Weingut Siggi

Siegfried Mayers Urgroßvater hatte schon Wein im Neckartal angebaut, sein Großvater war Genossenschaftswinzer, er selbst, genannt Siggi, hat nach Weinküferlehre und Geisenheim-Studium zwölf Jahre als Önologe in verschiedenen Weinbaugebieten (im Rheingau, bei von Othegraven an der Saar, in Baden) gearbeitet. 2014 gründete er mit 2 Hektar Reben sein eigenes Weingut in Hessigheim, das er heute mit Lebenspartnerin Amanda Eigner führt. Seither hat er behutsam in kleinen Schritten die Rebfläche vergrößert. Die Weinberge liegen hauptsächlich im Hessigheimer Felsengarten und im Besigheimer Wurmberg, wo die Reben auf kargen Muschelkalkböden wachsen, teilweise in Terrassen. In Mundelsheim (Keuper mit Lössauflage) hat er einen alten Spätburgunderweinberg erworben, inzwischen besitzt er dort auch Lemberger. Riesling, Lemberger, Spätburgunder und Sauvignon Blanc sind seine wichtigsten Rebsorten, dazu gibt es Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Trollinger und andere Sorten; alte Trollingeranlagen werden sukzessive mit Lemberger und Cabernet Sauvignon veredelt. Er hat zuletzt mehr Chardonnay gepflanzt, auf Muschelkalk, hat noch etwas Riesling dazugenommen. Die Weine werden mit den natürlichen Hefen vergoren, je nach Jahrgang mit mehr oder weniger ganzen Beeren, werden nach langen Maischestandzeiten überwiegend im Holz, teils aber auch im Edelstahl sehr lange auf der Hefe ausgebaut, die Rotweine kommen alle für mindestens ein Jahr ins Holz und werden unfiltriert abgefüllt. Unterhalb der Felsengärten am Neckartal-Radweg wurden der neue Keller und eine Vinothek gebaut.

Kontakt. 

Besigheimer Straße 75
74994  Hessigheim

Öffnungszeiten

Fr. 16-18 Uhr, Sa. 10-16 Uhr

Besitzer

Siegfried Mayer

Betriebsleiter

Siegfried Mayer

Kellermeister

Siegfried Mayer
Württemberg
3 Hektar
16.000 Flaschen

Aktuelle Weine

"Armer Konrad" Weißwein trocken

2022

12 %

"Siggi Stardust" Weißwein trocken

2019

12 %

Cabernet Sauvignon trocken Wurmberg

2021

13 %

Chardonnay trocken "Muschelkalk"

2021

12 %

Chardonnay trocken "Muschelkalk"

2022

Lemberger trocken "Lösskeuper"

2021

12,5 %

Lemberger trocken "Muschelkalk"

2021

12,5 %

Riesling trocken "Muschelkalk"

2021

11,5 %

Riesling trocken Hambach

2020

12 %

Riesling trocken Hambach

2022

Lagen

Felsengarten (Hessigheim)
Wurmberg (Besigheim)

Rebsorten

Riesling (20%)
Lemberger (20%)
Spätburgunder (15%)
Sauvignon Blanc (15%)
Cabernet Sauvignon (10%)
Chardonnay (10%)
Trollinger (10%)
Siegfried Mayer
© Weingut Siggi

Winzer

Siegfried Mayers Urgroßvater hatte schon Wein im Neckartal angebaut, sein Großvater war Genossenschaftswinzer, er selbst, genannt Siggi, hat nach Weinküferlehre und Geisenheim-Studium zwölf Jahre als Önologe in verschiedenen Weinbaugebieten (im Rheingau, bei von Othegraven an der Saar, in Baden) gearbeitet. 2014 gründete er mit 2 Hektar Reben sein eigenes Weingut in Hessigheim, das er heute mit Lebenspartnerin Amanda Eigner führt. Seither hat er behutsam in kleinen Schritten die Rebfläche vergrößert. Die Weinberge liegen hauptsächlich im Hessigheimer Felsengarten und im Besigheimer Wurmberg, wo die Reben auf kargen Muschelkalkböden wachsen, teilweise in Terrassen. In Mundelsheim (Keuper mit Lössauflage) hat er einen alten Spätburgunderweinberg erworben, inzwischen besitzt er dort auch Lemberger. Riesling, Lemberger, Spätburgunder und Sauvignon Blanc sind seine wichtigsten Rebsorten, dazu gibt es Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Trollinger und andere Sorten; alte Trollingeranlagen werden sukzessive mit Lemberger und Cabernet Sauvignon veredelt. Er hat zuletzt mehr Chardonnay gepflanzt, auf Muschelkalk, hat noch etwas Riesling dazugenommen. Die Weine werden mit den natürlichen Hefen vergoren, je nach Jahrgang mit mehr oder weniger ganzen Beeren, werden nach langen Maischestandzeiten überwiegend im Holz, teils aber auch im Edelstahl sehr lange auf der Hefe ausgebaut, die Rotweine kommen alle für mindestens ein Jahr ins Holz und werden unfiltriert abgefüllt. Unterhalb der Felsengärten am Neckartal-Radweg wurden der neue Keller und eine Vinothek gebaut.

