Weingut Höfler

Seit 1924 baut die Familie Wein in Michelbach an, als die Brüder Josef und Richard Höfler brachliegende Weinberge neu bepflanzten. Die nächste Generation, Karl und Irmgard Höfler, erweiterte die Rebfläche, errichtete einen neuen Hof mit Weinkeller und stellte nach und nach von Fasswein- auf Flaschenweinvermarktung um. Seit 1984 wird das Weingut von Edeltraud und Bernd Höfler geführt, inzwischen werden sie im Betrieb von Sohn Johannes unterstützt, der in Geisenheim studierte und praktische Erfahrungen unter anderem in Südafrika sammelte. Ihre Weinberge liegen hauptsächlich in Michelbach in den beiden Lagen Apostelgarten (der nicht flurbereinigt ist und seit 1985 unter Denkmalschutz steht) und Steinberg, sowie im Hörsteiner Abtsberg und in Wörth am Main. Die Reben wachsen in Michelbach und Hörstein, am Westrand des Spessarts, auf Quarzitschiefer, Gneis und Lössböden mit einem hohen Anteil an Mineralien. Riesling nimmt gut ein Drittel der Rebfläche ein, dazu gibt es Müller-Thurgau, Silvaner, Bacchus, Weiß- und Grauburgunder und ein wenig Gewürztraminer, sowie die roten Sorten Spätburgunder, Domina und Schwarzriesling; inzwischen ergänzt Chardonnay den Rebsortenspiegel. 2018 wurde mit der Umstellung auf biologischen Weinbau begonnen, Johannes Höfler möchte die Weinberge zukünftig nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaften. Das Sortiment ist vierstufig gegliedert in Gutsweine, Ortsweine (die überwiegend aus Michelbach stammen, hinzu kommen jeweils ein Riesling aus Hörstein und Wörth am Main), Erste Lage-Weine aus dem Michelbacher Steinberg (Silvaner, Riesling, Chardonnay, Schwarzriesling und Spätburgunder) sowie Große Gewächse aus dem Michelbacher Apostelgarten; dies ist derzeit ein einziger Wein, ein Riesling, der erst im zweiten Jahr nach der Ernte auf den Markt kommt. 2samkeit ist ein Projekt von Johannes Höfler und Ina Didinger, der Spätburgunder kommt aus Michelbach, der Riesling vom Mittelrhein. Obstbrände ergänzen das Sortiment.

Kontakt. 

Albstädter Straße 1
63755  Alzenau-Michelbach

Öffnungszeiten

Di.-Fr. 9-12:30 + 14-18 Uhr, Sa. 9-14:30 Uhr

Besitzer

Edeltraud & Bernd Höfler

Kellermeister

Stefan Kunkel & Johannes Höfler
Franken
11 Hektar
60.000-75.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Chardonnay trocken Michelbacher Steinberg

2021

12,5 %

90

Grauburgunder trocken Michelbach

2022

12,5 %

88

Rieslaner Kabinett Michelbach

2022

11 %

86

Riesling trocken "GG" Michelbacher Apostelgarten

2021

12,5 %

92

Riesling trocken Michelbach

2022

12,5 %

86

Riesling trocken Michelbacher Steinberg

2022

12,5 %

90

Riesling trocken „GG“ Michelbacher Apostelgarten

2015

13 %

92

Riesling trocken

2022

11,5 %

85

Schwarzriesling Blanc de Noir trocken Michelbach

2022

12,5 %

86

Schwarzriesling trocken Michelbach

2021

13,5 %

88

Lagen

Apostelgarten (Michelbach)
Steinberg (Michelbach)

Rebsorten

Riesling (35%)
Müller-Thurgau (20%)
Silvaner (12%)
Spätburgunder (8%)
Bacchus (7%)
Domina (6%)
Schwarzriesling (6%)
Weißburgunder (3%)
Grauburgunder (3%)
© Weingut Höfler/Foto: Ida Didinger

