Weingut Weingart

Das Weingut Weingart hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der führenden Betriebe am Mittelrhein entwickelt. Adolf Weingart hatte den landwirtschaftlichen Mischbetrieb ganz auf Weinbau umgestellt, seit 1996 wird das Gut mit seinen 5 Hektar Reben von seinem Sohn Florian geführt. Florian Weingarts Weinberge liegen im Bopparder Hamm, in den Lagen Feuerlay, Ohlenberg und Engelstein, sowie im Spayer Engelstein; den Pachtvertrag für die Weinberge in der Lage Schloss Fürstenberg hat Florian Weingart dagegen beendet. Mit dem Jahrgang 2014 (respektive 2013 beim Spätburgunder) nutzte Weingart erstmals die Gewannnamen „In der Zech“ (in Spay in der Lage Engelstein gelegen) und „Am Weißen Wacke“ (im Bopparder Hamm Engelstein). Riesling dominiert in diesem Weingut, dazu gibt es 15 Prozent Spätburgunder – eine vergleichsweise große Fläche, welche die Bedeutung des Rotweines zeigt. Ein Großteil der Weine wird halbtrocken oder etwas süßer ausgebaut, allerdings gehören auch die trockenen Weine regelmäßig zur Spitze am Mittelrhein. Sekte ergänzen das Angebot, und wenn Auslesen oder Trockenbeerenauslesen gelingen, sind die in der Regel von großartiger Balance. Das Weingut gehört seit über einem Jahrzehnt zu den Spitzenbetrieben am Mittelrhein. Wobei sich in diesem Jahrzehnt die Weine stilistisch verändert haben. Sie haben deutlich an Profil gewonnen, sind – teils durch die inzwischen praktizierte Spontangärung – vielleicht etwas weniger fruchtbetont und zugänglich als früher, dafür aber präziser und nachhaltiger. Experimente, beispielsweise mit einem gewissen Anteil an Botrytistrauben, gefallen sehr; man kann nie genau wissen, was Florian Weingart als nächstes macht, und genau das verleiht der Sache Spannung. In jedem Fall ist dieser Betrieb eines der bemerkenswertesten und am individuellsten arbeitenden Weingüter nicht nur am Mittelrhein, sondern weit darüber hinaus. 2017 wurde ein neuer Keller in den Weinbergen gebaut, kreisrund und komplett in der Erde.

Kontakt. 

Peterspay 1
56322  Spay

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 14-18:30 Uhr, Sa. 11-18.30 Uhr, Weinproben bis 14 Personen

Besonderheiten

Picknickplatz auf dem Weinkeller, Ferienwohnungen am Rhein

Besitzer

Familie Florian Weingart
Mittelrhein
6 Hektar
39.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Riesling "feinherb" Mittelrhein

2022

10,5 %

Riesling "kleine Anarchie"

2022

9,5 %

Riesling Kabinett "feinherb" Bopparder Hamm Engelstein Am Weißen Wacke

2022

10 %

Riesling Kabinett Spay In der Zech

2022

7,5 %

Riesling Kabinett trocken Bopparder Hamm Engelstein

2022

10,5 %

Riesling Spätlese "feinherb" Bopparder Hamm Ohlenberg

2022

11 %

Riesling Spätlese Bopparder Hamm Ohlenberg

2022

7 %

Riesling Spätlese halbtrocken Bopparder Hamm Ohlenberg

2022

11,5 %

Riesling Spätlese trocken Bopparder Hamm Engelstein Am Weißen Wacke

2022

12 %

Riesling Spätlese trocken Bopparder Hamm Feuerlay

2022

11,5 %

Lagen

Feuerlay (Bopparder Hamm)
Ohlenberg (Bopparder Hamm)
Engelstein (Bopparder Hamm)
Am Weißen Wacke (Bopparder Hamm)
Engelstein (Spay)
In der Zech (Spay)

