Weingut Querbach

Die Weinberge von Peter Querbach liegen vor allem in den beiden Oes­tricher Lagen Doosberg und Lenchen, aber auch in Hallgarten (Schönhell) und Winkel (Hasensprung) ist er vertreten. Neben Riesling baut er etwas Spätburgunder an, den er teils als Rotwein, teils als Blanc de Noir und Sekt ausbaut; zukünftig soll etwas mehr Spätburgunder angepflanzt werden. Das Sortiment ist klar gestaltet: Die Basis bilden der Schoppen genannte Riesling, anfangs nur im Liter, inzwischen aber in der 0,75 Liter-Flasche erhältlich, und der Riesling Classic, der mit dem Jahrgang 2014 den Namen Riesling „sur lie“ erhielt, dann folgt der Orts-Riesling aus Hallgarten, schließlich die beiden Lagenrieslinge aus dem Oestricher Lenchen („Querbach N° 1“) und dem Oestricher Doosberg, der heute den Namen Milestone trägt. Pinot Noir sowie Sekte, mal aus Riesling, mal aus Pinot Noir, ergänzen immer wieder das Sortiment. Bereits seit dem Jahrgang 1999 bietet das Weingut Querbach seine Weine mit dem von Peter Querbach entwickelten Verschlusssystem, ba­sierend auf einem Edelstahlverschluss (eine Art Kronkorken) an. Nach einer Mai­sche­standzeit von etwa zwölf Stunden werden die Moste mit den natürlichen Hefen vergoren, alle Weine werden in Edelstahltanks ausgebaut. Die Weine bleiben recht lange auf der Hefe und werden relativ spät abgefüllt, sie liegen im Restzucker im oberen trockenen respektive unteren halbtrockenen Bereich. Seit der ersten Ausgabe empfehlen wir die Querbach‘schen Weine, schon damals waren wir beeindruckt vom guten Niveau der Basis-Rieslinge, schon damals fanden wir den Spitzenwein aus dem Doosberg hervorragend. Die Weine zeigen eine klare Handschrift, sie sind klar und geradlinig, besitzen Frucht und Kraft, die Kollektionen sind immer stimmig, man findet immer eine klare Steigerung von den Guts- hin zu den Orts- und Lagenweinen. Und es sind Weine, die hervorragend altern können, wovon wir uns schon mehrfach überzeugen konnten, nicht nur die Topweine. Und für Liebhaber gereifter Rieslinge ein Tipp: Peter Querbach hat noch viele alte Jahrgänge im Verkauf – und diese bietet er erstaunlicherweise zu den gleichen Preisen an wie die jeweils aktuellen Weine.

Kontakt. 

Lenchenstraße 19
65375  Oestrich-Winkel

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 8-12 + 14-17:30 Uhr, Sa. 9-14 Uhr und nach Vereinbarung

Besonderheiten

8 Doppelzimmer

Besitzer

Peter Querbach
Rheingau
10 Hektar
60.000-80.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "Edition"

2022

12 %

(89+)

Riesling "Milestone" Oestricher Doosberg

2022

12 %

(91+)

Riesling "Q1" Oestricher Lenchen

2022

12 %

(89+)

Riesling "sur lie"

2022

12 %

(87+)

Riesling Hallgarten

2022

12 %

(90+)

Lagen

Lenchen (Oestrich)
Doosberg (Oestrich)
Hasensprung (Winkel)

