Weingut Loersch

Das Weingut befindet sich dort, wo man gewiss die beste Aussicht über die Mosel und die Weinberge von Leiwen und Trittenheim hat: hoch oben, auf der so genannten Zummethöhe. Der Betrieb führt seine Tradition über einen Zeitraum von rund 400 Jahren zurück. Alexander Loersch war bereits seit dem Jahr 2002 im elterlichen Weingut für den Ausbau der Weine verantwortlich, 2009 hat er den Betrieb von seinem Vater Ernst-Albrecht übernommen. Die bewirtschaftete Fläche wurde in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet, auch die Flaschenausstattung wurde überarbeitet, und der früher genutzte Weingutsname Loersch-Eifel verwandelte sich in den weniger verwechselbaren heutigen Namen. Loerschs Weinberge, liegen in den Trittenheimer Lagen Apotheke und Altärchen, im Leiwener Klostergarten, im Dhroner Hofberg, im Neumagener Rosengärtchen und im Piesporter Goldtröpfchen. Neben Riesling (98 Prozent der Fläche) wird auch noch etwas Spätburgunder angebaut. Die Weine werden temperaturgekühlt mit den natürlichen Hefen vergoren, teils im Fuder, teils im Edelstahl ausgebaut, die Rotweine auch im Barrique. Einer der trockenen Spitzenrieslinge, Devon-Terrassen genannt, stammt von 70 bis 100 Jahre alten Reben im Kernstück der Trittenheimer Apotheke, ein anderer aus der Parzelle Sängerei im Dhroner Hofberg, ein weiterer aus der Jungheld, heute Teil der Apotheke; dieser Wein kommt erst im zweiten Sommer nach der Ernte in den Verkauf. Ausgebaut werden auch Weine aus den Parzellen Vogelsang und Laurentiusberg, die sich ebenfalls in der Apotheke befinden. In den vergangenen Jahren wurden die Rieslinge immer komplexer, saftiger, spannender; sie sind in der Jugend häufig noch verschlossen, entwickeln dann aber eine vibrierende, nachhaltige Art. Dem Weingut ist ein Gästehaus angeschlossen, inzwischen wurde auch die neue Vinothek, die so genannte Riesling-Sky-Lounge, eröffnet: Sie bietet einen Panoramablick über nicht weniger als zwölf verschiedene Steillagen. Weinproben werden nach telefonischer Anmeldung angeboten.

Kontakt. 

Tannenweg 11
54340  Leiwen/Zummet

Öffnungszeiten

täglich 10-17 Uhr für Weinproben nach Vereinbarung

Besonderheiten

Gästehaus mit Panoramablick, „RieslingSkylounge“

Besitzer

Alexander Loersch
Mosel
8 Hektar
70.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "feinherb" "Fels-Terrassen" Trittenheimer Apotheke

2022

10,5 %

92

Riesling "feinherb" "Glimmerschiefer"

2022

10 %

85

Riesling Auslese "Alte Reben" Trittenheimer Apotheke

2022

8 %

93+

Riesling Auslese Trittenheimer Apotheke

2022

7,5 %

93

Riesling Beerenauslese Dhroner Hofberg

2022

7,5 %

95

Riesling Beerenauslese Trittenheimer Apotheke

2022

7,5 %

96

Riesling Kabinett "feinherb" Dhroner Hofberg

2022

9,5 %

90

Riesling Kabinett Trittenheimer Apotheke

2022

8,5 %

90

Riesling Spätlese Trittenheimer Apotheke

2022

8 %

93

Riesling trocken "Blauschiefer"

2022

11,5 %

86

Lagen

Apotheke (Trittenheim)
Laurentiusberg (Trittenheim)
Vogelsang (Trittenheim)
Jungheld (Trittenheim)
Altärchen (Trittenheim)
Hofberg (Dhron)
Goldtröpfchen (Piesport)
Rosengärtchen (Neumagen)

