Weingut Kranz

Wein wird schon lange angebaut in der Familie Kranz, aber erst in den siebziger Jahren entschlossen sich Robert und Lilo Kranz ihren Wein selbst abzufüllen und zu vermarkten. Seit 1990 ist Sohn Boris für den Weinausbau im Betrieb verantwortlich, den er mittlerweile übernommen hat und zusammen mit seiner Ehefrau Kerstin führt. Ihre Weinberge liegen vor allem in Ilbesheim und Arzheim, aber auch in Ranschbach und Göcklingen. Das Weingesetz von 1971 hat die ehemaligen Einzellagen in den beiden Gemeinden Ilbesheim und Arzheim in drei sehr große Lagen zusammengefasst, Rittersberg für Ilbesheim, Seligmacher und Rosengarten für Arzheim. 2008 wurde die Einzellage Kalmit neu in die Lagenrolle eingetragen, als erste neue Einzellage in der Pfalz seit Verabschiedung des Deutschen Weingesetzes, aber auch diese neue Lage Kalmit wurde recht groß „geschnitten“, umfasst neben der eigentlichen Lage Kalmit mehrere frühere Einzellagen wie Kirchberg oder Westerberg. Die Lage Kalmit enthält Landschneckenkalk im Untergrund, im Oberboden findet man wechselnd Löss, Mergel oder Lehm. Um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen, differenziert Boris Kranz innerhalb der Lage Kalmit weitere Teillagen, nutzt die in Rheinland-Pfalz heute gegebene Möglichkeit alte Gewannnamen eintragen zu lassen und diese als Lagenbezeichnung auf dem Etikett zu verwenden. Innerhalb der Lage Kalmit hat Boris Kranz die Lagen Kirchberg und Westerberg eintragen lassen, innerhalb der Arzheimer Lage Seligmacher die Gewanne Am Fürstenweg und Klingenwingert. Wichtigste Rebsorten im Betrieb sind Riesling, Weißburgunder (mit steigender Tendenz) und Spätburgunder, dazu gibt es Silvaner, Auxerrois und bereits seit dem Jahrgang 1999 auch Chardonnay, zuletzt wurden Grauburgunder und Sauvignon Blanc gepflanzt. Mit der Aufnahme in den VDP 2012 hat Boris Kranz sein Sortiment neu am vierstufigen VDP-Modell ausgerichtet und in Gutsweine, Ortsweine, Erste Lage- und Große Lage-Weine unterteilt. An der Spitze der Kollektion stehen drei Große Gewächse aus dem Kalmit (Riesling, Weißburgunder, Spätburgunder), sowie ein weiterer Riesling als Großes Gewächs aus dem Kirchberg. Riesling aus Westerberg und seit dem Jahrgang 2021 auch aus dem Ranschbacher Seligmacher, Weißburgunder Klingenwingert und Chardonnay und Spätburgunder Am Fürstenweg bietet er in der Erste Lage-Linie an. Seit dem Jahrgang 2016 ist das Weingut bio-zertifiziert.

Kontakt. 

Mörzheimer Straße 2
76831  Ilbesheim

Öffnungszeiten

Mo.-Mi. 8-12 Uhr, Do.-Fr. 8-12 + 14-18 Uhr, Sa. 9-16 Uhr

Besitzer

Boris Kranz

Betriebsleiter

Boris Kranz

Kellermeister

Boris Kranz

Außenbetrieb

Boris Kranz
Pfalz
25 Hektar
120.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Blanc de Blancs Sekt extra brut

11,5 %

88

Blanc de Noirs Sekt brut nature

12 %

88

Chardonnay trocken "RF" Arzheim

2022

13 %

88+

Riesling "GG" Kalmit

2022

12,5 %

90+

Riesling "GG" Kirchberg

2022

12,5 %

90

Riesling trocken "Rotliegend" Ranschbach

2022

12 %

87

Riesling trocken "vom Landschneckenkalk" Ilbesheim

2022

12,5 %

88

Riesling trocken Ilbesheimer Westerberg

2022

12,5 %

89

Riesling trocken Ranschbacher Seligmacher

2022

12,5 %

89

Riesling trocken

2022

12 %

85

Lagen

Kalmit (Ilbesheim)
Kirchberg (Ilbesheim)
Westerberg (Ilbesheim)
Klingenwingert (Arzheim)
Am Fürstenweg (Arzheim)
Seligmacher (Ranschbach)
Rosenberg (Arzheim)