Rebsorten

Riesling (85%)
Spätburgunder (15%)
Florian Weingart
© Weingut Weingart

Winzer

Das Weingut Weingart hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der führenden Betriebe am Mittelrhein entwickelt. Adolf Weingart hatte den landwirtschaftlichen Mischbetrieb ganz auf Weinbau umgestellt, seit 1996 wird das Gut mit seinen 5 Hektar Reben von seinem Sohn Florian geführt. Florian Weingarts Weinberge liegen im Bopparder Hamm, in den Lagen Feuerlay, Ohlenberg und Engelstein, sowie im Spayer Engelstein; den Pachtvertrag für die Weinberge in der Lage Schloss Fürstenberg hat Florian Weingart dagegen beendet. Mit dem Jahrgang 2014 (respektive 2013 beim Spätburgunder) nutzte Weingart erstmals die Gewannnamen „In der Zech“ (in Spay in der Lage Engelstein gelegen) und „Am Weißen Wacke“ (im Bopparder Hamm Engelstein). Riesling dominiert in diesem Weingut, dazu gibt es 15 Prozent Spätburgunder – eine vergleichsweise große Fläche, welche die Bedeutung des Rotweines zeigt. Ein Großteil der Weine wird halbtrocken oder etwas süßer ausgebaut, allerdings gehören auch die trockenen Weine regelmäßig zur Spitze am Mittelrhein. Sekte ergänzen das Angebot, und wenn Auslesen oder Trockenbeerenauslesen gelingen, sind die in der Regel von großartiger Balance. Das Weingut gehört seit über einem Jahrzehnt zu den Spitzenbetrieben am Mittelrhein. Wobei sich in diesem Jahrzehnt die Weine stilistisch verändert haben. Sie haben deutlich an Profil gewonnen, sind – teils durch die inzwischen praktizierte Spontangärung – vielleicht etwas weniger fruchtbetont und zugänglich als früher, dafür aber präziser und nachhaltiger. Experimente, beispielsweise mit einem gewissen Anteil an Botrytistrauben, gefallen sehr; man kann nie genau wissen, was Florian Weingart als nächstes macht, und genau das verleiht der Sache Spannung. In jedem Fall ist dieser Betrieb eines der bemerkenswertesten und am individuellsten arbeitenden Weingüter nicht nur am Mittelrhein, sondern weit darüber hinaus. 2017 wurde ein neuer Keller in den Weinbergen gebaut, kreisrund und komplett in der Erde.

Aktuelle Kollektion

Wieder präsentiert Florian Weingart eine überzeugende Kollektion. Die Weine wirken insgesamt fruchtbetonter und reifer als im letzten Jahr, sind weniger spannkräftig, dafür voller und präsenter. Ein Jahrgang, der schon früh in Form kommen wird und mit seiner Intensität und aromatischen Geschlossenheit begeistert. Der Gutsriesling spiegelt die Qualitäten des Jahrgangs beispielhaft wider, saftig und intensiv nach reifen Zitrusfrüchten duftend und schmeckend, kommen würzige Aromen aus der Spontanvergärung hinzu, die eine weitere Dimension geben, so ist wieder alles wie aus einem Guss. Der kräftige trockene Kabinett aus dem Engelstein ist einer unserer Favoriten, die Säure schneidet durch seine reife gelbe Frucht, herbe Schalenaromen flankieren, er ist kraftvoll im Mund, besitzt Schliff und Druck, ist lang und nachhaltig mit feinen Zitrusaromen und frischer Minze: Ein Paradewein mit 10,5 Prozent Alkohol. Die trockenen Spätlesen sind spürbar reifer als im Vorjahr. Die aus dem Engelstein ist saftig und intensiv, spricht mit ihrer hohen Reife den Gaumen sofort an, die Säure ist mild, der Wein geht unmittelbar auf, ist füllig und markant würzig. Dagegen ist die trockene Feuerlay Spätlese aus dem Hamm mineralischer und präziser, hat Finesse und Spiel, steckt voll herrlich reifer Zitrusaromen, schließt im langen Nachhall mit zart herber Schalenwürze ab. Üppig und von betörender Reife in der tropisch-herben Frucht ist die halbtrockene Spätlese aus dem Ohlenberg, ein satter, saftiger Wein mit viel Würze, der frühen Trinkgenuss bietet. Die Phalanx der feinherben Rieslinge überzeugt durch und durch. Der Gutswein ist herrlich saftig und frisch, mit mineralischem Grip versehen. Der feinherbe Kabinett aus dem Gewann Am Weißen Wacke bietet reifen Saft und eindringliche Säure, die in perfekt austariertem Verhältnis stehen, er hinterlässt etwas Süße am Gaumen, die von mineralischem Salz balanciert wird. Die satte Spätlese aus dem Ohlenberg ist offen, steckt voll reifer süßer Frucht, besitzt am Gaumen Saft und Fülle, besitzt Grip im Finish. Bodenständig, geradlinig und knackig ist der fruchtige Riesling Kleine Anarchie, der eine besondere Empfehlung wert ist, Liebhaber fruchtiger Rieslinge mit Rasse finden hier den passenden Wein. Der fruchtige Kabinett aus Spay ist so saftig und frisch, wie er sein muss. Die fruchtige Spätlese ist delikat, changiert zwischen reifer, tropisch-herber Frucht und frisch geschnittenen Limetten, offeriert ein weites Trinkfenster.