Rebsorten

Riesling (98%)
Spätburgunder (2%)
Peter Querbach
© Weingut Querbach

Winzer

Die Weinberge von Peter Querbach liegen vor allem in den beiden Oes­tricher Lagen Doosberg und Lenchen, aber auch in Hallgarten (Schönhell) und Winkel (Hasensprung) ist er vertreten. Neben Riesling baut er etwas Spätburgunder an, den er teils als Rotwein, teils als Blanc de Noir und Sekt ausbaut; zukünftig soll etwas mehr Spätburgunder angepflanzt werden. Das Sortiment ist klar gestaltet: Die Basis bilden der Schoppen genannte Riesling, anfangs nur im Liter, inzwischen aber in der 0,75 Liter-Flasche erhältlich, und der Riesling Classic, der mit dem Jahrgang 2014 den Namen Riesling „sur lie“ erhielt, dann folgt der Orts-Riesling aus Hallgarten, schließlich die beiden Lagenrieslinge aus dem Oestricher Lenchen („Querbach N° 1“) und dem Oestricher Doosberg, der heute den Namen Milestone trägt. Pinot Noir sowie Sekte, mal aus Riesling, mal aus Pinot Noir, ergänzen immer wieder das Sortiment. Bereits seit dem Jahrgang 1999 bietet das Weingut Querbach seine Weine mit dem von Peter Querbach entwickelten Verschlusssystem, ba­sierend auf einem Edelstahlverschluss (eine Art Kronkorken) an. Nach einer Mai­sche­standzeit von etwa zwölf Stunden werden die Moste mit den natürlichen Hefen vergoren, alle Weine werden in Edelstahltanks ausgebaut. Die Weine bleiben recht lange auf der Hefe und werden relativ spät abgefüllt, sie liegen im Restzucker im oberen trockenen respektive unteren halbtrockenen Bereich. Seit der ersten Ausgabe empfehlen wir die Querbach‘schen Weine, schon damals waren wir beeindruckt vom guten Niveau der Basis-Rieslinge, schon damals fanden wir den Spitzenwein aus dem Doosberg hervorragend. Die Weine zeigen eine klare Handschrift, sie sind klar und geradlinig, besitzen Frucht und Kraft, die Kollektionen sind immer stimmig, man findet immer eine klare Steigerung von den Guts- hin zu den Orts- und Lagenweinen. Und es sind Weine, die hervorragend altern können, wovon wir uns schon mehrfach überzeugen konnten, nicht nur die Topweine. Und für Liebhaber gereifter Rieslinge ein Tipp: Peter Querbach hat noch viele alte Jahrgänge im Verkauf – und diese bietet er erstaunlicherweise zu den gleichen Preisen an wie die jeweils aktuellen Weine.

Aktuelle Kollektion

Rieslinge von Peter Querbach zu verkosten, ist immer eine Freude und eine Herausforderung gleichermaßen. Eine Freude, weil das Niveau vom Gutswein bis zum Milestone-Riesling seit mehr als zwei Jahrzehnten zuverlässig hoch ist. Eine Herausforderung ist es, weil die Weine in ihrer Jugend sehr verschlossen sind. Es ist ratsam, den Weinen, insbesondere wenn sie jung sind, viel Luft zu geben und im besten Fall über Tage hinweg zu verkosten, da Peter Querbach gewöhnlich mit viel Schwefel füllt. Dass wir in diesem Jahr nur Fassproben verkosten konnten, macht es ein klein wenig „einfacher“, aber die Weine sind immer noch sehr verschlossen, deuten dabei aber ihr großes Lagerpotential an. Das gilt schon für den Basis-Riesling Sur Lie, der sehr direkt, kraftvoll und konzentriert ist, gelbe Früchte und Zitrus zeigt, viel Säure und Grip besitzt. Der Wein ist derzeit noch etwas wild und jugendlich, doch erfahrungsgemäß werden auch die Basis-Weine mit der Zeit offener und komplexer. Wer die Chance bekommt, gereifte Guts-Rieslinge von Peter Querbach zu trinken, sollte sie nutzen. Der Riesling Edition ist im ersten Moment karg und herb, mit Luft saftig, konzentriert, druckvoll und lang, mit gelben Früchten, grünem Apfel, kräutrig-steiniger Würze und feinem Gerbstoff. Sehr stark ist in diesem Jahr der Ortsriesling aus Hallgartener Lagen, den wir im derzeitigen Stadium dem Lagenwein aus dem Oestricher Lenchen vorziehen. Der Wein ist kraftvoll, zupackend, sehr kompakt und geradlinig, dabei aber faszinierend klar, präzise und schlank. Im ersten Moment zeigt der Wein etwas Feuerstein, mit Luft Kräuter, gelbe Früchte und Würze. Der Q1 genannten Riesling aus dem Oestricher Lenchen ist etwas weicher und üppiger, aber immer noch sehr von Säure gekennzeichnet. Im Bouquet zeigt der Wein gelbe Früchte, etwas Aprikose, Melone, aber auch einen Hauch Feuerstein, im Mund besitzt er Biss, Konzentration, Kraft und Intensität, ist ebenfalls noch sehr verschlossen. Ganz stark und wie gewohnt in der Jugend etwas herb und dominant ist der Milestone-Riesling aus dem Oestricher Doosberg. Der Wein ist sehr jugendlich, von Bitter- und Feuersteinnoten geprägt, mit viel Luft wird er offener und lebhafter, zeigt gelbe Früchte, Zitrus und Melone, ist zupackend, dicht, druckvoll, dezent rauchig, griffig und faszinierend nachhaltig – ein Wein, der sich über Tage entwickelt und erst in einigen Jahren sein volles Potenzial entfalten dürfte. Wie immer eine starke Kollektion mit einzigartiger Handschrift.