Weingut Karl May

Der schon im Jahr 1309 beurkundete Liebenauer Hof wurde nach der Säkularisation 1815 von den Vorfahren der heutigen Besitzer erworben. Karl May erweiterte zusammen mit Ehefrau Irmgard den Betrieb auf die heutige Größe. Heute führen ihre Söhne Peter und Fritz May in siebter Generation den Betrieb, unterstützt von ihren Eltern und Ehefrauen. Ihre Weinberge liegen vor allem in Osthofen und Bechtheim. Seit 2007 werden die Weinberge biologisch bewirtschaftet. Die breite Rebsortenpalette wird angeführt von Riesling, der 30 Prozent der Rebfläche einnimmt. Es folgen Weißburgunder, Silvaner, Grauburgunder und Spätburgunder, dazu gibt es Sorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc oder Cabernet Sauvignon. Das Programm ist gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine, die an der Spitze der Kollektion stehen, sie stammen aus dem Osthofener Goldberg (Riesling) und dem Bechtheimer Geyersberg (Riesling, Spätburgunder), sowie aus den Osthofener Gewannen Auf dem Schnapp (Silvaner, bisher nur 2012 erzeugt) und Vordere Mulde (Frühburgunder); seit dem Jahrgang 2017 gibt es einen weiteren Lagen-Riesling aus dem Westhofener Morstein. Dazu gibt es seit dem Jahrgang 2014 Reserve-Weine, zunächst von Silvaner und Weißburgunder, mit dem Jahrgang 2015 folgte ein Chardonnay, 2017 ein Sauvignon Blanc; diese werden jedoch nicht in jedem Jahrgang erzeugt, was auch für die roten Reserveweine von Spätburgunder und Cabernet Sauvignon gilt. 2010 wurde das 300 Jahre alte Fachwerkhaus renoviert, es wurde ein neues Barriquelager errichtet und die Vinothek fertig gestellt. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf trockenen, durchgegorenen Weinen, hin und wieder werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt.

Kontakt. 

Ludwig-Schwamb-Straße 22
67574  Osthofen

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 8-12 + 13-17 Uhr und nach Vereinbarung

Besitzer

Peter May, Fritz May

Betriebsleiter

Peter May, Fritz May

Kellermeister

Peter May, Fritz May

Außenbetrieb

Peter May, Fritz May
Rheinhessen
34 Hektar
180.000 Flaschen

Aktuelle Weine

"Grande Cuvée Réserve" Sekt brut nature

2015

12 %

Chardonnay "Réserve"

2020

13 %

Grauburgunder trocken Osthofen

2022

13,5 %

Pinot Noir trocken Bechtheimer Geyersberg

2021

12,5 %

Pinot Noir trocken Osthofen

2021

12,5 %

Riesling trocken Bechtheimer Geyersberg

2022

13 %

Riesling trocken Osthofen

2022

12,5 %

Riesling trocken Osthofener Goldberg

2022

13 %

Riesling trocken Westhofener Morstein

2022

12,5 %

Riesling trocken

2022

12 %

Lagen

Goldberg (Osthofen)
Geyersberg (Bechtheim)
Auf dem Schnapp (Osthofen)
Vordere Mulde (Osthofen)
Morstein (Westhofen)

Rebsorten

Riesling (30%)
Weißburgunder (15%)
Grauburgunder (10%)
Spätburgunder (10%)
Silvaner (10%)
Peter (links) & Fritz May
© Weingut Karl May/Foto: Andreas Durst