Winzer

Seit 1924 baut die Familie Wein in Michelbach an, als die Brüder Josef und Richard Höfler brachliegende Weinberge neu bepflanzten. Die nächste Generation, Karl und Irmgard Höfler, erweiterte die Rebfläche, errichtete einen neuen Hof mit Weinkeller und stellte nach und nach von Fasswein- auf Flaschenweinvermarktung um. Seit 1984 wird das Weingut von Edeltraud und Bernd Höfler geführt, inzwischen werden sie im Betrieb von Sohn Johannes unterstützt, der in Geisenheim studierte und praktische Erfahrungen unter anderem in Südafrika sammelte. Ihre Weinberge liegen hauptsächlich in Michelbach in den beiden Lagen Apostelgarten (der nicht flurbereinigt ist und seit 1985 unter Denkmalschutz steht) und Steinberg, sowie im Hörsteiner Abtsberg und in Wörth am Main. Die Reben wachsen in Michelbach und Hörstein, am Westrand des Spessarts, auf Quarzitschiefer, Gneis und Lössböden mit einem hohen Anteil an Mineralien. Riesling nimmt gut ein Drittel der Rebfläche ein, dazu gibt es Müller-Thurgau, Silvaner, Bacchus, Weiß- und Grauburgunder und ein wenig Gewürztraminer, sowie die roten Sorten Spätburgunder, Domina und Schwarzriesling; inzwischen ergänzt Chardonnay den Rebsortenspiegel. 2018 wurde mit der Umstellung auf biologischen Weinbau begonnen, Johannes Höfler möchte die Weinberge zukünftig nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaften. Das Sortiment ist vierstufig gegliedert in Gutsweine, Ortsweine (die überwiegend aus Michelbach stammen, hinzu kommen jeweils ein Riesling aus Hörstein und Wörth am Main), Erste Lage-Weine aus dem Michelbacher Steinberg (Silvaner, Riesling, Chardonnay, Schwarzriesling und Spätburgunder) sowie Große Gewächse aus dem Michelbacher Apostelgarten; dies ist derzeit ein einziger Wein, ein Riesling, der erst im zweiten Jahr nach der Ernte auf den Markt kommt. 2samkeit ist ein Projekt von Johannes Höfler und Ina Didinger, der Spätburgunder kommt aus Michelbach, der Riesling vom Mittelrhein. Obstbrände ergänzen das Sortiment.

Aktuelle Kollektion

Eine durch und durch stimmige Kollektion präsentieren die Höflers auch mit dem neuen Jahrgang. Schon der Riesling Gutswein ist sehr gut, ist frisch, fruchtbetont und würzig, zeigt etwas Zitrus und Apfel, ist lebhaft und zupackend bei feiner Frucht und Grip. Der Michelbacher Ortsriesling ist würzig und eindringlich, ein klein wenig fülliger als der Gutswein. Frisch und würzig ist der Michelbacher Silvaner im Bouquet, klar und zupackend im Mund. Der Schwarzriesling Blanc de Noir ist fruchtbetont und offen im Bouquet, zeigt feine Würze, etwas Kirschen im Hintergrund, ist klar und zupackend im Mund, besitzt feine Frucht und Grip. Unser Favorit unter den Ortsweinen ist der Grauburgunder, der würzig und eindringlich ist, reintönige Frucht besitzt, gute Struktur, Druck und Frische. Es folgen drei Erste Lage-Weißweine vom Michelbacher Steinberg. Der Silvaner, Jahrgang 2022, ist wunderschön reintönig und sehr offen im Bouquet, füllig und saftig im Mund, besitzt viel Substanz und Länge. Der Chardonnay, Jahrgang 2021, zeigt feine rauchige Noten im Bouquet, klare reife Frucht, ist frisch und zupackend im Mund, besitzt gute Struktur und Grip, schöne Präzision. Besonders spannend ist der Riesling vom Steinberg, Jahrgang 2022, er ist würzig, konzentriert und herrlich eindringlich im Bouquet, zeigt reintönige Frucht, ist klar, frisch und zupackend im Mund, enorm druckvoll, besitzt viel Frucht und Grip. Nachdem es witterungsbedingt, unter anderem wegen Hagel, zwei Jahre keinen Riesling Großes Gewächs Apostelgarten gab, folgt nun der Jahrgang 2021 auf den Jahrgang 2018. Der Wein ist rauchig und konzentriert im Bouquet, zeigt viel Würze, ist füllig und stoffig im Mund, besitzt reife Frucht, gute Struktur, Frische und Grip – 2015 präsentiert sich derzeit in blendender Form. Restsüße Weine spielen nur eine Außenseiterrolle im Betrieb, der Rieslaner Kabinett ist fruchtbetont, wunderschön reintönig, lebhaft und zupackend. Deutlich wichtiger sind die Rotweine. Der Michelbacher Schwarzriesling ist intensiv fruchtig und frisch, zeigt etwas Kirschen, rote Früchte, ist lebhaft und zupackend im Mund, besitzt Struktur und Grip. Gleichauf sehen wir den Spätburgunder 2samkeit, der ebenfalls wunderschön reintönig, intensiv und fruchtbetont im Bouquet ist, klar, geradlinig und zupackend im Mund.