Weingut Peter Jakob Kühn

Seit über 200 Jahren baut die Familie Wein im Rheingau an. Das Weingut in seiner heutigen Form haben Peter Jakob und Angela Kühn seit Ende der siebziger Jahre aufgebaut. Ihr Sohn Peter Bernhard hat inzwischen den Betrieb übernommen. Die Weinberge liegen in den Oestricher Lagen Doosberg (mit der alten Einzellage Landpflecht), Lenchen und Klosterberg, im Mittelheimer St. Nikolaus (mit der alten Einzellage Schlehdorn) und im Hallgartener Hendelberg und der alten Einzellage Hallgartener Frühenberg, sowie in der Hallgartener Jungfer. Neben dem dominierenden Riesling wird ein klein wenig Spätburgunder angebaut. Seit 2004 arbeitet Peter Jakob Kühn biologisch und biodynamisch, seit 2009 ist er Mitglied bei Demeter. Die Weine werden mit den natürlichen Hefen vergoren, ohne Temperaturkontrolle, teilweise durchlaufen sie auch die malolaktische Gärung. Peter Jakob und Peter Bernhard Kühn haben in den letzten Jahren wieder verstärkt auf Holz gesetzt, heute werden alle Orts- und Lagenweine im Holz ausgebaut. Und sie haben die Ausbaudauer deutlich verlängert. Die Weine der ersten Lagen (Klosterberg, Hendelberg) bleiben ein Jahr im Fass, die Großen Gewächse (Doos­berg, St. Nikolaus und erstmals mit dem Jahrgang 2018 auch aus der Hallgartener Jungfer und dem Oestricher Lenchen) zwei Jahre, noch länger – angestrebt sind drei Jahre – bleiben Schlehdorn und Landgeflecht im Fass, bis zu fünf Jahre sind für den Kühn R vorgesehen.

Kontakt. 

Mühlstraße 70
65375  Oestrich-Winkel

Öffnungszeiten

Vinothek: Verkostung und Weinverkauf nach Vereinbarung zwischen 13 und 16 Uhr möglich, So. geschlossen

Besitzer

Peter Bernhard Kühn
Rheingau
20 Hektar
100.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "Alte Reben"

2022

11,5 %

Riesling "GG" Mittelheimer Sankt Nikolaus

2021

12 %

Riesling "GG" Oestricher Doosberg

2021

12 %

Riesling "GG" Oestricher Lenchen

2021

12 %

Riesling "Jacobus"

2022

11,5 %

Riesling "Quarzit"

2022

11,5 %

Riesling Hallgartener Hendelberg

2021

12 %

Riesling Kabinett Hallgartener Hendelberg

2022

10 %

Riesling Kabinett Oestrich Lenchen

2022

8,5 %

Riesling Oestricher Klosterberg

2021

12 %

Lagen

Doosberg (Oestrich)
Landgeflecht (Oestrich)
Lenchen (Oestrich)
St. Nikolaus (Mittelheim)
Schlehdorn (Mittelheim)
Klosterberg (Oestrich)
Hendelberg (Hallgarten)

Rebsorten

Riesling (95%)
Spätburgunder (5%)
Peter Bernhard & Victoria Kühn
© Weingut Peter Jakob Kühn

Winzer

Seit über 200 Jahren baut die Familie Wein im Rheingau an. Das Weingut in seiner heutigen Form haben Peter Jakob und Angela Kühn seit Ende der siebziger Jahre aufgebaut. Ihr Sohn Peter Bernhard hat inzwischen den Betrieb übernommen. Die Weinberge liegen in den Oestricher Lagen Doosberg (mit der alten Einzellage Landpflecht), Lenchen und Klosterberg, im Mittelheimer St. Nikolaus (mit der alten Einzellage Schlehdorn) und im Hallgartener Hendelberg und der alten Einzellage Hallgartener Frühenberg, sowie in der Hallgartener Jungfer. Neben dem dominierenden Riesling wird ein klein wenig Spätburgunder angebaut. Seit 2004 arbeitet Peter Jakob Kühn biologisch und biodynamisch, seit 2009 ist er Mitglied bei Demeter. Die Weine werden mit den natürlichen Hefen vergoren, ohne Temperaturkontrolle, teilweise durchlaufen sie auch die malolaktische Gärung. Peter Jakob und Peter Bernhard Kühn haben in den letzten Jahren wieder verstärkt auf Holz gesetzt, heute werden alle Orts- und Lagenweine im Holz ausgebaut. Und sie haben die Ausbaudauer deutlich verlängert. Die Weine der ersten Lagen (Klosterberg, Hendelberg) bleiben ein Jahr im Fass, die Großen Gewächse (Doos­berg, St. Nikolaus und erstmals mit dem Jahrgang 2018 auch aus der Hallgartener Jungfer und dem Oestricher Lenchen) zwei Jahre, noch länger – angestrebt sind drei Jahre – bleiben Schlehdorn und Landgeflecht im Fass, bis zu fünf Jahre sind für den Kühn R vorgesehen.

