg etabliert. Sohn Moritz hat in Geisenheim studiert, Praktika im Inland, aber auch in Australien, Kalifornien und Burgund absolviert. Er stellt die alten Stettener Einzellagen wieder in den Vordergrund und in Stetten liegen schließlich auch die meisten seiner Weinberge. Pulvermächer, Häder und Lindhälder wurden 1971 als Einzellagen in die Lagenrolle eingetragen, andere wie Berge, Gehrnhalde oder Stäudlen aber nicht. Neben Weinbergen in Stetten besitzt er auch Reben in Schnait, Strümpfelbach und Endersbach. Wichtigste Rebsorte ist Riesling, der inzwischen die mehr als die Hälfte der Weinberge einnimmt. Lemberger nimmt als wichtigste rote Rebsorte heute ein Viertel der Fläche ein. Dazu gibt es Spätburgunder, Trollinger und Kerner sowie internationale Rebsorten wie Chardonnay und Cabernet Sauvignon. Seit 2014 werden die Weinberge zertifiziert biologisch bewirtschaftet, seit 2020 zertifiziert biodynamisch (Demeter). Die Rieslinge vergärt Moritz Haidle wieder in den alten, traditionellen Holzfässern und lässt sie deutlich länger auf der Hefe. Bei den Rotweinen strebt er einen etwas dezenteren Holzeinsatz und niedrigere Alkoholwerte an. An der Spitze des Sortiments stehen die Großen Gewächse: Der Riesling aus dem Pulvermächer und die beiden Lemberger aus Gehrnhalde und Berge, der Spätburgunder aus der Burghalde wird nicht mehr erzeugt, ebenso der Mönchberg-Weißburgunder. Dahinter folgen inzwischen drei Erste Lage-Rieslinge (Häder, Stäudlen, Lindhälder) und derzeit ein Erste Lage-Lemberger (Häder). Wenn es der Jahrgang erlaubt, werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt.

Kontakt. 

Hindenburgstraße 21
71394  Kernen-Stetten

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 9-12 + 13-18 Uhr, Sa. 9-15 Uhr

Besitzer

Moritz Haidle

Betriebsleiter

Moritz Haidle

Kellermeister

Moritz Haidle

Außenbetrieb

Werner Kuhnle
Württemberg
20 Hektar
120.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Lemberger "GG" Berge Stetten

2021

13,5 %

92

Lemberger "GG" Gehrnhalde Stetten

2021

13 %

92

Lemberger trocken "Kalk & Ton"

2022

12 %

86

Lemberger trocken Stetten

2021

12,5 %

89

Lemberger trocken Stettener Häder

2021

12,5 %

90

Riesling "GG" Stettener Pulvermächer

2021

12,5 %

92

Riesling Spätlese Stettener Pulvermächer

2022

9,5 %

88

Riesling trocken "Ritzling"

2022

11 %

85

Riesling trocken Stetten

2022

12,5 %

88

Riesling trocken Stettener Häder

2021

12,5 %

89

Lagen

Pulvermächer (Stetten)
Mönchberg (Stetten)
Gehrnhalde (Stetten)
Berge (Stetten)
Häder (Stetten)
Lindhälder (Stetten)
Stäudlen (Stetten)
Burghalde (Schnait)

Rebsorten

Riesling (60%)
Lemberger (25%)
Andere Rebsorten (15%)
Moritz (links) & Hans Haidle
© Andreas Durst