Rebsorten

Riesling (98%)
Spätburgunder (2%)
Alexander Loersch
© Weingut Loersch

Winzer

Das Weingut befindet sich dort, wo man gewiss die beste Aussicht über die Mosel und die Weinberge von Leiwen und Trittenheim hat: hoch oben, auf der so genannten Zummethöhe. Der Betrieb führt seine Tradition über einen Zeitraum von rund 400 Jahren zurück. Alexander Loersch war bereits seit dem Jahr 2002 im elterlichen Weingut für den Ausbau der Weine verantwortlich, 2009 hat er den Betrieb von seinem Vater Ernst-Albrecht übernommen. Die bewirtschaftete Fläche wurde in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet, auch die Flaschenausstattung wurde überarbeitet, und der früher genutzte Weingutsname Loersch-Eifel verwandelte sich in den weniger verwechselbaren heutigen Namen. Loerschs Weinberge, liegen in den Trittenheimer Lagen Apotheke und Altärchen, im Leiwener Klostergarten, im Dhroner Hofberg, im Neumagener Rosengärtchen und im Piesporter Goldtröpfchen. Neben Riesling (98 Prozent der Fläche) wird auch noch etwas Spätburgunder angebaut. Die Weine werden temperaturgekühlt mit den natürlichen Hefen vergoren, teils im Fuder, teils im Edelstahl ausgebaut, die Rotweine auch im Barrique. Einer der trockenen Spitzenrieslinge, Devon-Terrassen genannt, stammt von 70 bis 100 Jahre alten Reben im Kernstück der Trittenheimer Apotheke, ein anderer aus der Parzelle Sängerei im Dhroner Hofberg, ein weiterer aus der Jungheld, heute Teil der Apotheke; dieser Wein kommt erst im zweiten Sommer nach der Ernte in den Verkauf. Ausgebaut werden auch Weine aus den Parzellen Vogelsang und Laurentiusberg, die sich ebenfalls in der Apotheke befinden. In den vergangenen Jahren wurden die Rieslinge immer komplexer, saftiger, spannender; sie sind in der Jugend häufig noch verschlossen, entwickeln dann aber eine vibrierende, nachhaltige Art. Dem Weingut ist ein Gästehaus angeschlossen, inzwischen wurde auch die neue Vinothek, die so genannte Riesling-Sky-Lounge, eröffnet: Sie bietet einen Panoramablick über nicht weniger als zwölf verschiedene Steillagen. Weinproben werden nach telefonischer Anmeldung angeboten.

Aktuelle Kollektion

In den letzten Jahren hat sich das Weingut immer wieder weiterentwickelt. Das zeigt sich beispielsweise bei der beachtlichen Breite der trockenen Lagenrieslinge. Doch es lohnt sich, zunächst mit der Basis zu starten. Der einfachste Riesling im Weingut Loersch, der Blauschiefer, gibt praktisch in jedem Jahr ein gutes Beispiel dafür, wie Gutsweine sein sollten: Frisch und kühl mit Kernobst- und dezenten hefigen Anklängen, im Mund straff und frisch. Deutlich komplexer ist der Riesling aus dem Trittenheimer Altärchen, schlank, frisch, verspielt und trocken. Noch ein bisschen puristischer geht es dann bei den beiden Abfüllungen aus dem Vogelsang zu. Beide sind puristisch trocken, aber der Wein aus dem Fass 10 wirkt etwas verhaltener und kühler, während sein Pendant mit der Fassnummer 7 etwas mehr Schmelz, aber auch eine prägnante Säure mitbringt. Zwei Abfüllungen existieren auch von den Devon-Terrassen. In diesem Fall scheint der Riesling aus dem Fass 9 noch etwas mehr Struktur aufzuweisen; beide Varianten besitzen eine sehr feine, komplexe, fast ätherische Aromatik, der Wein aus dem Fass 29 wirkt ein wenig offener. Beide Devon-Terrassen-Weine werden als „GG“ bezeichnet, auch der Riesling aus dem Dhron Hofberger, er besitzt die für diese Lage typische Würze, ist bezüglich Komplexität allerdings dem Jungheld unterlegen. Auch hier ist die schon erwähnte sehr feine, kühle, fast ätherisch wirkende Aromatik festzustellen. Offen wirkt der feinherbe Fels-Terrassen-Riesling, der feine, kühle Steinobstnoten, auch eine Spur Melone und Kräuter aufweist und im Mund eine cremige Würze und leichte Mineralität besitzt. Wunderbar offen ist auch der Kabinettwein aus der Apotheke; er zeigt eine kühle Steinobstaromatik, ist rassig, verspielt, mit verhaltener Süße und Nachhall. Deutlich süßer ist die Spätlese, die eine schön kühle Frucht mit Anklängen an Pfirsich, Mirabellen, Kräuter aufweist; im Mund besitzt sie deutlich mineralische Anklänge. Es folgen zwei Auslesen und zwei Beerenauslesen, die allesamt großartig ausfallen. Deutlich süßer und reifer als die normale Auslese ist jene von alten Reben, sie besitzt auch mehr Schmelz. Die beiden Beerenauslesen wirken ähnlich süß, doch der Vertreter der Apotheke wurde lediglich mit wenig Botrytis vinifiziert, ist enorm fest und trotz aller Süße rassig; der Wein aus dem Dhroner Hofberg ist cremiger, zeigt mehr Botrytis, ist verblüffend klar und lang.