Aktuelle Kollektion

Die Großen Gewächse gehörten in den vergangenen Jahren zu den spannendsten und ausdrucksstärksten trockenen Rieslingen Deutschlands, mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich noch deutlicher das hohe Niveau des Spitzensegments. Sehr stark sind aber auch die Basis und das Mittelsegment. Die drei 2022er Rieslinge sind sehr dicht und fest, besitzen viel Säure. Enorm zuverlässig, spannend und zupackend ist Jahr für Jahr der Jacobus genannte Guts-Riesling, der Noten von Zitrusschale und frischen Ingwer zeigt und von einem guten Wechselspiel saftiger und herber Noten gekennzeichnet ist. Auch der Quarzit-Riesling zeigt Ingwer und Zitrus, besitzt aber mehr Struktur und Tiefe. Noch stärker ist in diesem Jahr der Riesling von alten Reben. Der Wein zeigt viel Frische und Zitronennoten im Bouquet, ist im Mund direkt, leicht rauchig-würzig, zupackend und nachhaltig. Die Erste Lage-Rieslinge sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden und bewegen sich teils auf dem Niveau der Großen Gewächse, sind dabei aber in jugendlichem Stadium etwas offener und zugänglicher. Der 2021er Hallgartener Hendelberg ist konzentriert, stoffig und druckvoll, zeigt klare Frucht, etwas Mirabelle und Orangenschale, aber auch kräutrig-steinige Würze. Der Klosterberg ist schlanker, direkter und puristischer, zeigt ebenfalls Zitrusschale im Bouquet, besitzt im Mund aber mehr Präzision und Nachhall – wie schon im vergangenen Jahr ein „kleines“ Großes Gewächs. Die drei Großen Gewächse stammen ebenfalls aus dem Jahrgang 2021 und sind jahrgangsbedingt schlanker und karger als die stoffigeren, fülligeren Großen Gewächse der vorherigen Jahrgänge. Der Wein aus dem Oestricher Lenchen zeigt im Bouquet viel Frucht, etwas Blütenduft, Mirabelle und kandierte Zitrusschale. Am Gaumen ist der Wein von eindringlicher Säure, viel Struktur, etwas Gerbstoff und Druck gekennzeichnet. Anfangs wirkt das Zusammenspiel von Gerbstoff und Frucht noch etwas unruhig, mit Luft wird der Wein aber elegant und deutet ein gutes Reifepotential an. Der Sankt Nikolaus präsentiert sich schlanker, saftiger und jugendlicher als in den vergangenen Jahren. Er ist von guter Säure, klarer gelber Frucht und Zitrusnoten geprägt, besitzt Druck, Struktur, eine wunderschöne Reintönigkeit, intensive Säure und Biss im Finish. Der Doosberg zeigt im Bouquet reife Frucht und kandierte Zitrusschale, ist im Mund dann ebenfalls schlank und geradlinig, dabei aber noch recht deutlich von Säure und jugendlichem Gerbstoff geprägt – ein sehr zupackender Wein, der viel Biss und Druck besitzt und noch etwas Zeit benötigt. Sehr überzeugend ist wieder einmal die süße Kollektion, auch wenn in diesem Jahr „nur“ zwei Kabinett-Rieslinge und eine Spätlese, aber keine Auslese vorgestellt wurde. Die beiden Kabinette sind sehr unterschiedlich: Hendelberg ist würziger und wirkt fast trocken, Lenchen ist schmeichelnder und saftiger. Die Spätlese ist von viel reifer Frucht und guter Intensität gekennzeichnet.