Winzer

Moritz Haidle setzt neue Akzente und hat entscheidende Veränderungen in die Wege geleitet, seit er den Betrieb übernommen hat. Karl Haidle begann 1949 mit damals einem halben Hektar Reben mit der Selbstvermarktung. Hans Haidle, der den Betrieb 1968 mit damals eineinhalb Hektar übernahm, hat zusammen mit Ehefrau Susanne die Rebfläche vergrößert und das Weingut als Spitzen-Betrieb in Württemberg etabliert. Sohn Moritz hat in Geisenheim studiert, Praktika im Inland, aber auch in Australien, Kalifornien und Burgund absolviert. Er stellt die alten Stettener Einzellagen wieder in den Vordergrund und in Stetten liegen schließlich auch die meisten seiner Weinberge. Pulvermächer, Häder und Lindhälder wurden 1971 als Einzellagen in die Lagenrolle eingetragen, andere wie Berge, Gehrnhalde oder Stäudlen aber nicht. Neben Weinbergen in Stetten besitzt er auch Reben in Schnait, Strümpfelbach und Endersbach. Wichtigste Rebsorte ist Riesling, der inzwischen die mehr als die Hälfte der Weinberge einnimmt. Lemberger nimmt als wichtigste rote Rebsorte heute ein Viertel der Fläche ein. Dazu gibt es Spätburgunder, Trollinger und Kerner sowie internationale Rebsorten wie Chardonnay und Cabernet Sauvignon. Seit 2014 werden die Weinberge zertifiziert biologisch bewirtschaftet, seit 2020 zertifiziert biodynamisch (Demeter). Die Rieslinge vergärt Moritz Haidle wieder in den alten, traditionellen Holzfässern und lässt sie deutlich länger auf der Hefe. Bei den Rotweinen strebt er einen etwas dezenteren Holzeinsatz und niedrigere Alkoholwerte an. An der Spitze des Sortiments stehen die Großen Gewächse: Der Riesling aus dem Pulvermächer und die beiden Lemberger aus Gehrnhalde und Berge, der Spätburgunder aus der Burghalde wird nicht mehr erzeugt, ebenso der Mönchberg-Weißburgunder. Dahinter folgen inzwischen drei Erste Lage-Rieslinge (Häder, Stäudlen, Lindhälder) und derzeit ein Erste Lage-Lemberger (Häder). Wenn es der Jahrgang erlaubt, werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt.

Aktuelle Kollektion

Moritz Halde konzentriert sich ganz auf Riesling und Lemberger, andere Weine stellt er nicht mehr vor. Und er wartet auch in diesem Jahr mit einer Neuerung auf: Nach Häder und dem vor zwei Jahren eingeführten Stäudlen gibt es nun einen dritten Erste Lage-Riesling aus Stetten, einen Riesling aus der Lage Lindhälder. Die drei – alle drei aus dem Jahrgang 2021 – liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Der Lindhälder ist würzig, sehr offen, zeigt etwas rauchige Noten, ist frisch, klar, präzise und zupackend im Mund, der Wein aus dem Stäudlen ist sehr eindringlich und intensiv, besitzt Frische und Grip, gute Struktur und Druck, der Häder-Riesling ist der saftigste der drei Weine, zeigt gute Konzentration und viel reife Frucht, ist im Bouquet recht offen, im Mund präsentiert er sich wie seine Kollegen noch recht kompakt und verschlossen. Der Ritzling genannte Gutsriesling ist frisch, lebhaft und geradlinig, der Stettener Ortswein besitzt dann schon deutlich mehr Substanz, ist würzig und eindringlich, zeigt gute Konzentration und viel reife Frucht, ist füllig, saftig, strukturiert; beide stammen aus dem Jahrgang 2022. Aus diesem Jahrgang stammt auch die Pulvermächer-Spätlese, die leicht rauchig ist, füllig, kompakt, etwas verschlossen. An der Spitze des weißen Teils der Kollektion steht wie gewohnt der Riesling Großes Gewächs aus dem Pulvermächer, der im Jahrgang 2021 sehr würzig und eindringlich im Bouquet ist, relativ offen, viel reife Frucht zeigt, etwas Pfirsich, gelbe Früchte, im Mund sich dann überraschend frisch und präzise präsentiert, zupackend, zurückhaltend in der Frucht, mit etwas Zitrus im Hintergrund. Der Basis-Lemberger trägt nun den Zusatz „Kalk & Ton“, er ist frisch, fruchtbetont, lebhaft und zupackend. Deutlich anders ist der Stettener Lemberger, zeigt feine rauchige Noten, gute Konzentration, intensive Frucht, ist im Mund dann ebenfalls frisch und zupackend, wunderschön reintönig, strukturiert. Der Häder-Lemberger zeigt intensive Frucht im herrlich eindringlichen, reintönigen Bouquet, besitzt Frische und Kraft, Zug und Grip. Der Lemberger Berge zeigt etwas Weihrauch im Bouquet, intensive Holzwürze, ist fruchtbetont, zupackend, strukturiert, deutlich vom Holz geprägt bei kräftigen Tanninen. Der Wein von der Gehrnhalde zeigt intensive Frucht, dunkle Früchte, Kräuter, auch Kirschen, ist frisch, klar und zupackend, besitzt gute Struktur, Grip und eine ganz dezente Bitternote im Abgang. Etwas Flaschenreife wird beiden noch guttun.