Winzer

Der schon im Jahr 1309 beurkundete Liebenauer Hof wurde nach der Säkularisation 1815 von den Vorfahren der heutigen Besitzer erworben. Karl May erweiterte zusammen mit Ehefrau Irmgard den Betrieb auf die heutige Größe. Heute führen ihre Söhne Peter und Fritz May in siebter Generation den Betrieb, unterstützt von ihren Eltern und Ehefrauen. Ihre Weinberge liegen vor allem in Osthofen und Bechtheim. Seit 2007 werden die Weinberge biologisch bewirtschaftet. Die breite Rebsortenpalette wird angeführt von Riesling, der 30 Prozent der Rebfläche einnimmt. Es folgen Weißburgunder, Silvaner, Grauburgunder und Spätburgunder, dazu gibt es Sorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc oder Cabernet Sauvignon. Das Programm ist gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine, die an der Spitze der Kollektion stehen, sie stammen aus dem Osthofener Goldberg (Riesling) und dem Bechtheimer Geyersberg (Riesling, Spätburgunder), sowie aus den Osthofener Gewannen Auf dem Schnapp (Silvaner, bisher nur 2012 erzeugt) und Vordere Mulde (Frühburgunder); seit dem Jahrgang 2017 gibt es einen weiteren Lagen-Riesling aus dem Westhofener Morstein. Dazu gibt es seit dem Jahrgang 2014 Reserve-Weine, zunächst von Silvaner und Weißburgunder, mit dem Jahrgang 2015 folgte ein Chardonnay, 2017 ein Sauvignon Blanc; diese werden jedoch nicht in jedem Jahrgang erzeugt, was auch für die roten Reserveweine von Spätburgunder und Cabernet Sauvignon gilt. 2010 wurde das 300 Jahre alte Fachwerkhaus renoviert, es wurde ein neues Barriquelager errichtet und die Vinothek fertig gestellt. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf trockenen, durchgegorenen Weinen, hin und wieder werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt.

Aktuelle Kollektion

Peter und Fritz May haben in den letzten Jahren so richtig Gas gegeben, und auch die neue Kollektion präsentiert sich wieder in Bestform. Die lange auf der Hefe ausgebaute und nicht dosierte Grande Cuvée Réserve aus dem Jahrgang 2015 zeigt feine Hefewürze und rauchige Noten im Bouquet, dezente Reife, ist harmonisch und komplex im Mund, wunderschön lang. Hohes Niveau zeigen die Gutsweine: Der Riesling ist würzig, eindringlich, konzentriert, besitzt gute Struktur, Frische und Druck, der Weißburgunder ist fruchtbetont, würzig, recht offen, ist klar und zupackend im Mund, besitzt gute Struktur und Frucht. Die Osthofener Ortsweine sind etwas kraftvoller, stoffiger: Der Riesling ist konzentriert, rauchig, würzig, herrlich eindringlich, ist füllig, saftig, besitzt viel reife Frucht und Substanz, der Weißburgunder zeigt gute Konzentration, reintönige Frucht, feine Frische, ist klar, frisch, zupackend, besitzt gute Struktur und Grip, der Grauburgunder ist fruchtbetont, intensiv, sehr offen, besitzt ebenfalls reintönige Frucht, gute Struktur und Grip. Spannend ist der Chardonnay Réserve aus dem Jahrgang 2022, der 26 Monate im Tonneau ausgebaut wurde bevor er im November 2022 abgefüllt wurde: Gute Konzentration und viel Intensität zeigt er im Bouquet, reife Frucht, ist sehr offen, besitzt viel Frucht auch im Mund, viel Substanz, gute Struktur und Länge. In hervorragender Form präsentieren sich auch im Jahrgang 2022 wieder die drei Lagen-Rieslinge. Am offensten, zugänglichsten ist wie gewohnt der enorm fruchtbetonte Riesling vom Geyersberg, der gelbe Früchte im Bouquet zeigt, viel Fülle und Saft besitzt, Substanz und Länge. Enorm viel Frucht zeigt auch der Morstein-Riesling im Bouquet, ist konzentriert, herrlich eindringlich und reintönig, auch im Mund ist er fruchtbetont, dabei enorm präzise und druckvoll, zupackend, nachhaltig, ganz dezent mineralisch. Noch einen Tick spannender ist der Goldberg-Riesling, noch nachhaltiger und mineralischer, zeigt etwas rauchige Noten, viel Intensität, aber weniger Frucht als der Morstein, ist frisch, präzise, strukturiert und enorm druckvoll – ein faszinierender Riesling. Die beiden Pinot Noir stammen aus dem Jahrgang 2021, und qualitativ sehen wir sie recht nahe beieinander, auch wenn sie deutliche Unterschiede zeigen. Der Osthofener Pinot Noir zeigt reintönige Frucht im Bouquet, feine Frische, dezent Johannisbeeren, ist frisch, klar und herrlich zupackend im Mund, besitzt gute Struktur und Länge. Reintönige Frucht zeigt auch der Pinot Noir vom Bechtheimer Geyersberg im Bouquet, aber auch etwas florale Noten, er ist geradlinig im Mund, ein klein wenig kraftvoller wie der Osthofener, besitzt gute Struktur, Frische, ein klein wenig mehr Grip.