Weingut Hees

Im Auener Tal, im Hinterland der Nahe, gibt es eine Weinbautradition, die 6 Jahrhunderte zurückreicht. Auch die Geschichte der Familie Hees geht weit zurück, betreibt sie dort doch schon seit neun Generationen Weinbau; gegründet wurde das Familienweingut 1824. Neben dem Landhotel und Restaurant, das die Familie heute unter der Leitung von Mutter Anita und Vater Guido Hees betreibt, waren die Weinberge für lange Zeit immer nur ein kleinerer Teil des Betriebs. Kurz nach der Übernahme des Weingutes durch Sohn Marcus im Jahr 2007 fiel der Startschuss für die Erweiterung der Weinbergsflächen: Büsche und Bäume mussten weichen, damit dort wieder Reben Platz finden konnten. So rekultivierte Marcus Hees viele alte, steile Weinberge rund um Auen, die im Laufe der Zeit brachgefallen waren. Heute umfasst das Weingut 11 Hektar, dazu gehören seit Anfang der 2010er Jahre auch Weinberge in den berühmten Monzinger Lagen Frühlingsplätzchen und Halenberg, die eine perfekte Ergänzung zu den kühlen und sehr hochgelegenen Lagen im Auener Tal bieten. In den Auener Lagen Römerstich und Kaulenberg gedeihen die Riesling- und Weißburgunderreben in steilen Lagen auf Sandstein- und Tonschieferböden. Die Ernte erfolgt erst sehr spät, die Weine werden schonend vinifiziert und sehr lange auf der Hefe gelagert, das verleiht ihnen einen kühlen, straffen Charakter, der sie in der Jugend recht verschlossen erscheinen lässt, so dass sich, vor allem für die Lagenweine, etwas Flaschenreife empfiehlt. Das Weingut hat sich qualitativ und stilistisch immer weiterentwickelt und ist so in der Spitze der Region angekommen. Das Sortiment ist übersichtlich und klar strukturiert, unterteilt sich bei den trockenen Weißweinen in drei Stufen: Die Gutsweine, die mit dem Namen Steingewann bezeichnet sind, der sich von einem althergebrachten Namen für bestimmte Weinbergsparzellen ableitet; die Weine aus Ortslagen, die Auener Höhe heißen, die Trauben für diese Weine stammen aus den besten Weinbergen rund um Auen; aus dem Auener Römerstich und dem Halenberg kommen die beiden trockenen Spitzenrieslinge. Der Römerstich ist immer recht würzig und kraftvoll, besitzt feinen Schmelz, der Halenberg ist kompakt und komplex, zeigt sehr typischen Lagencharakter; mineralische Spannkraft und Finesse zeichnet beide aus.

Kontakt. 

Zur feuchten Ecke 6
55569  Auen

Öffnungszeiten

Mo.+Fr. 9-17 Uhr, Sa. 9-13 Uhr und nach Vereinbarung

Besonderheiten

Landgasthof „Zum Jäger aus Kurpfalz“ (12 Gästezimmer, Gastronomie)

Besitzer

Marcus Hees

Betriebsleiter

Marcus Hees

Kellermeister

Marcus Hees

Außenbetrieb

Marcus Hees
Nahe
11 Hektar
70.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling Kabinett Auener Römerstich

2022

8 %

89

Riesling Spätlese Auener Römerstich

2022

8 %

89

Riesling trocken "Steingewann"

2022

12 %

86

Riesling trocken Auener Höhe

2022

12 %

88

Riesling trocken Auener Römerstich

2022

12,5 %

90

Riesling trocken Monzinger Halenberg

2022

12,5 %

91+

Weißburgunder trocken "Steingewann"

2022

12,5 %

86

Weißburgunder trocken Auener Höhe

2022

12,5 %

88

Lagen

Römerstich (Auen)
Halenberg (Monzingen)

Rebsorten

Riesling (55%)
Weißburgunder (10%)
Spätburgunder (10%)
Marcus Hees
© Weingut Hees

