Weingut von Hövel

Das Weingut befindet sich seit mehr als zwei Jahrhunderten, genau gesagt seit dem Jahr 1803, im Besitz der Familie und wird seit 2010 von Maximilian von Kunow in der siebten Generation geführt. Noch mehr Tradition findet sich unter der Erde. Der Gewölbekeller, in dem die Weine reifen, stammt aus dem 12. Jahrhundert und kündet von der langen Geschichte des Weinbaus in dieser Region. Nicht zuletzt Eberhard von Kunow machte den Betrieb international bekannt, er galt viele Jahre als einer der renommiertesten Winzer der Saar. Sein Sohn tut es ihm gleich, ist seit dem Jahrgang 2010 für die Weinproduktion verantwortlich, wird von seiner Frau Carina unterstützt. Der erfahrene Önologe Wolfgang Mertes, der lange als Kellermeister beim Weingut Reichsgraf von Kesselstatt tätig war und an der Ruwer eigene Weine keltert, amtiert inzwischen gemeinsam mit von Kunow als Betriebsleiter und Kellermeister. Stolze 22 Hektar Rebfläche sind vorhanden, darunter befinden sich nicht weniger als zwei Monopollagen: die Oberemmeler Hütte und der Kanzemer Hörecker, ein im Kanzemer Altenberg gelegenes Filetstück. Eine andere Lage sollte allerdings nicht vergessen werden: Der Scharzhofberger sorgt immer wieder für kraftvolle und dennoch filigrane Weine der Kategorie Großes Gewächs oder edelsüße Rieslinge bis hinauf zur Trockenbeerenauslese. Neu hinzugekommen ist die alte, sehr renommierte, aber bei vielen Verbrauchern kaum bekannte Lage Raul in Oberemmel. Außer Riesling werden auch Weiß- und Spätburgunder angebaut. Traditionelle Holzfässer spielen eine wichtige Rolle in der Weinerzeugung.

Kontakt. 

Agritiusstraße 5-6
54329  Konz-Oberemmel

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 8:30-17 Uhr, Weinproben nach Vereinbarung

Besitzer

Maximilian von Kunow

Betriebsleiter

Maximilian von Kunow, Wolfgang Mertes

Kellermeister

Maximilian von Kunow, Wolfgang Mertes
Mosel
22 Hektar
140.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "feinherb" Saar

2022

11 %

86

Riesling "GG" Kanzemer Hörecker

2022

11,5 %

92

Riesling "GG" Oberemmeler Hütte

2022

12 %

91+

Riesling "GG" Scharzhofberger

2022

12 %

92+

Riesling Auslese Oberemmeler Hütte

2022

7,5 %

91

Riesling Kabinett Oberemmeler Hütte

2022

7,5 %

89

Riesling Kabinett Scharzhofberger

2022

7,5 %

90

Riesling Kanzemer Hörecker

2022

11,5 %

91

Riesling Oberemmeler Hütte

2022

10,5 %

90

Riesling Scharzhofberger

2022

10,5 %

89

Lagen

Hütte (Oberemmel)
Scharzhofberger
Hörecker (Kanzem)
Raul (Oberemmel)

Rebsorten

Riesling (85%)
Weißburgunder
Spätburgunder
Max von Kunow
© Weingut von Hövel

Winzer

Das Weingut befindet sich seit mehr als zwei Jahrhunderten, genau gesagt seit dem Jahr 1803, im Besitz der Familie und wird seit 2010 von Maximilian von Kunow in der siebten Generation geführt. Noch mehr Tradition findet sich unter der Erde. Der Gewölbekeller, in dem die Weine reifen, stammt aus dem 12. Jahrhundert und kündet von der langen Geschichte des Weinbaus in dieser Region. Nicht zuletzt Eberhard von Kunow machte den Betrieb international bekannt, er galt viele Jahre als einer der renommiertesten Winzer der Saar. Sein Sohn tut es ihm gleich, ist seit dem Jahrgang 2010 für die Weinproduktion verantwortlich, wird von seiner Frau Carina unterstützt. Der erfahrene Önologe Wolfgang Mertes, der lange als Kellermeister beim Weingut Reichsgraf von Kesselstatt tätig war und an der Ruwer eigene Weine keltert, amtiert inzwischen gemeinsam mit von Kunow als Betriebsleiter und Kellermeister. Stolze 22 Hektar Rebfläche sind vorhanden, darunter befinden sich nicht weniger als zwei Monopollagen: die Oberemmeler Hütte und der Kanzemer Hörecker, ein im Kanzemer Altenberg gelegenes Filetstück. Eine andere Lage sollte allerdings nicht vergessen werden: Der Scharzhofberger sorgt immer wieder für kraftvolle und dennoch filigrane Weine der Kategorie Großes Gewächs oder edelsüße Rieslinge bis hinauf zur Trockenbeerenauslese. Neu hinzugekommen ist die alte, sehr renommierte, aber bei vielen Verbrauchern kaum bekannte Lage Raul in Oberemmel. Außer Riesling werden auch Weiß- und Spätburgunder angebaut. Traditionelle Holzfässer spielen eine wichtige Rolle in der Weinerzeugung.

