Weingut Wittmann

Günter und Elisabeth Wittmann begannen Mitte der achtziger Jahre mit der Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung und sind seit 1990 Mitglied bei Naturland. Sohn Philipp führt diesen Weg konsequent fort, seit 2004 arbeitet er biodynamisch. Seine Weinberge liegen vor allem in West­hofen, wo er aus vier Lagen Große Gewächse erzeugt. In der Aulerde, der wärmsten, am tiefsten gelegenen Lage mit Tonmergelböden und geringen Anteilen an Lösslehm und Kalkstein, besitzt er 4 Hektar im Kernstück der Lage. Im angrenzenden Kirchspiel besitzt er Weinberge vor allem im oberen Bereich der Lage; die Böden im Kirchspiel bestehen aus Tonmergel mit Kalksteineinlagen und Kalksteinverwitterungslehm. Das Brunnenhäuschen ist ein Südhang, der bis auf 240 Meter ansteigt. Der Boden besteht aus Tonmergel mit Kalkstein und Kalksteinfelsen im Untergrund, enthält einen hohen Eisenoxidanteil (Terra Rossa). Philipp Wittmanns Weinberge liegen vor allem im unteren Teil des Brunnenhäuschens in der Gewanne Abtserde. Der westlich angrenzende Morstein ist die bekannteste Lage in Westhofen, ein Südhang mit schweren Tonmergelböden mit Kalksteineinlagerun­gen und Kalksteinfels im Untergrund. Die Weine werden recht lange auf der Hefe ausgebaut und nur einmal vor der Abfüllung filtriert. Alle trockenen Weine werden als Qualitätswein vermarktet, nur süße Weine werden mit Prädikatsangaben versehen. Das Programm ist gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Große Gewächse aus den Lagen Aulerde, Kirchspiel, Brunnenhäuschen und Morstein, daneben gibt es den Versteigerungs-Riesling La Borne, benannt nach einer Gewanne im Morstein. Die Spitzenweine der anderen weißen Sorten – Chardonnay, Weißburgunder – wurden lange Zeit mit dem Zusatz „S“ vermarktet. Seit dem Jahrgang 2014 werden diese länger im Fass ausgebaut und kommen nicht mehr im Jahr nach der Ernte auf den Markt, sondern erst im Frühjahr des darauf folgenden Jahres und tragen seither die Zusatzbezeichnung Réserve. Erstmals 2014 gab es eine Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay als Ortswein, mit dem Jahrgang 2019 kam als Réserve eine Cuvée aus denselben beiden Rebsorten hinzu, „Der Berg“ genannt, 2021 ein Lagen-Chardonnay aus der Steingrube. Süße und edelsüße Rieslinge bis hin zur Trockenbeerenauslese ergänzen hin und wieder das Programm.

Kontakt. 

Mainzer Straße 19
67593  Westhofen

Öffnungszeiten

nach Vereinbarung

Besitzer

Günter & Philipp Wittmann
Rheinhessen
30 Hektar
200.000 Flaschen

Aktuelle Weine

Chardonnay trocken Westhofener Steingrube

2021

13 %

92

Chardonnay „Réserve“

2021

13 %

93

Riesling trocken "1G" Gundersheimer

2022

12,5 %

90

Riesling trocken "1G" Westhofener

2022

12,5 %

91

Riesling trocken "Estate"

2022

12 %

89

Riesling trocken "vom Kalkstein"

2022

12,5 %

90

Riesling „GG“ Westhofen Aulerde

2022

12,5 %

93

Riesling „GG“ Westhofen Brunnenhäuschen

2022

12,5 %

96

Riesling „GG“ Westhofen Brunnenhäuschen

2007

13 %

92

Riesling „GG“ Westhofen Brunnenhäuschen

2013

12,5 %

94

Lagen

Morstein (Westhofen)
Kirchspiel (Westhofen)
Aulerde (Westhofen)
Brunnenhäuschen (Westhofen)

