Weingut Reichsgraf von Kesselstatt

An dem traditionsreichen Betrieb kommt man kaum vorbei, wenn man die Geschichte des Moselweins erzählen möchte. 1349 wurde das Gut erstmals urkundlich erwähnt, wenig später war ein Friedrich von Kesselstatt zuständig für die Verwaltung der kurfürstlichen Kellerei. Seit 1978 wird das Unternehmen von der Familie Reh geführt. Dr. Karsten Weyand ist als Geschäftsführer tätig, der zuvor bei den Bischöflichen Weingütern Impulse setzte; Kellermeister ist nach dem Weggang von Wolfgang Mertes nun Lukas Bollig. Die Fülle der hier auf nunmehr 50 Hektar produzierten Weine ist bemerkenswert und erstreckt sich von der Ruwer (Kaseler Nies’chen oder Kehrnagel) über die Saar (Ockfener Bockstein) bis zur Mittelmosel, wo sich die Lage Josephshöfer im Alleinbesitz befindet. Zu 95 Prozent wird Riesling angebaut, daneben gibt es Weiß- und Spätburgunder.

Kontakt. 

Schloss Marienlay
54317  Morscheid

Öffnungszeiten

Mo.-Do. 8-16:45 Uhr, Fr. 8-13 Uhr; Weinproben nach Vereinbarung

Besonderheiten

Weinstube Kesselstatt, Liebfrauenstraße 10, 54290 Trier, Tel. 0651-41178, www.weinstube-kesselstatt.de

Besitzer

Familie Günther Reh, Geschäftsführer: Dr. Karsten Weyand

Kellermeister

Lukas Bollig

Außenbetrieb

Maik Thomas
Mosel
50 Hektar
300.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "feinherb" "Schloss Marienlay"

2022

10 %

85

Riesling "Sommerpalais"

2022

11 %

83

Riesling Kabinett "feinherb" Josephshöfer

2022

10 %

87

Riesling Kabinett "feinherb" Scharzhofberger

2022

10 %

89

Riesling Kabinett Ockfen Bockstein

2022

10 %

88

Riesling Kabinett Piesport Goldtröpfchen

2022

10 %

86

Riesling Spätlese Brauneberg Juffer-Sonnenuhr

2022

8,5 %

90

Riesling Spätlese Kasel Nies'chen

2022

8,5 %

89

Riesling trocken "Alte Reben"

2022

12 %

88

Riesling trocken "Schloss Marienlay"

2022

11,5 %

85

Lagen

Josephshöfer
Domprobst (Graach)
Sonnenuhr (Wehlen)
Juffer-Sonnenuhr (Brauneberg)
Goldtröpfchen (Piesport)
Domherr (Piesport)
Nies’chen (Kasel)
Kehrnagel (Kasel)
Scharzhofberger
Gottesfuss (Wiltingen)
Bockstein (Ockfen)

Rebsorten

Riesling (95%)
Weißburgunder (5%)
© Weingut Reichsgraf von Kesselstatt

Winzer

An dem traditionsreichen Betrieb kommt man kaum vorbei, wenn man die Geschichte des Moselweins erzählen möchte. 1349 wurde das Gut erstmals urkundlich erwähnt, wenig später war ein Friedrich von Kesselstatt zuständig für die Verwaltung der kurfürstlichen Kellerei. Seit 1978 wird das Unternehmen von der Familie Reh geführt. Dr. Karsten Weyand ist als Geschäftsführer tätig, der zuvor bei den Bischöflichen Weingütern Impulse setzte; Kellermeister ist nach dem Weggang von Wolfgang Mertes nun Lukas Bollig. Die Fülle der hier auf nunmehr 50 Hektar produzierten Weine ist bemerkenswert und erstreckt sich von der Ruwer (Kaseler Nies’chen oder Kehrnagel) über die Saar (Ockfener Bockstein) bis zur Mittelmosel, wo sich die Lage Josephshöfer im Alleinbesitz befindet. Zu 95 Prozent wird Riesling angebaut, daneben gibt es Weiß- und Spätburgunder.

Aktuelle Kollektion

In dem vorgestellten Sortiment sind die trockenen Weine in der Minderzahl. Verschlossen wirkt der trockene Schloss Marienlay von alten Reben, der Einstiegswein, er ist allerdings schön fest und angenehm trocken. Saftiger fällt der trockene Goldtröpfchen-Riesling aus, während der Wiltinger Ortswein eine schöne Struktur und saartypische Art aufweist. Der Riesling von alten Reben ohne weitere Lagenbezeichnung zeigt sich noch verschlossen, bietet dann aber eine schön feste, würzige Art, er kommt ohne schmeckbare Süße aus. Große Gewächse wurden bis Redaktionsschluss nicht vorgestellt. Der Sommerpalais-Riesling duftet frisch, zeigt Anklänge an Zitrus, ist knackig und merklich süß. Auch die feinherben Kabinette aus Josephshöfer und Scharzhofberger weisen merkliche Süße auf, besitzen aber auch schöne Würze und Rasse; der Saar-Vertreter ragt nochmals heraus. Saftig und komplex: der reif-würzige Goldtröpfchen-Kabinettriesling; rassig: die Spätlesen mit verhaltener Süße.