Aktuelle Kollektion

Siegfried Mayer lässt die Weine sehr lange auf der Hefe und füllt sehr spät, so dass wir seine 2022er nur als unfertige Rohlinge verkosten konnten. Nur die Armer Konrad genannte Cuvée war bereits auf der Flasche, besteht aus zwei Drittel Kerner und einem Drittel Müller-Thurgau (von 1955 gepflanzten Reben!), Im Tonneau vergoren, zeigt feine Würze und etwas rauchige Noten im Bouquet, besitzt gute Struktur, Frische und Grip. Der Sauvignon Blanc aus der Gewanne im Rosen ist intensiv fruchtig, reintönig, dominant, strukturiert, braucht noch Zeit. Riesling spielt die wichtigste Rolle im Betrieb, der 2021er Muschelkalk-Riesling zeigt intensive Frucht im herrlich eindringlichen Bouquet, ist spannend im Mund, braucht etwas Luft, baut viel Druck auf, ist enorm zupackend und nachhaltig. Den Lagen-Riesling aus der Gewanne Hambach hat er 2021 nicht erzeugt, der 2022er, als Fassprobe verkostet, ist würzig, dominant, hefegeprägt, besitzt gute Struktur und viel Druck. Schön geöffnet hat sich der 2020er, ist intensiv, rauchig, hat an Komplexität gewonnen, ist druckvoll, lang, nachhaltig. Chardonnay soll zukünftig eine viel wichtigere Rolle im Betrieb spielen, der 2021er Muschelkalk-Chardonnay ist sehr karg, geradlinig, zupackend, der 2022er, als Fassprobe verkostet, zeigt derzeit noch intensive, jugendliche Frucht, viel Intensität, ist weniger karg als der 2021er, besitzt deutlich mehr Kraft und Druck. „Lots of Nature and a Piece of Orange“ steht auf dem Etikett des 2019er Stardust Siggi, einem Müller-Thurgau, der ein Prozent Riesling enthält, im 500 Liter-Fuder ohne Schwefel ausgebaut wurde und absolut stabil dasteht, stoffig, kraftvoll, strukturiert, er wird sich auch in den kommenden Jahren nicht sehr verändern. Der als Fassprobe verkostete 2022er Muschelkalk-Trollinger stammt von 1969 und 1975 in Muschelkalk-Terrassen gepflanzten Reben, er ist sehr präzise, puristisch, extrem karg, dezent mineralisch. Der Subkultur genannte Wein ist im Jahrgang 2021 ein Spätburgunder Rosé (davor gab es Subkultur als Silvaner und als Riesling), im Tonneau ausgebaut, eindringlich, druckvoll, karg, fordernd. Der Muschelkalk-Lemberger hat mit dem Jahrgang 2021 einen Partner vom Lösskeuper erhalten, im Stückfass ausgebaut, der würzig und eindringlich ist, frisch, geradlinig und zupackend. Wir finden die Muschelkalk-Variante spannender, der Wein ist konzentriert und herrlich eindringlich, zeigt deutlich mehr Frucht, ist kraftvoll, zupackend, nachhaltig. Der Spätburgunder vom Lösskeuper stammt aus dem Jahrgang 2020, er ist frisch und fruchtbetont, leicht rauchig, reintönig, zeigt etwas rote Früchte, besitzt gute Struktur, feinen Grip und eine dezente Bitternote im Abgang. Der Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2021, stammt von alten umveredelten Reben in den Muschelkalkterrassen des Besigheimer Wurmbergs (im original Wurmberg), zeigt gute Intensität und viel Frucht im dominanten Bouquet, ist kraftvoll, stoffig und zupackend, noch jugendlich. Lauter spannende Weine!