Aktuelle Kollektion

In den vergangenen Jahren hatte der Betrieb immer wieder bewiesen, dass seine Weine den traditionellen Saarstil angemessen repräsentieren. Dabei hätte es bleiben können, doch wir stellen in den letzten drei Jahrgängen fest, dass die Rieslinge immer klarer und präziser werden. Nicht nur im restsüßen Bereich, in dem das Hövelsche Renommee hoch ist, sondern auch im trockenen Segment. 2022 ist tatsächlich ein Highlight, was einerseits am Jahrgang, andererseits aber auch an der Kellerarbeit liegen dürfte. Der Gutswein ist wunderschön offen, klar und duftig, im Mund schön straff und animierend. Die Qualitätsunterschiede im Ortsweinbereich sind ausgesprochen gering, allerdings unterscheiden sich die Weine sehr wohl. Kühl und fein ist der Oberemmeler Riesling, noch verschlossen ist der Krettnacher, während der Niedermenniger nach einer Weile recht würzig und gelbfruchtig erscheint, am saftigsten ist. Vielleicht besitzt der Krettnacher am meisten Potenzial, aber sehr gelungen sind alle drei. Auch bei den drei Großen Gewächsen sind die qualitativen Abstufungen sehr überschaubar. Sehr jugendlich sind sie alle, lassen auch nach einiger Zeit in der offenen Flasche erst ansatzweise erkennen, was in ihnen zu stecken scheint. Der Kanzemer Hörecker zeigt eine wunderschöne kühle Hefe-Kräuter-Frucht, wirkt fast filigran im Mund mit enormer Würze und Grip. Die Weine aus der Oberemmeler Hütte und aus dem Scharzhofberger wirken, kurz nach der Füllung verkostet, noch sehr verschlossen, sind aber straff und präzise: Der Hütte-Wein ist schön kräuterig und puristisch; der Scharzhofberger besitzt eine fast rauchige Würze und viel Struktur. Es folgen, nach Restzucker geordnet, der feinherbe Gutsriesling, kühl, rassig, in seiner Art sehr gelungen, und der Wiltinger Riesling, dessen geringe Süße gut in der merklichen Würze versteckt wurde. Er wirkt recht offen mit Anklängen an Kräuter und Mirabellen, ist straff und präzise. Unter den nicht ganz trockenen Große-Lage-Weinen gefällt der Wein aus dem Hörecker erneut am besten, weil er enorm straff wirkt mit einer fast nicht wahrnehmbaren Süße und einer vibrierenden Art, die einen mineralischen Nachhall einschließt. Bei seinem Pendant aus der Hütte ist die Süße etwas mehr zu spüren; der Wein ist im Mund wunderschön straff, würzig, fest mit Grip. Der Scharzhofberger wirkte in diesem Bereich am verhaltensten. Die vorgestellten Kabinette sind Versteigerungsweine, wirken beide noch verhalten; der Scharzhofberger zeigt mit seiner zupackenden Würze, die Hefenoten und Kräuter integriert, aber bereits eine wunderschön komplexe und mineralische Art. Sein Pendant aus der Hütte wirkt etwas verschlossener, ist straff, scheint etwas weniger süß, muss sich noch öffnen. Spätlese und Auslese stammen aus der Hütte und sind überdurchschnittlich komplex. Die Spätlese mit ihrer komplexen Aromatik und der rassigen Art gefällt derzeit noch etwas besser als die eher kühl-elegante Auslese, die allerdings jede Menge Potenzial hat.