Rebsorten

Riesling (25%)
Weißburgunder (20%)
Spätburgunder (20%)
© Weingut Kranz

Winzer

Wein wird schon lange angebaut in der Familie Kranz, aber erst in den siebziger Jahren entschlossen sich Robert und Lilo Kranz ihren Wein selbst abzufüllen und zu vermarkten. Seit 1990 ist Sohn Boris für den Weinausbau im Betrieb verantwortlich, den er mittlerweile übernommen hat und zusammen mit seiner Ehefrau Kerstin führt. Ihre Weinberge liegen vor allem in Ilbesheim und Arzheim, aber auch in Ranschbach und Göcklingen. Das Weingesetz von 1971 hat die ehemaligen Einzellagen in den beiden Gemeinden Ilbesheim und Arzheim in drei sehr große Lagen zusammengefasst, Rittersberg für Ilbesheim, Seligmacher und Rosengarten für Arzheim. 2008 wurde die Einzellage Kalmit neu in die Lagenrolle eingetragen, als erste neue Einzellage in der Pfalz seit Verabschiedung des Deutschen Weingesetzes, aber auch diese neue Lage Kalmit wurde recht groß „geschnitten“, umfasst neben der eigentlichen Lage Kalmit mehrere frühere Einzellagen wie Kirchberg oder Westerberg. Die Lage Kalmit enthält Landschneckenkalk im Untergrund, im Oberboden findet man wechselnd Löss, Mergel oder Lehm. Um diesen Unterschieden Rechnung zu tragen, differenziert Boris Kranz innerhalb der Lage Kalmit weitere Teillagen, nutzt die in Rheinland-Pfalz heute gegebene Möglichkeit alte Gewannnamen eintragen zu lassen und diese als Lagenbezeichnung auf dem Etikett zu verwenden. Innerhalb der Lage Kalmit hat Boris Kranz die Lagen Kirchberg und Westerberg eintragen lassen, innerhalb der Arzheimer Lage Seligmacher die Gewanne Am Fürstenweg und Klingenwingert. Wichtigste Rebsorten im Betrieb sind Riesling, Weißburgunder (mit steigender Tendenz) und Spätburgunder, dazu gibt es Silvaner, Auxerrois und bereits seit dem Jahrgang 1999 auch Chardonnay, zuletzt wurden Grauburgunder und Sauvignon Blanc gepflanzt. Mit der Aufnahme in den VDP 2012 hat Boris Kranz sein Sortiment neu am vierstufigen VDP-Modell ausgerichtet und in Gutsweine, Ortsweine, Erste Lage- und Große Lage-Weine unterteilt. An der Spitze der Kollektion stehen drei Große Gewächse aus dem Kalmit (Riesling, Weißburgunder, Spätburgunder), sowie ein weiterer Riesling als Großes Gewächs aus dem Kirchberg. Riesling aus Westerberg und seit dem Jahrgang 2021 auch aus dem Ranschbacher Seligmacher, Weißburgunder Klingenwingert und Chardonnay und Spätburgunder Am Fürstenweg bietet er in der Erste Lage-Linie an. Seit dem Jahrgang 2016 ist das Weingut bio-zertifiziert.

Aktuelle Kollektion

Auch in diesem Jahr ist das Weißburgunder Große Gewächs aus der Kalmit wieder sehr stark und unser eindeutiger Favorit in einer Kollektion auf durchgängig sehr gutem bis hervorragendem Niveau: Der Wein zeigt leicht rauchig-florale Würze, dezentes Holz, feine kräutrige Noten und etwas zurückhaltende Frucht, besitzt dann am Gaumen gute Konzentration, Schmelz, und herbe, animierende Zitrusnoten, ist leicht salzig, druckvoll und nachhaltig. Unter den beiden Großen Gewächsen vom Riesling favorisieren wir knapp den Kalmit, der noch etwas verhalten im Bouquet ist, etwas kreidige und steinige Noten zeigt, dann am Gaumen aber auch klare Frucht und animierende Zitrusnoten von Orange und Limette besitzt und etwas nachhaltiger als der Kirchberg ist, der im Bouquet etwas offener ist und Aromen von gelbem Apfel, Ananas und Kräutern zeigt, am Gaumen feinen Druck und gute Länge besitzt. Das Spätburgunder-Große Gewächs zeigt feine Röstnoten, etwas Kräuter und warmes Gummi im Duft, besitzt am Gaumen klare Schwarzkirschfrucht, ist harmonisch, elegant und nachhaltig. Die drei Erste-Lage-Weine bewerten wir gleich stark, der Weißburgunder Klingenwingert ist noch deutlich vom Holz geprägt, besitzt Schmelz, kräutrige Würze und Länge, der Riesling Westerberg ist steinig, besitzt herbe Zitrusnoten, Grip und feinen Druck und der Riesling Seligmacher zeigt deutliche kräutrig-mineralische Noten und Aromen von Aprikose und Orangenschale, besitzt auch am Gaumen klare Frucht und guten Grip. Sehr gut sind auch die beiden Ortsweine vom Landschneckenkalk, der Weißburgunder besitzt Kraft, Schmelz und klare Frucht, der Riesling zeigt kreidig-kräutrige Noten, besitzt viel Saft und Frische. Die Sekte werden mittlerweile komplett im eigenen Haus versektet, der Blanc de Noirs aus Pinot Noir und Pinot Meunier zeigt gelben Apfel, Ananas und Kräuter im Bouquet, ist leicht cremig und herb mit dezenter hefiger Würze, der Blanc de Blancs, ein reinsortiger Chardonnay, zeigt feine Zitrusnoten, Limette, Orangenabrieb und Ananas, ist frisch und schlank.