Rebsorten

Riesling (75%)
Burgundersorten (20%)
Philipp Wittmann
© Weingut Wittmann

Winzer

Günter und Elisabeth Wittmann begannen Mitte der achtziger Jahre mit der Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung und sind seit 1990 Mitglied bei Naturland. Sohn Philipp führt diesen Weg konsequent fort, seit 2004 arbeitet er biodynamisch. Seine Weinberge liegen vor allem in West­hofen, wo er aus vier Lagen Große Gewächse erzeugt. In der Aulerde, der wärmsten, am tiefsten gelegenen Lage mit Tonmergelböden und geringen Anteilen an Lösslehm und Kalkstein, besitzt er 4 Hektar im Kernstück der Lage. Im angrenzenden Kirchspiel besitzt er Weinberge vor allem im oberen Bereich der Lage; die Böden im Kirchspiel bestehen aus Tonmergel mit Kalksteineinlagen und Kalksteinverwitterungslehm. Das Brunnenhäuschen ist ein Südhang, der bis auf 240 Meter ansteigt. Der Boden besteht aus Tonmergel mit Kalkstein und Kalksteinfelsen im Untergrund, enthält einen hohen Eisenoxidanteil (Terra Rossa). Philipp Wittmanns Weinberge liegen vor allem im unteren Teil des Brunnenhäuschens in der Gewanne Abtserde. Der westlich angrenzende Morstein ist die bekannteste Lage in Westhofen, ein Südhang mit schweren Tonmergelböden mit Kalksteineinlagerun­gen und Kalksteinfels im Untergrund. Die Weine werden recht lange auf der Hefe ausgebaut und nur einmal vor der Abfüllung filtriert. Alle trockenen Weine werden als Qualitätswein vermarktet, nur süße Weine werden mit Prädikatsangaben versehen. Das Programm ist gegliedert in Gutsweine, Ortsweine und Große Gewächse aus den Lagen Aulerde, Kirchspiel, Brunnenhäuschen und Morstein, daneben gibt es den Versteigerungs-Riesling La Borne, benannt nach einer Gewanne im Morstein. Die Spitzenweine der anderen weißen Sorten – Chardonnay, Weißburgunder – wurden lange Zeit mit dem Zusatz „S“ vermarktet. Seit dem Jahrgang 2014 werden diese länger im Fass ausgebaut und kommen nicht mehr im Jahr nach der Ernte auf den Markt, sondern erst im Frühjahr des darauf folgenden Jahres und tragen seither die Zusatzbezeichnung Réserve. Erstmals 2014 gab es eine Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay als Ortswein, mit dem Jahrgang 2019 kam als Réserve eine Cuvée aus denselben beiden Rebsorten hinzu, „Der Berg“ genannt, 2021 ein Lagen-Chardonnay aus der Steingrube. Süße und edelsüße Rieslinge bis hin zur Trockenbeerenauslese ergänzen hin und wieder das Programm.

Aktuelle Kollektion

Die großartigen Großen Gewächse führen auch in diesem Jahr wieder die Kollektion an. Da ist der Morstein, der sich in Bestform präsentiert, faszinierend reintönig und eindringlich ist bei viel Konzentration und einer feinen Sponti-Prägung im Hintergrund, füllig und komplex im Mund ist, Substanz und Kraft besitzt, enorm druckvoll und nachhaltig ist. Der beste deutsche Riesling? Aber er hat starke gutsinterne Konkurrenz durch das Brunnenhäuschen, das etwas rauchiger im Bouquet ist, ebenfalls konzentriert und herrlich eindringlich, sehr präzise im Mund ist, enorm druckvoll, zupackend, mineralisch, nachhaltig. Bei einer Veranstaltung hat Philipp Wittmann fünf Jahrgänge des Brunnenhäuschen präsentiert, darunter den ersten, noch mit 7 Gramm Restzucker versehenen 2007er: Große Weine! Aber auch das Kirchspiel zeigt 2022 ganz hohes Niveau, ist recht offen, konzentriert, faszinierend reintönig, besitzt Fülle und Saft, aber auch enorm viel Frische und Druck, ist faszinierend nachhaltig. Der Riesling aus der Aulerde setzt ganz auf Reintönigkeit und Präzision, ist zupackend, besitzt klare Frucht und Grip. Schon die Ortsrieslinge sind hervorragend, der Gundersheimer ist etwas würziger, zurückhaltender, der Westhofener etwas intensiver, zeigt ein wenig Orangen, ist strukturiert und zupackend, was auch für den Kalkstein-Riesling gilt. Der Estate ist reintönig und zupackend, der wunderschön reintönige Weißburgunder ist immer eine sichere Bank. Spannend ist die Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay, zeigt faszinierend viel Frucht, weiße Früchte, etwas rauchige Noten, ist harmonisch und komplex, fruchtbetont und lang. Beide Rebsorten gibt es auch solo als Réserve-Weine aus dem Jahrgang 2021. Der Weißburgunder Réserve, zeigt feine rauchige Noten, eine dezente Reduktionsnote, reintönige Frucht, ist überraschend präzise, fast etwas karg, reintönig und zupackend. Der Réserve-Chardonnay ist recht offen und intensiv im Bouquet, zeigt viel reife reintönige Frucht, ist wunderschön reintönig im Mund, lebhaft und zupackend, besitzt viel Frucht, Grip und Länge. Und es gibt schließlich auch einen neuen Wein im Programm, den Chardonnay aus der Westhofener Steingrube, der konzentriert und würzig im Bouquet ist, reintönig und eindringlich, frisch und präzise im Mund ist, enorm druckvoll, noch sehr jugendlich. Tolle Kollektion!