Weingut Meyer-Näkel

Werner Näkel ist der renommierteste Winzer an der Ahr, ihm ist der Aufschwung, den die Region in den letzten zwanzig Jahren genommen hat, maßgeblich zu verdanken. Als er in den achtziger Jahren anfing trockene Weine zu erzeugen und Rotweine im Barrique auszubauen, war die Verwunderung groß. Heute sind Ahrweine überwiegend trocken, Barriqueausbau für die Spitzenweine ist heute eine Selbstverständlichkeit. Entstanden ist das Weingut 1950 mit der Heirat von Paula Meyer und Willibald Näkel, den Eltern von Werner Näkel, die 1,5 Hektar Reben besaßen. Unter Werner Näkels Regie hat sich die Rebfläche vervielfacht. Walporzheimer Kräuterberg, Dernauer Pfarr­wingert und Neuenahrer Sonnenberg sind seine traditionellen Paradelagen, der Ahrweiler Silberberg gehört mittlerweile auch dazu. Spätburgunder ist die absolute Nummer Eins in den Weinbergen, nimmt drei Viertel der Reb­fläche ein. Dazu gibt es Früh­burgunder, etwas Weißburgunder (erster Jahrgang war 2003) und Riesling. Seine Spitzenweine baut er in 300 Liter-Fässern aus, medium getoastet. Werner Näkel füllte diese früher meist im Herbst vor der neuen Ernte ab, heute bleiben die Topweine deutlich länger im Fass. Inzwischen hat Werner Näkel starke Unterstützung erhalten: Tochter Meike, Geisenheim-Absolventin, ist seit 2005 im Betrieb und kümmert sich um die Vinifikation, die zweite Tochter Dörte, ebenfalls Geisenheim-Absolventin, ist seit 2008 mit dabei. Zusammen mit Neil Ellis erzeugt Werner Näkel auch in Südafrika Weine, die unter dem Namen „Zwalu“ (auf deutsch „Neubeginn“) vermarktet werden. Aber auch in Portugal ist er aktiv, an der Quinta da Carvalhosa beteiligt, im Douro-Gebiet. Das Spätburgunder-Sortiment ist klar und überschaubar gegliedert in Guts-Spätburgunder, Blauschiefer, dem mit dem Jahrgang 2016 als Pendant der Grauwacke-Spätburgunder zur Seite gestellt wurde, und Spätburgunder S, an der Spitze der Kollektion stehen die drei Großen Spätburgunder-Gewächse aus Kräuterberg, Pfarrwingert und Sonnenberg, zu denen sich mit dem Jahrgang 2015 ein vierter Wein gesellte, der Spätburgunder aus dem Silberberg; aus dem Pfarrwingert gab es eine zeitlang auch einen Frühburgunder als Großes Gewächs.

Kontakt. 

Friedensstraße 15
53507  Dernau

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Besitzer

Werner Näkel
Ahr
21 Hektar
125.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling Dernauer

2022

12,5 %

88

Spätburgunder "Grauwacke"

2021

13 %

89

Spätburgunder „Blanc de Noir“ „Illusion“

2022

12,5 %

87

Spätburgunder „Blauschiefer“

2021

13 %

90

Spätburgunder „GG“ Ahrweiler Silberberg

2021

13 %

93

Spätburgunder „GG“ Dernauer Pfarrwingert

2016

13,5 %

93

Spätburgunder „GG“ Dernauer Pfarrwingert

2021

13 %

95

Spätburgunder „GG“ Neuenahrer Sonnenberg

2016

13,5 %

92

Spätburgunder „GG“ Neuenahrer Sonnenberg

2021

13 %

92

Spätburgunder „GG“ Walporzheimer Kräuterberg

2016

13,5 %

94

Lagen

Pfarrwingert (Dernau)
Sonnenberg (Neuenahr)
Kräuterberg (Walporzheim)
Silberberg (Ahrweiler)

Rebsorten

Spätburgunder (75%)
Frühburgunder (10%)
Dornfelder (5%)
Weißburgunder (4%)
Riesling (4%)
Meike & Dörte Näkel
© Weingut Meyer-Näkel

