Weingut Karthäuserhof

Bis ins Mittelalter reicht die Geschichte des Weinguts zurück, sogar noch deutlich älter ist die erste urkundliche Erwähnung des Karthäuserhofbergs, die auf das Jahr 1223 zurückgeht. Vermutlich allerdings wurde an dieser Stelle bereits zur Römerzeit Wein angebaut. 1335 wiederum gründete der Karthäuserorden hier ein Weingut und führte es über viele Jahrhunderte hinweg. Auf die Mönche folgte nach der Säkularisierung unter Napoleon ein gewisser Valentin Leonardy als Besitzer, dessen Tochter schließlich den Kommerzienrat Johann Wilhelm Rautenstrauch heiratete. Unter den Besitzern Karl Wilhelm und Hans Wilhelm Rautenstrauch steigt der Betrieb in die deutsche Spitze auf, wird auch dank des unverwechselbaren Etiketts international berühmt. Das Weingut bleibt in der Familie, die durch Heirat den Namen Tyrell annimmt; auf Werner Tyrell folgt Christoph Tyrell, der das Unternehmen schließlich an seinen Cousin Albert Behler übergibt. Spätestens jetzt wird die Notwendigkeit umfassender Investitionen erkannt und verwirklicht. 2018 werden weitere Ruwertalweinberge gekauft sowie Lücken durch Neuanpflanzungen geschlossen – die Rebfläche steigt auf aktuell 28 Hektar. Die Umstellung auf ökologischen Weinbau ist im Gange, ebenso die Renovierung sowie der Ausbau der Produktionsflächen. Auch in personeller Hinsicht hat sich der Betrieb neu aufgestellt. Seit Ende 2023 firmiert Benedikt Belger als Geschäftsführer. Der aus dem Elsass stammende Mathieu Kauffmann hat die Position des Kellermeisters inne, Dominik Völk leitet den Außenbetrieb. Biodynamische Präparate werden im Weinberg verwendet, der Lesezeitpunkt nach biodynamischen Methoden bestimmt. Außer Riesling wird ein ganz klein wenig Weißburgunder angebaut, auch ein sehr hochwertiger Sekt wird inzwischen erzeugt. Die Stilistik der Weine hat sich über die Jahre zwar nicht dramatisch geändert, doch die zunehmende Profilierung ist deutlich zu spüren. Neben Edelstahltanks spielen Holzfässer eine wichtige und immer wichtigere Rolle – so wird das Große Gewächs etwa komplett in Fässern ausgebaut und lange auf der Hefe gereift. Die konsequent spontanvergorenen Weine lassen der für die Ruwer so typischen kräuterigen Würze Platz, zeigen aber heute mehr Kraft, als dies in den vergangenen Jahrzehnten oft der Fall war. Wie gut die Weine indes schon vor 100 Jahren waren und wie überzeugend sie reifen können, zeigte eine Auslese des Jahrgangs 1921, die zusammen mit Mathieu Kauffmann verkostet wurde; der in der Farbe dunkle Riesling besaß nur eine leichte Süße, enorme Würze und Länge, war noch lange nicht müde.

Kontakt. ..

Karthäuserhof 1
54292  Trier

Öffnungszeiten

Büro + Verkauf: Mo.-Fr. 8:30-17 Uhr

Besitzer

Albert Behler

Betriebsleiter

Geschäftsführer: Benedikt Belger

Kellermeister

Mathieu Kauffmann

Außenbetrieb

Dominik Völk
Mosel
28 Hektar
120.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Karthäuserhof Sekt brut

12 %

39.00 €

Weingut Karthäuserhof

Riesling trocken "Schieferkristall"

2023

11,5 %

15.00 €

Weingut Karthäuserhof

Riesling trocken "Alte Reben" Eitelsbacher

2023

12 %

25.00 €

Weingut Karthäuserhof

Riesling trocken "GG" Karthäuserhofberg

2023

12 %

60.00 €

Weingut Karthäuserhof

Riesling Kabinett Karthäuserhofberg

2023

9,5 %

20.00 €

Weingut Karthäuserhof

Riesling Spätlese Karthäuserhofberg

2023

8,5 %

30.00 €

Weingut Karthäuserhof

Lagen

Karthäuserhofberg

Rebsorten

Riesling (97%)
Weißburgunder (3%)
© Weingut Karthäuserhof

Winzer

Bis ins Mittelalter reicht die Geschichte des Weinguts zurück, sogar noch deutlich älter ist die erste urkundliche Erwähnung des Karthäuserhofbergs, die auf das Jahr 1223 zurückgeht. Vermutlich allerdings wurde an dieser Stelle bereits zur Römerzeit Wein angebaut. 1335 wiederum gründete der Karthäuserorden hier ein Weingut und führte es über viele Jahrhunderte hinweg. Auf die Mönche folgte nach der Säkularisierung unter Napoleon ein gewisser Valentin Leonardy als Besitzer, dessen Tochter schließlich den Kommerzienrat Johann Wilhelm Rautenstrauch heiratete. Unter den Besitzern Karl Wilhelm und Hans Wilhelm Rautenstrauch steigt der Betrieb in die deutsche Spitze auf, wird auch dank des unverwechselbaren Etiketts international berühmt. Das Weingut bleibt in der Familie, die durch Heirat den Namen Tyrell annimmt; auf Werner Tyrell folgt Christoph Tyrell, der das Unternehmen schließlich an seinen Cousin Albert Behler übergibt. Spätestens jetzt wird die Notwendigkeit umfassender Investitionen erkannt und verwirklicht. 2018 werden weitere Ruwertalweinberge gekauft sowie Lücken durch Neuanpflanzungen geschlossen – die Rebfläche steigt auf aktuell 28 Hektar. Die Umstellung auf ökologischen Weinbau ist im Gange, ebenso die Renovierung sowie der Ausbau der Produktionsflächen. Auch in personeller Hinsicht hat sich der Betrieb neu aufgestellt. Seit Ende 2023 firmiert Benedikt Belger als Geschäftsführer. Der aus dem Elsass stammende Mathieu Kauffmann hat die Position des Kellermeisters inne, Dominik Völk leitet den Außenbetrieb. Biodynamische Präparate werden im Weinberg verwendet, der Lesezeitpunkt nach biodynamischen Methoden bestimmt. Außer Riesling wird ein ganz klein wenig Weißburgunder angebaut, auch ein sehr hochwertiger Sekt wird inzwischen erzeugt. Die Stilistik der Weine hat sich über die Jahre zwar nicht dramatisch geändert, doch die zunehmende Profilierung ist deutlich zu spüren. Neben Edelstahltanks spielen Holzfässer eine wichtige und immer wichtigere Rolle – so wird das Große Gewächs etwa komplett in Fässern ausgebaut und lange auf der Hefe gereift. Die konsequent spontanvergorenen Weine lassen der für die Ruwer so typischen kräuterigen Würze Platz, zeigen aber heute mehr Kraft, als dies in den vergangenen Jahrzehnten oft der Fall war. Wie gut die Weine indes schon vor 100 Jahren waren und wie überzeugend sie reifen können, zeigte eine Auslese des Jahrgangs 1921, die zusammen mit Mathieu Kauffmann verkostet wurde; der in der Farbe dunkle Riesling besaß nur eine leichte Süße, enorme Würze und Länge, war noch lange nicht müde.

Aktuelle Kollektion

Die Beschreibung der aktuellen Kollektion und die Bewertungen der Weine sind im Buch „Eichelmann 2026. Deutschlands Weine“ sowie in der App „Eichelmann 2026“ vorhanden.