Weingut Pfeffingen - Fuhrmann-Eymael

Das Weingut Pfeffingen hat seinen Namen vom gleichnamigen Bad Dürkheimer Ortsteil, der zwischen 500 und 600 n. Chr. gegründet wurde und Ausgangspunkt für die Besiedlung der Gegend war. Die Familie betreibt seit rund 250 Jahren Weinbau in der Pfalz, 1991 übernahm Doris Eymael das Weingut von ihrem Vater Karl Fuhrmann, seit 2002 leitet ihr Sohn Jan nach seinem Geisenheim-Studium und Auslandspraktika in Kalifornien, Bordeaux und Australien den Familienbetrieb. In den letzten Jahren wurden die Weinberge umstrukturiert, Riesling bleibt mit einem Anteil von 55 Prozent die wichtigste Rebsorte, ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder, die zusammen auf 25 Prozent der Fläche stehen. Scheurebe ist seit mehr als 50 Jahren eine Spezialität des Weinguts, sie nimmt mittlerweile 15 Prozent der Fläche ein und wird in mehreren Varianten angeboten, trocken, im Holz ausgebaut, je nach Jahrgang als Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese, oder auch als Sekt. Daneben gibt es noch etwas Silvaner, Gewürztraminer, St. Laurent und Cabernet Dorsa, zuletzt wurde Merlot gepflanzt. Als weitere Spezialität gibt es den Roten Riesling, vom Großvater als spontane Mutation im Weinberg entdeckt und von Jan Eymael gezielt weiter vermehrt, eine robuste, dickschalige Sorte, die etwas moderatere Säure als der Riesling aufweist. Das Sortiment ist vierstufig gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Weine aus Erster Lage und Großer Lage. Die drei Großen Gewächse stammen aus den besten Lagen des Weinguts, Herrenberg und Weilberg, die Rieslinge wachsen im Herrenberg in der von Sandsteinmauern und Hecken geschützten Teillage „Mardelskopf“ (Kalkstein mit Löss-Lehm-Auflage) und im ein Hektar großen Herzstück des Weilbergs (Terra Rossa-Böden), der Weißburgunder stammt aus der Parzelle „Vogelsang“ im Herrenberg. Der Riesling aus dem Ungsteiner Nussriegel (Buntsandstein, teilweise auch Lehmboden mit Kalksteinanteilen) fällt in die zweite VDP-Lagenkategorie, in die Kategorie Erste Lage. Nachdem Jan Eymael in den vergangenen Jahren in neue Stückfässer investiert hatte, stand 2018 ein Umbau im Keller an, in dessen Zuge ein neuer Barriquekeller eingerichtet wurde.

Kontakt. 

Pfeffingen 2
67098  Bad Dürkheim-Pfeffingen

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 8-12 + 13-18 Uhr, Sa. 9-12 + 13-16 Uhr

Besitzer

Doris Eymael, Jan Eymael

Betriebsleiter

Jan Eymael

Kellermeister

Rainer Gabel
Pfalz
17 Hektar
120.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Merlot trocken "SP" Ungstein

2021

14,5 %

88

Riesling "GG" Herrenberg

2022

13 %

90+

Riesling "GG" Weilberg

2022

13 %

91

Riesling trocken "Ey mal 1"

2022

12,5 %

85

Riesling trocken "Kalkstein" Ungstein

2022

13 %

87

Riesling trocken "Terra Rossa" Ungstein

2022

12,5 %

86

Riesling trocken Ungsteiner Nussriegel

2022

12 %

89

Scheurebe trocken "*O*"

2022

13,5 %

90

Scheurebe trocken "SP" Ungstein

2022

13,5 %

88+

Scheurebe trocken Ungstein

2022

12,5 %

86

Lagen

Herrenberg (Ungstein)
Weilberg (Ungstein)
Nussriegel (Ungstein)

Rebsorten

Riesling (55%)
Scheurebe (15%)
Weißburgunder (10%)
Spätburgunder (10%)
Jan Eymael
© Weingut Pfeffingen – Fuhrmann-Eymael

