Weingut Paul Leipold

Obervolkach liegt am Volkachbach nordwestlich von Volkach, dessen Ortsteil es seit 1978 ist. Anders als direkt am Main findet man in den Weinbergen neben Muschelkalk auch Lettenkeuper. Weinbau wird in der Familie Leipold in Obervolkach seit den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts betrieben, aber erst mit der Übernahme des Betriebes durch Paul Leipold wurde die Fläche erweitert und in die Vermarktung investiert. Sohn Peter arbeitete nach der Winzerlehre zwei Jahre bei Klaus Peter Keller, absolvierte 2014 die Weinbaufachschule in Veitshöchheim (hatte 2006 ein Praktikum bei Paul Fürst, 2013 bei Comte Liger-Belair in Burgund gemacht), arbeitete weitere zwei Jahre bei Klaus Peter Keller, dann in Teilzeit im Außenbetrieb bei Rainer Sauer, ist 2018 komplett in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Im Mai 2020 waren die Weinberge von starken Frostschäden betroffen, 2021 wurde der Kellerneubau begonnen. Zuletzt wurden ein Stückfass und Barriques angeschafft, sowie Riesling und Spätburgunder gepflanzt mit massalen Selektionen von Saar und Vosne-Romanée, bestockt mit 6.500 Reben je Hektar; alte Silvaneranlagen wurden hinzugenommen. Neben Silvaner rücken Spätburgunder und Riesling immer mehr in den Fokus. Die Weinberge lagen bisher alle in der einzigen Obervolkacher Einzellage Landsknecht; ab 2023 kommt ein alter Rieslingweinberg im Escherndorfer Lump hinzu. 40 Prozent der Fläche nimmt Silvaner ein, hinzu kommen vor allem Riesling, Scheurebe und Spätburgunder, 2023 wurde erstmals Chardonnay gepflanzt. In den Weinbergen setzt Peter Leipold immer mehr auf Dichtpflanzungen, im Keller arbeitet er verstärkt mit Spontangärung und Maischestandzeiten, der komplette oder teilweise Ausbau im Holz wird immer wichtiger.

Kontakt. 

Landsknechtstraße 14
97332  Obervolkach

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 9-12 + 13-19 Uhr, Sa. 9-17 Uhr

Besitzer

Paul & Inge Leipold

Kellermeister

Peter Leipold
Franken
6,5 Hektar
45.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Pinot Noir trocken Obervolkacher Landsknecht

2021

12,5 %

91

Riesling "-R-" trocken Obervolkacher Landsknecht

2021

12,5 %

91

Riesling "K*b!n@"

2022

8,5 %

87

Scheurebe trocken "Alte Reben" Obervolkacher Landsknecht

2022

13 %

88

Silvaner Auslese Obervolkacher Landsknecht

2022

7,5 %

90

Silvaner trocken "Alte Reben" Obervolkacher Landsknecht

2022

13 %

88

Silvaner trocken "Gässberg" Obervolkacher Landsknecht

2021

13 %

91

Silvaner trocken "Keuper" Obervolkacher

2022

12,5 %

88

Silvaner trocken "Muschelkalk" Obervolkacher

2022

12,5 %

88

Silvaner trocken "Schilfsandstein" Obervolkacher Landsknecht

2021

13 %

90

Lagen

Landsknecht (Obervolkach)
Lump (Escherndorf)

Rebsorten

Silvaner (40%)
Bacchus (10%)
Müller-Thurgau (10%)
Riesling (10%)
Scheurebe (10%)
Spätburgunder (10%)
Peter Leipold
© Weingut Paul Leipold

Winzer

Obervolkach liegt am Volkachbach nordwestlich von Volkach, dessen Ortsteil es seit 1978 ist. Anders als direkt am Main findet man in den Weinbergen neben Muschelkalk auch Lettenkeuper. Weinbau wird in der Familie Leipold in Obervolkach seit den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts betrieben, aber erst mit der Übernahme des Betriebes durch Paul Leipold wurde die Fläche erweitert und in die Vermarktung investiert. Sohn Peter arbeitete nach der Winzerlehre zwei Jahre bei Klaus Peter Keller, absolvierte 2014 die Weinbaufachschule in Veitshöchheim (hatte 2006 ein Praktikum bei Paul Fürst, 2013 bei Comte Liger-Belair in Burgund gemacht), arbeitete weitere zwei Jahre bei Klaus Peter Keller, dann in Teilzeit im Außenbetrieb bei Rainer Sauer, ist 2018 komplett in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Im Mai 2020 waren die Weinberge von starken Frostschäden betroffen, 2021 wurde der Kellerneubau begonnen. Zuletzt wurden ein Stückfass und Barriques angeschafft, sowie Riesling und Spätburgunder gepflanzt mit massalen Selektionen von Saar und Vosne-Romanée, bestockt mit 6.500 Reben je Hektar; alte Silvaneranlagen wurden hinzugenommen. Neben Silvaner rücken Spätburgunder und Riesling immer mehr in den Fokus. Die Weinberge lagen bisher alle in der einzigen Obervolkacher Einzellage Landsknecht; ab 2023 kommt ein alter Rieslingweinberg im Escherndorfer Lump hinzu. 40 Prozent der Fläche nimmt Silvaner ein, hinzu kommen vor allem Riesling, Scheurebe und Spätburgunder, 2023 wurde erstmals Chardonnay gepflanzt. In den Weinbergen setzt Peter Leipold immer mehr auf Dichtpflanzungen, im Keller arbeitet er verstärkt mit Spontangärung und Maischestandzeiten, der komplette oder teilweise Ausbau im Holz wird immer wichtiger.