Winzer

Im Auener Tal, im Hinterland der Nahe, gibt es eine Weinbautradition, die 6 Jahrhunderte zurückreicht. Auch die Geschichte der Familie Hees geht weit zurück, betreibt sie dort doch schon seit neun Generationen Weinbau; gegründet wurde das Familienweingut 1824. Neben dem Landhotel und Restaurant, das die Familie heute unter der Leitung von Mutter Anita und Vater Guido Hees betreibt, waren die Weinberge für lange Zeit immer nur ein kleinerer Teil des Betriebs. Kurz nach der Übernahme des Weingutes durch Sohn Marcus im Jahr 2007 fiel der Startschuss für die Erweiterung der Weinbergsflächen: Büsche und Bäume mussten weichen, damit dort wieder Reben Platz finden konnten. So rekultivierte Marcus Hees viele alte, steile Weinberge rund um Auen, die im Laufe der Zeit brachgefallen waren. Heute umfasst das Weingut 11 Hektar, dazu gehören seit Anfang der 2010er Jahre auch Weinberge in den berühmten Monzinger Lagen Frühlingsplätzchen und Halenberg, die eine perfekte Ergänzung zu den kühlen und sehr hochgelegenen Lagen im Auener Tal bieten. In den Auener Lagen Römerstich und Kaulenberg gedeihen die Riesling- und Weißburgunderreben in steilen Lagen auf Sandstein- und Tonschieferböden. Die Ernte erfolgt erst sehr spät, die Weine werden schonend vinifiziert und sehr lange auf der Hefe gelagert, das verleiht ihnen einen kühlen, straffen Charakter, der sie in der Jugend recht verschlossen erscheinen lässt, so dass sich, vor allem für die Lagenweine, etwas Flaschenreife empfiehlt. Das Weingut hat sich qualitativ und stilistisch immer weiterentwickelt und ist so in der Spitze der Region angekommen. Das Sortiment ist übersichtlich und klar strukturiert, unterteilt sich bei den trockenen Weißweinen in drei Stufen: Die Gutsweine, die mit dem Namen Steingewann bezeichnet sind, der sich von einem althergebrachten Namen für bestimmte Weinbergsparzellen ableitet; die Weine aus Ortslagen, die Auener Höhe heißen, die Trauben für diese Weine stammen aus den besten Weinbergen rund um Auen; aus dem Auener Römerstich und dem Halenberg kommen die beiden trockenen Spitzenrieslinge. Der Römerstich ist immer recht würzig und kraftvoll, besitzt feinen Schmelz, der Halenberg ist kompakt und komplex, zeigt sehr typischen Lagencharakter; mineralische Spannkraft und Finesse zeichnet beide aus.

Aktuelle Kollektion

Das ist die bisher stärkste Kollektion, die wir von Marcus Hees verkosten konnten, der sich in den letzten Jahren stilistisch und qualitativ immer weiter an die Nahe-Spitze herangepirscht hat. Der Jahrgang 2022 bringt einen weiteren Schritt voran, eine weitere spürbare Verfeinerung des Profils. Die Qualitätsstufen bauen, wie in den Vorjahren, vollkommen schlüssig aufeinander auf. Alle Weine sind reduktiv ausgebaut, sind kühl und feingliedrig, haben gerade in der Spitze viel Reifepotenzial, sind konzentriert, dabei sehr ausgewogen und frisch. Der animierende Riesling Steingewann zeigt das sofort: Seine packende Saftigkeit von reifen Zitrusfrüchten, gepaart mit griffiger Gerbstoffwürze und Säure wirkt animierend, er endet mild und zart würzig. Attraktiv saftig und animierend ist auch der Weißburgunder Steingewann, bei ihm sind die Schalenaromen noch stärker ausgeprägt und strukturgebend. Die beiden Vertreter aus der Auener Höhe bringen eine klare Steigerung. Beim Weißburgunder macht sich das im zart nussigen Schmelz bemerkbar, würzig mild, von frischen Akzenten belebt, bleibt dieser ausgewogene Burgunder immer präzise und zupackend bis in den Nachhall, er wird mit ein wenig Flaschenreife noch an Komplexität zulegen. Geschliffen und geradlinig ist der strukturierte Riesling Auener Höhe, bietet packende Saftigkeit von reifen Birnen und Zitrusfrüchten, ist griffig und frisch, lang und nachhaltig, macht Lust auf mehr. Die Spitze der Kollektion bilden die Rieslinge aus Römerstich und Halenberg. Der Römerstich Riesling ist würzig, kraftvoll und schalenwürzig, konzentriert und enorm saftig, dabei immer frisch, noch etwas unruhig, ein wenig Flaschenreife wird ihm noch guttun. Beeindruckt sind wir vom Halenberg, der die namhafte Konkurrenz in dieser Toplage nicht zu scheuen braucht, verfügt er doch über Kraft und Tiefe, ist schalenwürzig durch und durch, entwickelt druckvolle Gaumenpräsenz, bleibt intensiv und mineralisch fokussiert bis in den langen Nachhall. Die beiden fruchtigen Rieslinge komplettieren die Kollektion, der Kabinett ist eigentlich eine kleine Spätlese, ist reif und saftig, dabei geradlinig, würzig und herrlich animierend. Die konzentrierte rotbeerige Spätlese kommt eher wie eine kleine Auslese daher, ist immens saftig, zupackend und würzig, endet pointiert frisch.