Winzer

Das Weingut Pfeffingen hat seinen Namen vom gleichnamigen Bad Dürkheimer Ortsteil, der zwischen 500 und 600 n. Chr. gegründet wurde und Ausgangspunkt für die Besiedlung der Gegend war. Die Familie betreibt seit rund 250 Jahren Weinbau in der Pfalz, 1991 übernahm Doris Eymael das Weingut von ihrem Vater Karl Fuhrmann, seit 2002 leitet ihr Sohn Jan nach seinem Geisenheim-Studium und Auslandspraktika in Kalifornien, Bordeaux und Australien den Familienbetrieb. In den letzten Jahren wurden die Weinberge umstrukturiert, Riesling bleibt mit einem Anteil von 55 Prozent die wichtigste Rebsorte, ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder, die zusammen auf 25 Prozent der Fläche stehen. Scheurebe ist seit mehr als 50 Jahren eine Spezialität des Weinguts, sie nimmt mittlerweile 15 Prozent der Fläche ein und wird in mehreren Varianten angeboten, trocken, im Holz ausgebaut, je nach Jahrgang als Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese, oder auch als Sekt. Daneben gibt es noch etwas Silvaner, Gewürztraminer, St. Laurent und Cabernet Dorsa, zuletzt wurde Merlot gepflanzt. Als weitere Spezialität gibt es den Roten Riesling, vom Großvater als spontane Mutation im Weinberg entdeckt und von Jan Eymael gezielt weiter vermehrt, eine robuste, dickschalige Sorte, die etwas moderatere Säure als der Riesling aufweist. Das Sortiment ist vierstufig gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Weine aus Erster Lage und Großer Lage. Die drei Großen Gewächse stammen aus den besten Lagen des Weinguts, Herrenberg und Weilberg, die Rieslinge wachsen im Herrenberg in der von Sandsteinmauern und Hecken geschützten Teillage „Mardelskopf“ (Kalkstein mit Löss-Lehm-Auflage) und im ein Hektar großen Herzstück des Weilbergs (Terra Rossa-Böden), der Weißburgunder stammt aus der Parzelle „Vogelsang“ im Herrenberg. Der Riesling aus dem Ungsteiner Nussriegel (Buntsandstein, teilweise auch Lehmboden mit Kalksteinanteilen) fällt in die zweite VDP-Lagenkategorie, in die Kategorie Erste Lage. Nachdem Jan Eymael in den vergangenen Jahren in neue Stückfässer investiert hatte, stand 2018 ein Umbau im Keller an, in dessen Zuge ein neuer Barriquekeller eingerichtet wurde.

Aktuelle Kollektion

Die 2022er Großen Gewächse von Jan Eymael brauchen alle einiges an Luft, um sich zu öffnen: Beide Riesling entwickeln viel Druck und sind sehr nachhaltig, der Weilberg zeigt etwas Aprikose, Ananas und Grapefruit im Bouquet, aber auch steinig-mineralische Noten, am Gaumen ist er elegant und animierend, besitzt leicht salzige Noten und nach einem Tag in der offenen Flasche auch klare Frucht, insgesamt ist er schon etwas präsenter und expressiver als der Herrenberg, der deutlich weniger Frucht zeigt, etwas grünen Apfel, dazu kräutrig-mineralische Würze, am Gaumen ist er animierend und etwas salziger als der Weilberg. Der Weißburgunder vom Herrenberg zeigt ein komplexes Bouquet mit Aromen von Birne, Blutorange, etwas Kokos und Butterkeks, am Gaumen besitzt er gut eingebundenes Holz und viel Druck, ist kraftvoll und sehr nachhaltig. Fast genauso stark ist die maischevergorene Scheurebe „O“, die ebenfalls ein sehr vielschichtiges Bouquet zeigt mit Noten von Kräutern, Schwarztee, schwarzen Johannisbeeren und Zitrusfrucht, am Gaumen ist der Wein animierend, herb, geradlinig und sehr nachhaltig, besitzt Schmelz und feinen Tanningrip. Die Scheurebe SP ist in der Nase deutlich vom Holz geprägt, dass dann aber am Gaumen zwar präsent, aber gut eingebunden ist und mit animierender Zitrusfrucht und kräutrigen Noten ein harmonisches Gesamtbild ergibt, die Ungsteiner Scheurebe ist deutlicher in der Frucht, mit Aromen von schwarzer Johannisbeere, Holunderblüte und etwas Aprikose, am Gaumen ist sie saftig und frisch. Der Riesling Nussriegel zeigt kräutrige Noten und klare Frucht, Aprikose, Ananas, ist elegant und nachhaltig, bei den beiden Ortsrieslingen ist der Kalkstein mit Aromen von Ananas, gelbem Apfel und kreidigen Noten etwas ausdrucksstärker als der leicht verhaltene Terra Rossa, der Grip und Frische besitzt, der Riesling Ey mal 1 ist ebenfalls frisch, zeigt grünen Apfel und kräutrige Noten. Die beiden Rotweine sind kraftvoll, der Merlot zeigt dunkle Beerenfrucht, schwarze Johannisbeere, Brombeere und etwas Mokka, besitzt viel Stoff und eine kräutrige Frische, der Spätburgunder ist zunächst leicht verhalten, zeigt dann etwas Schwarzkirsche und rote Johannisbeere, besitzt gut eingebundenes Holz.