Aktuelle Kollektion

Seit Peter Leipold sich ganz auf den eigenen Betrieb konzentriert, hat das Weingut große Fortschritte erzielt. Und die neue Kollektion ist stärker denn je, in der Basis wie auch in der Spitze. Schon die beiden Silvaner Ortsweine sind enorm stoffig und kraftvoll. Der im Edelstahl spontanvergorene Keuper-Silvaner ist etwas würziger, im Mund ist er füllig und saftig, besitzt viel reife Frucht und Substanz. Der Muschelkalk-Silvaner, zu 30 Prozent im alten Stückfass ausgebaut, zeigt feine Schärfe und Intensität im Bouquet, ist füllig und saftig, wunderschön klar. Der Silvaner von alten Reben, nach Maischestandzeit komplett im alten Stückfass spontanvergoren, ist würzig, konzentriert und dominant im Bouquet, im Mund füllig, aber noch allzu kompakt, er braucht noch ein wenig Flaschenreife. Gässberg und Schilfsandstein hatten ein Jahr mehr Reife, und es hat ihnen gutgetan, auch wenn beide immer noch sehr jugendlich sich präsentieren; beide stammen von etwa 30 Jahre alten Reben. Der Schilfsandstein-Silvaner wurde komplett im Edelstahl ausgebaut, spontanvergoren, er ist würzig, konzentriert, herrlich eindringlich im Bouquet, im Mund füllig und saftig bei viel reifer Frucht und Substanz. Der teilweise im Tonneau ausgebaute Gässberg ist faszinierend reintönig im Bouquet, konzentriert, zeigt etwas gelbe Früchte, er ist wie der Schilfsandstein enorm füllig und saftig im Mund, etwas druckvoller, faszinierend reintönig und lang. Silvaner gibt es auch noch als Auslese, Jahrgang 2022, ein wunderschön reintöniger, zupackender Wein mit viel Länge, im Bouquet ist er enorm würzig und dominant. Die Scheurebe von fast vierzig Jahre alten Reben, ist sehr offen und eindringlich, frisch, klar und zupackend, besitzt gute Struktur und Grip. Dazu präsentiert Peter Leipold zwei neue, sehr eigenständige Rieslinge. Der R stammt von einer dichtgepflanzten jungen Anlage, wurde spät gelesen, nach kurzer Maischestandzeit spontan im Edelstahl vergoren und achtzehn Monate auf der Hefe ausgebaut. Er zeigt gute Konzentration im Bouquet, viel reife Frucht, ist sehr offen, besitzt Fülle und Kraft im Mund, gute Struktur und Substanz, Druck und Länge. Der Riesling „K*b!n@“ stammt ebenfalls von einer Dichtpflanzung, wurde früh gelesen und nach Ganztraubenpressung im Edelstahl vergoren und ausgebaut. Er ist würzig und intensiv, frisch, klar und zupackend, die eindringliche Säure bringt die knapp 50 Gramm Restzucker gut in Balance. Zwei spannende Debütweine! Aber auch auf Spätburgunder versteht sich Peter Leipold, das wissen wir schon seit geraumer Zeit. Mit dem Jahrgang 2021 präsentiert er ein nicht nur stilistisch beeindruckendes Trio. Der Ortswein ist würzig und eindringlich, zeigt rote und dunkle Früchte, punktet mit Frische und Präzision. Der R zeigt gute Konzentration und Intensität, Herzkirschen, Schattenmorellen, besitzt viel Frische und Grip, ist noch sehr jugendlich. Eine weitere Steigerung bringt der herrlich eindringliche und konzentrierte Pinot Noir, der kraftvoll und komplex ist, präzise, lang und nachhaltig.