Weingut Jürgen Leiner, Inh. Sven Leiner

Das in den siebziger Jahren gegründete Weingut Jürgen Leiner liegt im Ortskern von Ilbesheim, am Fuß der Kleinen Kalmit. Die Weinberge liegen in Ilbesheim, Arzheim und Göcklingen. Nachdem Sohn Sven, der mittlerweile das Weingut leitet, in den Familienbetrieb einstieg, stellte er zunächst auf biologischen Anbau um und ging anschließend noch einen Schritt weiter zur biodynamischen Bewirtschaftung, seit 2011 ist das Weingut Demeter-zertifiziert, seit 2020 ist es zudem Mitglied der Vereinigung respekt-Biodyn. Riesling und Grauburgunder nehmen jeweils rund 20 Prozent der Weinberge ein, Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder zusammen weitere 40 Prozent, dazu kommen noch etwas Gewürztraminer, Dornfelder und Tempranillo, den Leiner 1998 gepflanzt hat und mit dem Jahrgang 2001 erstmals auf die Flasche brachte. Die besten Weine wurden eine zeitlang mit Gewannnamen bezeichnet, seit dem 2013er Jahrgang ergänzt durch den Ortsnamen, respektive mit der Lagenbezeichnung Ilbesheimer Kalmit, die mit dem Jahrgang 2009 als Einzellage anerkannt wurde, mit dem Jahrgang 2014 schließlich fielen dann bei den Ortsweinen die Gewannnamen weg. Mit dem Jahrgang 2018 ging Sven Leiner dann noch einen Schritt weiter, verzichtet jetzt komplett auf die Lagen- und Ortsbezeichnungen und füllt alle seine Weine als Landweine ab. In seinem vierstufigen System bilden die Cuvées der „Fusion“-Linie den Einstieg, „Reben“ steht für die Handwerk-Rebsortenweine, in der „Boden“-Linie findet sich die Entsprechung zu den ehemaligen Ortsweinen, „Herkunft“ ist die oberste Stufe mit den Weinen aus der Kalmit. Die Rotweine kommen nach der Maischegärung ins Holzfass oder Barrique. Die Weine der Handwerk-Linie werden komplett spontan im Edelstahl vergoren und liegen bis Ende Februar auf der Vollhefe. Die Boden- und Herkunftsweine vom Riesling, Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder bleiben lange auf der Presse, wodurch Leiner auf eine Mostvorklärung verzichten kann. Für ihren anschließenden Ausbau gibt es kein Patentrezept, je nach Jahrgang verwendet Leiner verschiedene Holzgebinde und verschiedene Anteile von Holz und Edelstahl, die Weine bleiben meist bis kurz vor der nächsten Ernte auf der Vollhefe.

Kontakt. 

Arzheimer Straße 14
76831  Ilbesheim

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. nach Vereinbarung, Sa. 9:30-16 Uhr

Besonderheiten

Ferienwohnungen

Besitzer

Sven Leiner
Pfalz
16 Hektar
120.000 Flaschen

Aktuelle Weine

"19 20 21" Sekt brut nature

10,5 %

90

Riesling trocken "Handwerk"

2022

12 %

87

Riesling trocken "Kalk.Boden"

2021

11,5 %

89

Riesling trocken "Kapelle"

2020

12,5 %

91

Spätburgunder trocken "Handwerk"

2022

12,5 %

85

Spätburgunder trocken "Kalk.Boden"

2021

12 %

88

Spätburgunder trocken "Kapelle"

2020

13 %

90

Weißer Burgunder trocken "Handwerk"

2022

12 %

87

Weißer Burgunder trocken "Kalk.Boden"

2021

12,5 %

89

Weißer Burgunder trocken "Kapelle"

2020

13,5 %

91

Lagen

Kalmit (Ilbesheim)

Rebsorten

Riesling (20%)
Grauburgunder (20%)
Weißburgunder (15%)
Spätburgunder (15%)
Chardonnay (10%)
Sven Leiner
© Weingut Jürgen Leiner, Inh. Sven Leiner