Winzer

Werner Näkel ist der renommierteste Winzer an der Ahr, ihm ist der Aufschwung, den die Region in den letzten zwanzig Jahren genommen hat, maßgeblich zu verdanken. Als er in den achtziger Jahren anfing trockene Weine zu erzeugen und Rotweine im Barrique auszubauen, war die Verwunderung groß. Heute sind Ahrweine überwiegend trocken, Barriqueausbau für die Spitzenweine ist heute eine Selbstverständlichkeit. Entstanden ist das Weingut 1950 mit der Heirat von Paula Meyer und Willibald Näkel, den Eltern von Werner Näkel, die 1,5 Hektar Reben besaßen. Unter Werner Näkels Regie hat sich die Rebfläche vervielfacht. Walporzheimer Kräuterberg, Dernauer Pfarr­wingert und Neuenahrer Sonnenberg sind seine traditionellen Paradelagen, der Ahrweiler Silberberg gehört mittlerweile auch dazu. Spätburgunder ist die absolute Nummer Eins in den Weinbergen, nimmt drei Viertel der Reb­fläche ein. Dazu gibt es Früh­burgunder, etwas Weißburgunder (erster Jahrgang war 2003) und Riesling. Seine Spitzenweine baut er in 300 Liter-Fässern aus, medium getoastet. Werner Näkel füllte diese früher meist im Herbst vor der neuen Ernte ab, heute bleiben die Topweine deutlich länger im Fass. Inzwischen hat Werner Näkel starke Unterstützung erhalten: Tochter Meike, Geisenheim-Absolventin, ist seit 2005 im Betrieb und kümmert sich um die Vinifikation, die zweite Tochter Dörte, ebenfalls Geisenheim-Absolventin, ist seit 2008 mit dabei. Zusammen mit Neil Ellis erzeugt Werner Näkel auch in Südafrika Weine, die unter dem Namen „Zwalu“ (auf deutsch „Neubeginn“) vermarktet werden. Aber auch in Portugal ist er aktiv, an der Quinta da Carvalhosa beteiligt, im Douro-Gebiet. Das Spätburgunder-Sortiment ist klar und überschaubar gegliedert in Guts-Spätburgunder, Blauschiefer, dem mit dem Jahrgang 2016 als Pendant der Grauwacke-Spätburgunder zur Seite gestellt wurde, und Spätburgunder S, an der Spitze der Kollektion stehen die drei Großen Spätburgunder-Gewächse aus Kräuterberg, Pfarrwingert und Sonnenberg, zu denen sich mit dem Jahrgang 2015 ein vierter Wein gesellte, der Spätburgunder aus dem Silberberg; aus dem Pfarrwingert gab es eine zeitlang auch einen Frühburgunder als Großes Gewächs.

Aktuelle Kollektion

Nachdem die verheerende Flut im Juli 2021 den kompletten Jahrgang 2020 zerstört hat, melden sich Meike und Dörte Näkel mit einer beeindruckenden Kollektion zurück, die zu den großen Kollektionen des Jahrgangs in Deutschland zählt. Der Dernauer Riesling ist frisch, würzig, fruchtbetont, sehr offen, besitzt feine Frucht und Grip. Der Illusion genannte Blanc de Noir ist ein Klassiker, er ist ebenfalls frisch und fruchtbetont, besitzt feine süße Frucht und Grip. Die Spätburgunder stammen alle aus dem Jahrgang 2021. Der Gutswein zeigt rote Früchte im Bouquet, ist lebhaft und zupackend, ein feiner Einstieg in den Spätburgunder-Reigen. Der Spätburgunder Grauwacke zeigt reife Frucht, Frische, dezent mineralische Noten, ist klar und zupackend, besitzt gute Struktur, Frucht und Grip – der bislang beste Grauwacke-Wein, und auch der Blauschiefer ist topp, zeigt rauchige Noten, viel Frische und Frucht, ist klar, lebhaft und zupackend, besitzt reintönige Frucht und Biss. Auch der Spätburgunder S war noch niemals so spannend wie 2021, er ist konzentriert und intensiv, faszinierend reintönig, kraftvoll, harmonisch, elegant, besitzt viel Grip und feine Frische noch im Finish. Auch die vier Großen Gewächse präsentieren sich in Topform, von drei der vier Weine haben wir den 2016er verkostet, alle drei präsentieren sich frisch, harmonisch, elegant, alle drei werden weiter sehr gut reifen. Aber zurück zum Jahrgang 2021. Der Spätburgunder vom Silberberg ist ja noch ein Jungspund, gibt es ihn doch erst seit 2015, aber er kann prächtig mit den schon länger existierenden Großen Gewächsen mithalten, zeigt intensive Frucht im Bouquet, ist herrlich eindringlich und konzentriert, faszinierend reintönig, ist frisch, klar und präzise im Mund, druckvoll und nachhaltig. Das Große Gewächs vom Sonnenberg ist fruchtbetont und intensiv im Bouquet, zeigt viel Frische, etwas Johannisbeeren, ist frisch und fruchtbetont auch im Mund, präzise und zupackend. Der Wein vom Pfarrwingert ist enorm rauchig, konzentriert und intensiv, zeigt etwas Gewürze, vereint Fülle und Saft mit Druck und Präzision, ist lang und nachhaltig. Der Kräuterberg ist rauchig und dominant, zeigt eine leichte Sponti-Reduktion, feine rauchige Noten, ein wenig Kräuter, viel Intensität, besitzt Fülle und Kraft, reintönige Frucht, Harmonie und Eleganz, Struktur, Druck und Nachhall. Was für großartige Spätburgunder!