Winzer

Das in den siebziger Jahren gegründete Weingut Jürgen Leiner liegt im Ortskern von Ilbesheim, am Fuß der Kleinen Kalmit. Die Weinberge liegen in Ilbesheim, Arzheim und Göcklingen. Nachdem Sohn Sven, der mittlerweile das Weingut leitet, in den Familienbetrieb einstieg, stellte er zunächst auf biologischen Anbau um und ging anschließend noch einen Schritt weiter zur biodynamischen Bewirtschaftung, seit 2011 ist das Weingut Demeter-zertifiziert, seit 2020 ist es zudem Mitglied der Vereinigung respekt-Biodyn. Riesling und Grauburgunder nehmen jeweils rund 20 Prozent der Weinberge ein, Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder zusammen weitere 40 Prozent, dazu kommen noch etwas Gewürztraminer, Dornfelder und Tempranillo, den Leiner 1998 gepflanzt hat und mit dem Jahrgang 2001 erstmals auf die Flasche brachte. Die besten Weine wurden eine zeitlang mit Gewannnamen bezeichnet, seit dem 2013er Jahrgang ergänzt durch den Ortsnamen, respektive mit der Lagenbezeichnung Ilbesheimer Kalmit, die mit dem Jahrgang 2009 als Einzellage anerkannt wurde, mit dem Jahrgang 2014 schließlich fielen dann bei den Ortsweinen die Gewannnamen weg. Mit dem Jahrgang 2018 ging Sven Leiner dann noch einen Schritt weiter, verzichtet jetzt komplett auf die Lagen- und Ortsbezeichnungen und füllt alle seine Weine als Landweine ab. In seinem vierstufigen System bilden die Cuvées der „Fusion“-Linie den Einstieg, „Reben“ steht für die Handwerk-Rebsortenweine, in der „Boden“-Linie findet sich die Entsprechung zu den ehemaligen Ortsweinen, „Herkunft“ ist die oberste Stufe mit den Weinen aus der Kalmit. Die Rotweine kommen nach der Maischegärung ins Holzfass oder Barrique. Die Weine der Handwerk-Linie werden komplett spontan im Edelstahl vergoren und liegen bis Ende Februar auf der Vollhefe. Die Boden- und Herkunftsweine vom Riesling, Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder bleiben lange auf der Presse, wodurch Leiner auf eine Mostvorklärung verzichten kann. Für ihren anschließenden Ausbau gibt es kein Patentrezept, je nach Jahrgang verwendet Leiner verschiedene Holzgebinde und verschiedene Anteile von Holz und Edelstahl, die Weine bleiben meist bis kurz vor der nächsten Ernte auf der Vollhefe.

Aktuelle Kollektion

Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder konnten wir in diesem Jahr jeweils in den drei Qualitätsstufen Handwerk, Boden und Herkunft verkosten, die drei 2020er Kapellen-Weine aus der Herkunftslinie hatten wir auch im letzten Jahr schon verkostet: Der Riesling Kapelle zeigt ein komplexes Bouquet mit Noten von Kräutern, Roibusch- und Schwarztee, etwas Heu und Zitruswürze, am Gaumen besitzt er eine leicht cremige Textur und viel Druck, ist sehr salzig und nachhaltig, der Weißburgunder Kapelle zeigt feine Holzwürze, Birne und etwas Zitrusnoten, besitzt am Gaumen Kraft und Schmelz, ist animierend, druckvoll und sehr nachhaltig. Während wir diese beiden gleich wie im Vorjahr einschätzen, bewerten wir den Spätburgunder Kapelle jetzt einen Punkt höher, er zeigt Süß- und Sauerkirsche, rote Johannisbeere, kräutrige Würze und Waldboden im Bouquet und besitzt auch am Gaumen feine, herbe Frucht, reife Tannine und eine frische Säure, ist schlank und elegant. Der Riesling Kalk.Boden zeigt Zitrusnoten, Stein, Bienenwachs und dezent Quitte im Duft, besitzt eine leicht cremige Textur und feine salzige Noten, ist geradlinig, animierend und nachhaltig, der Weißburgunder Kalk.Boden zeigt kräutrige und florale Noten, dazu reife Birne und Quittengelee im Bouquet, am Gaumen besitzt er gute Konzentration und feine Zitrusnoten, ist animierend und nachhaltig und der Spätburgunder Kalk.Boden zeigt feine rote Frucht, Süßkirsche, Hagebutte und rote Johannisbeere, besitzt am Gaumen noch leicht jugendliche Tannine und eine frische Säure, ist sehr schlank und elegant. Und auch in der Handwerk-Linie bewerten wir Riesling und Weißburgunder höher als den Spätburgunder, der Riesling zeigt Aromen von Ananas, gelbem Apfel, Curryblättern und Heu im Bouquet, ist schlank, frisch und animierend mit gutem Grip, der Weißburgunder ist zunächst leicht reduktiv, zeigt mit Luft Birne und Zitrusnoten, und besitzt dann am Gaumen klare Frucht, feinen Schmelz und eine frische Säure, der Spätburgunder zeigt viel Kirschfrucht und etwas Krokantwürze, besitzt noch leicht straffe Tannine. Sehr stark ist auch wieder Sven Leiners Sekt, dieses Mal in der Version „19 20 21“, er zeigt ein sehr komplexes Bouquet mit Noten von gelbem Apfel, Birnenmost, Zitrusfrüchten, Brotkruste und Schwarztee und ist sehr schlank, frisch, präzise, animierend, puristisch und sehr nachhaltig.